Das Wasser von der Eger verbindet Menschen und Orte

Sonntag, 10 Mai 2015 – Weißenstadt Karl W. Schubsky

An der „offiziellen" Quelle der Eger im Fichtelgebirge trafen sich bayerische und böhmische Egerländer und feierten gemeinsam. – Christliche Geistliche aus Leitmeritz und Weißenstadt weihten gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Oberfranken und der Tschechischen Republik das Wasser der Eger. – Böhmisches Bier und Buchteln sorgten für die weitere Einstimmung.

 

Das Neue Kloster der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ in Eger

Dienstag, 24 März 2015

Über den Verfall und die Verwüstung eines Kulturbaus in der westböhmischen Grenzstadt Eger an der heutigen „Straße des 17. November".

Worum geht es hier und weswegen wäre zweckdienlicher Weise eine eher sanfte Hinführung an dieses durchaus – zumindest nicht nur für Egerländer - emotionale Thema nötig?

Man stelle sich einmal vor oder versetze sich in die Lage, jahrelang fährt man sommers wie winters von Eger auf der alten „Reichsstraße", die heutzutage „17. listopadu" heißt, in Richtung Waldsassen - oder aus Richtung Waldsassen kommend - nach Eger hinein und kommt dabei nicht nur an neuzeitlichen mehrstöckigen Blöcken, sondern fährt auch an einem langen gusseisernen Metallgitterzaun entlang, hinter dem eine Art verwilderte Parkanlage zu liegen scheint, silhouettenhaft dominiert von einer Beinahe-Kirchruine - mit Nebengebäuden. Stets entstand dabei – irgendwie - ein unnahbarer und abweisender Eindruck, früher leicht durch freundlich zuwinkenden Mädchen gemildert, die entlang des Zaunes postiert zu sein schienen. Dabei war jedes Mal – allerdings en passent - stets festzustellen, dass das Eingangstor in diesem langen Zaun ständig verschlossen zu sein schien. - Vom ruinösen Zustand des dahinter stehenden ehemaligen Sakralbaus selbst ist für die Passanten die meiste Zeit des Jahres über wegen des stark verwilderten Pflanzenwuchses davor kaum etwas zu erkennen, aber während der kalten Jahrezeit wird dessen kläglicher Zustand umso deutlicher wahrnehmbar.

 

Auf deutschen Spuren abseits der großen Straßen durch Mähren und Mährisch-Schlesien

Dienstag, 11 März 2014

Donnerstag, 21. bis 31. August 2014

Die Kulturfahrt zur historisch-politischen Bildung erschließt einen Raum, der Jahrhunderte lang zu Europas Mitte gehörte. Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse, Schnittpunkt europäischer Verkehrswege, einer der produktivsten Wirtschaftszonen des Kontinents und ein Raum kultureller Begegnung und Ausstrahlung, die heute wieder erfahren und erlebt werden können.

Die Reiseroute beginnt in Südmähren (Znaim / Znojmo)), führt über die Wischauer Sprachinsel ins Kuhländchen (Neutitschein / Nový Jičín) und ins Altvatergebirge (Freiwaldau/ Jeseník) und schließt in der Iglauer Sprachinsel. Die Themen der Kulturfahrt stellen Zusammenhänge zu Sozialkunde, Geschichte, Kultur und Literatur der Deutschen in Mähren und Mährisch-Schlesien her.

 

Manský dvůr, bekannt auch als „Lehnhof“

Dienstag, 19 März 2013

Eine Spurensuche der besonderen Art einmal nicht in den Weiten Westböhmens oder des Böhmerwaldes, sondern im näheren Grenzgebiet des heimeligen Egerlandes zwischen Eger und Marienbad.

Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche „Sondierungsfahrt" für das Bayerische Grenzmuseum Schirnding auf der Suche nach ergänzenden Ausstellungsstücken für eine geplante Ausstellung über den Zoll nach 1945 an der bayerisch-tschechoslowakischen-tschechischen Grenze werden. Die Idee dazu war einem Mitarbeiter der „LZ" in den Sinn gekommen, der von den Nöten des Ausstellungsmachers Rainer Schweigert wusste, relevante Exponate über den Zeitabschnitt sowie die zu behandelnden Staatsorgane vorzeigen zu können.

 

Pec pod Čerchovem im Oberpfälzer Wald/Český les

Sonntag, 16 Dezember 2012

Zwischen Berg und tiefem Tal, abseits der Hauptstraße von Furth i. Wald nach Taus, liegt zu Füßen des Berges Čerchov/Schwarzkopf ein kleiner, abgeschiedener Weiler namens Pec pod Čerchovem, früher auch einmal namens Hochofen, im Südosten des Oberpfälzer Waldes (Český les) in einem von Wäldern umgebenen Seitental des Černý potoks. - Die Nachbarorte von Pec sind Chodov im Norden, Trhanov/Chodenschloß und Pila im Nordosten, Babylon im Westen, Česká Kubice im Südwesten, Dolní Folmava im Süden, Zámeček im Südwesten sowie Capartice im Nordwesten. Acht Kilometer südwestlich liegt die Stadt Domažlice/Taus. Auch vom Grenzübergang Furth i. Wald/Volmava aus ist der kleine Ort sogar fußläufig erreichbar.

