Amberg-Sulzbach der große Gewinner

Oberpfälzer Tourismusbilanz für das erste Halbjahr

Ressorts: Oberpfalz, Bayern, Region, Hintergrund, Tourismus

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Freitag, 19 August 2011 11:43

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Der Trend zeigt insgesamt nach oben: Im ersten Halbjahr 2011 besuchten mehr Touristen die Städte und Landkreise in der Oberpfalz. Im Minus liegen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in München nur Amberg und der Landkreis Cham.

Die Stadt Amberg musste im Vergleich zum Vorjahr von Januar bis Juni einen Rückgang von 14,2 Prozent verkraften. 31 205 Übernachtungen wurden gezählt. Weiden lag mit 38 405 Übernachtungen mit 4,1 Prozent im Plus. Die Nase vorne hat bei den Städten eindeutig Regensburg mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent auf 394 240 Übernachtungen. Die Gäste verweilen in den Städten mit durchschnittlich 1,8 Tagen aber ziemlich kurz.

 

Bei den Landkreisen musste nur Cham einen Rückgang verkraften. Mit 737 193 Übernachtungen lag das Minus bei 2,8 Prozent. Die Gäste blieben hier dafür mit vier Tagen am längsten. Die mit Abstand deutlichste Steigerung meldete der Landkreis Amberg-Sulzbach. 115 735 Übernachtungen bedeuten ein Plus von 20,6 Prozent.

Auch der Landkreis Regensburg legte um 17,7 Prozent (147 835 Übernachtungen) kräftig zu. Schwandorf steigerte sich um 11,0 Prozent (135 382), Tirschenreuth um 8,4 Prozent (139 212). Moderat fielen die Zuwächse in Neustadt/WN mit 5,9 Prozent (98 430) und Neumarkt mit 2,3 Prozent (179 614) aus.

Starker Juni

Der Tourismusverband Ostbayern zeigt sich mit den Halbjahreszahlen für seinen Bereich insgesamt sehr zufrieden. Demnach kamen insgesamt zwei Millionen Urlauber nach Ostbayern, was einem Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. "Mit 7,2 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr können wir jetzt von einem verlässlichen positiven Trend für das Jahr 2011 sprechen", sagte Dr. Michael Braun, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, am Donnerstag. Ein starker Juni hat vor allem dem Bayerischen Wald eine Steigerung an Gästeankunfts- und Übernachtungszahlen von nahezu 30 Prozent gebracht.

Mit der Einschränkung, dass letztes Jahr nur eine Pfingstwoche in den Juni gefallen war, dieses Jahr aber beide Ferienwochen "ist das eine hervorragende Bilanz und zeigt unsere hohe Kompetenz im Bereich Familienurlaub, aber auch bei Städte- und Erholungsreisen", erläuterte Braun.

Kurze Aufenthaltsdauer

Wermutstropfen ist die sinkende Aufenthaltsdauer der Gäste. "Wir brauchen ungefähr drei Prozent mehr Gäste, um die kürzere Urlaubsdauer bei den Übernachtungen überhaupt ausgleichen zu können", so Braun. Die Spanne der durchschnittlichen Aufenthaltstage liegt zwischen 1,8 Tagen in den Städten und 5,1 Tagen im Bayerischen Golf- und Thermenland.

 

Quelle(n)

Oberpfalznetz