 

Der Weg war das Ziel

Dienstag, 20 November 2012

Unterwegs auf den Pfaden und Steigen auf dem tschechischen Teilabschnitt der „Via Nova": Auch für diesen Teil der „Via Nova" ab dem Grenzübergang Buchwald/Bucina bis nach Hartmanice gibt es nette und kompetente Führer und Begleiter, die mit Natur und Landschaft bestens vertraut sind und viele wissenswerte Hintergründe von Geschichte und Kultur der Region im Rahmen einer Wanderung den Teilnehmern vermitteln können.

 

Bierfest in Zwirschen/Svržno

Dienstag, 16 Oktober 2012

Man kann sich kaumt das Erstaunen im Blick des rasenden Reporters der „Landeszeitung" vorstellen, als dieser jüngst auf einer seiner Fahrten durch das westböhmische Grenzgebiet in Richtung Klenci nach Zwirschen, also Svržno, kam und das die ganze Hauptstraße überspannende Riesentransparent mit der Aufschrift „Bierfest" erblickte. Diese Beobachtung machten einen sofortigen Stopp erforderlich, um den Blick genießen zu können und das Zeitdokument nicht nur sofort zu dokumentieren, sondern das Gesehene auch weidlich auszukosten zu können, trotz des wie üblich herrschenden Zeitdrucks.

 

Der „Lange Marsch“ aus dem Chodenland in die Oberpfalz.

Samstag, 06 Oktober 2012

Es waren ganz exakt die notwendigen Temperaturen, die während der Übergangsphase von Spätsommer in den Frühherbst herrschen, welche die große Zahl von deutschen und tschechischen Teilnehmern an der 20. Equipe-Wanderung zum Friedhof von Klenci pod Cerchovem gelockt hatte, wo sie sich am Ausgangspunkt der bereits traditionellen Veranstaltung, dem „namenlosen" Grab des Pfarrers und Schriftstellers J. S. Baar, zusammenfanden. Eingeladen zur Grenzwanderung hatte der Freundeskreis deutsch-tschechischer Verständigung, organisiert wurde sie wieder einmal von Jürgen Kögler aus Furth i. Wald, dessen Vater sie ins Leben gerufen hat. Der Sohn setzt die Tradition seit einigen Jahren fort. Aus Anlass des 20. Jahrestags dieser großen grenzübergreifenden Veranstaltung hatte Kögler zum Jubiläum am Jindrich Simon-Baar-Gymnasium in Domazlice/Taus einen Wettbewerb zur Gestaltung eines offiziellen Logos ausgeschrieben, an dem 29 Schüler im Alter zwischen elf und 15 Jahren teilnahmen. Sieger wurde Alex Königsmark und die Arbeiten aller am Wettbewerb teilnehmenden Schüler wurden im Further Kolpinghaus den Teilnehmern vorgestellt.

 

„Via Nova“ - ein europäischer Pilgerweg

Montag, 06 August 2012

Grenzübergreifende Route auf den Spuren von Geschichte, Kultur, Natur und Religion

Zunächst einmal soll vorausgeschickt werden, dass die Natur allen Menschen gegeben worden ist, durch die sie sich seit Jahrtausenden auf Steigen, Pfaden oder Wegen bewegen. So auch in den Wald- und Berggebieten in der Mitte Europas. Vieler dieser Routen, auf denen Missionare, Händler oder Pilger und Wallfahrer gingen, haben bis heute überdauert und werden jetzt zumeist unter ihren Zwecknamen für Touristen benutzt, damit diese die Schönheiten der Landschaft, die Kultur und Bauten der hier niedergelassenen Menschen kennen lernen können oder aber auch traditionell zu geistlichen Zielen pilgerten. Seit dem Jahr 2000 ist eine weitere Route hinzugekommen, die auf alten Wegen Neues anbieten möchte.

 

Tschechen machen weniger Urlaub im Ausland

Donnerstag, 19 Juli 2012

Im ersten Quartal 2012 ist die Zahl der Tschechen, die eine Auslandsreise unternommen haben, drastisch zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind 14 Prozent weniger Reisen ins Ausland unternommen worden. Die Zahl der Reisen von Tschechen im Inland stieg dagegen im Vergleichszeitraum um 12 Prozent an.

 

Wanderungen durch den Böhmerwald

Dienstag, 29 Mai 2012

Ein tschechischer Arzt aus Prag schildert seine Eindrücke und Gedanken während seiner Wanderungen durch das Waldgebiet im Grenzbereich. Historische Begebenheiten aus dem Gebiet zwischen Böhmisch Eisenstein und Moldaustausee werden in lockerer Sprache erzählt. Das Buch lädt dazu ein, an die beschriebenen Orte zu wandern.

Es ist ein schmales und kleines Buch, das der Arzt und Kenner des Böhmerwaldes, Otto Kaskoun, geschrieben hat und in dem er viele seiner Gedanken niederschrieb, die ihm während seiner Streifzüge durch diese atemberaubende Landschaft durch den Kopf gegangen sind. Auf das Buch wurde ich zufällig bei einem Besuch im Adalbert-Stifter-Haus in Oberplan aufmerksam, als ich hier in dessen Literaturauslage herumstöberte. Und als „Grenzgänger" interessiert man sich schließlich dafür, was andere „Kollegen" über ihre Erfahrungen zu berichten wissen, die sie während ihrer langjährigen Fußwanderungen gesammelt haben.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (2)

Freitag, 18 Mai 2012

Der Besuch der „Teufelsmauer", ein weiterer Programmpunkt auf der Agenda des Seminars „Heimatliche Frühlingsbräuche", musste wegen widriger Wetterverhältnisse leider aus dem Programm gestrichen werden, da das schwierige Gelände, durch das der Fußweg dorthin führt, von Regen durchnässt worden war, was eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet hätte. Dieses Risiko wollten die Organisatoren nicht eingehen, da nicht alle Reiseteilnehmer gut zu Fuß waren. Daher ging die Fahrt ohne Unterbrechung weiter, vorbei an Friedberg/Frymburg am südlichen Ufer des Lipno, wo das kürzlich zu Wasser gelassene neue Flaggschiff der Stauseeflotte im Hafen vor Anker lag.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (1)

Freitag, 18 Mai 2012

Anfangs hatte der Wettergott noch ein wenig Mitleid mit den Seminarteilnehmern, die sich von Oberplan aus zu einer nachmittäglichen Busfahrt in Richtung Hohenfurth/Vyšší Brod auf den Weg machten, wo sie sich über die Geschichte des Klosters und seinen Einfluss auf die Region einen Einblick verschaffen wollten. Kaum vor der Klosterpforte in Hohenfurth aber angekommen, meinte er es schon nicht mehr so gut und es begann ein leichter Regenschauer, der aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch tat. - Das alte Kloster an der Moldau war das erste Etappenziel im Rahmen einer Exkursion, die, vom Adalbert-Stifter-Zentrum in Oberplan ausgehend, unter der Leitung von Horst Löffler stattfand, und zu einem Seminar mit dem Titel „Heimatliche Frühlingsbräuche" gehörte, veranstaltet von der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zusana Finger, in Kooperation mit der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.

 

Der Mini-Zoo Wapiti am Moldaustausee Lipno

Mittwoch, 18 April 2012

Gelegentlich sollen sich manche Eltern doch noch selbst mit der Frage konfrontieren, wie sie ihre Heranwachsenden aus den Stuben locken und ein wenig wieder an die Natur heranführen könnten. Können sie, denn in der kaum noch existenten Ortschaft Pernek, am heutigen Moldaustausse im südböhmischen Böhmerwald gelegen, steht ein Hofanwesen, das Familien diese Möglichkeit bietet. Pernek, das heute nach Oberplan/Horni Planá eingemeindet ist, liegt an der Straße, die von Wallern/Volary nach Krummau/Č. Krumlov entlang des Stausees führt. Hier, aus Richtung Wallern kommend, liegt gleich neben der Straße der „Mini Zoo Wapiti" von Štĕpánka Hanousková J. Maňák, der nach ökologischen Prinzipien betrieben wird und wo ganzen Familien, neben hausgemachten Produkten und Erholung für die Elternteile, mit angereisten Kindern der Zugang zu den hier lebenden Tieren geboten wird. Hier sind Tiere daheim, denen man in der freien Natur kaum ansichtig wird. Dazu eine weite Landschaft mit viel Natur pur.

 

Zbiroh in Westböhmen und sein Schloss

Montag, 26 März 2012

Das Schloss Zbiroh liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Pilsen, Ausfahrt 41 „Cerhovice" auf der Autobahn D5 nach Prag. Das Schloss war im Lauf der Zeit Wohnsitz bedeutender Persönlichkeiten wie Karl IV. und Rudolf II. Der weltbekannte Jugendstil-Künstler Alfons Mucha arbeitete hier 20 Jahre.

Der Weg von Pilsen nach Prag führt über Zbiroh – und natürlich geht der umgekehrte Weg auch durch diese Kleinstadt mit knapp 2.500 Einwohnern wieder zurück. - Natürlich ist diese Wegstrecke die alte, heutzutage sparsamere Variante der böhmischen Straßennutzung, ohne „Pickerl". Das Städtchen gehört zu einer großen Reihe von Orten, die wie Perlen auf einer langen Schnur aneinandergereiht sind, die als „Goldene Straße" in die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches eingegangen ist.