Die Große Synagoge in Pilsen

Samstag, 29 Oktober 2011 – Pilsen Karl W. Schubsky

Neulich war es wieder einmal soweit. Eine Fahrt in die „Hauptstadt" stand auf dem Programm. In welche Hauptstadt? Selbstverständlich in die westböhmische, nämlich Pilsen. Es muss ja nicht ständig Prag auf der Tagesordnung stehen. Immerhin ist Pilsen nicht nur die größte Stadt Westböhmens, darüber hinaus bereitet sich die Stadt auch auf die Übernahme des Titels einer „Kulturhauptstadt 2015" vor und wird damit, zumindest auf ein Jahr, Prag den Rang ablaufen. Gerne brüstet sich man in Prag mit diversen „Kleinigkeiten", aber Pilsen hat durchaus einige Vorteile vor der Hauptstadt. - Dabei soll einmal das „Pilsner Urquell" außer acht gelassen.

 

Die „Fleischbänke“ von Budweis: „Masné krámy“

Montag, 24 Oktober 2011

Nun, für den Bierliebhaber mag es durchaus eine Prinzipienfrage sein, welcher Biersorte er den Vorzug einräumen soll, dem westböhmischen Pilsner oder dem südböhmischen Budweiser. Dieses Problem existiert bekanntlich auch im Rheinland, wo sich – nicht für die Einheimischen natürlich – auch eine ähnliche Frage stellt: Kölsch oder Düsseldorfer Alt? Beide Biere genießt man am besten frisch gezapft und am schönsten ist der Genus in Verbindung mit einer Brauereibesichtigung. – Allerdings man beachte dabei die niedrige Promillegrenze in Tschechien! Sobald sich ein Gast im Hospoda an einem Tisch niedergelassen hatte, erhielt er - meist unaufgefordert - schon „sein" Pivo vor sich hingestellt. Gut erinnerlich sind noch die entsetzten Blicke, wenn dieses Getränk zurückgewiesen wurde. Eine Ablehnung von Pivo – und dies durch einen Deutschen!

Eine Oase der Erholung

Freitag, 26 August 2011

In Zeiten der Schnelllebigkeit und Reizüberflutung bleibt vielen Menschen heute kaum noch Raum, um dem Alltag zu entfliehen, abzuschalten und die Arbeit loszulassen. Insbesondere die städtische Bevölkerung ist daher auf der Suche nach Rückzugsgebieten. Zu Orten der Ruhe werden dabei immer öfter die Wälder. Zur Bedeutung des Bayerischen Waldes als Erholungsraum diskutierten Hartwig Löfflmann, Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Wald, und Anton Piermeier, Bürgermeister der Gemeinde Sankt Englmar, mit den Vertretern der Bayerischen Forstverwaltung, Klaus Stögbauer und Martina Eiser.

 

GUTi bleibt der Region erhalten

Mittwoch, 21 September 2011

Beim Treffen der Vertreter von GUTi-Gemeinden und Tarifgemeinschaft Bayerwald-Ticket/GUTi im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald gab es ein klares JA zur Projektfortsetzung. Nach nur eineinhalb-jähriger Testphase hat sich GUTi bestens bewährt und ist für die Gemeinden nicht mehr wegzudenken.

 

Herbst an der Moldau in Südböhmen

Dienstag, 18 Oktober 2011

„Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen

unendlich sanft in seinen Händen hält." Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Impressionen aus der Moldaustadt Český Krumlov/Krumau

Sonntag, 18 Dezember 2011

Es war einmal wieder soweit, ein Besuch in der Vltava-Stadt Český Krumlov stand nach langer Zeit auf dem Besuchsprogramm. Dieses Mal als Mitglied einer Reisegesellschaft aus Horní Planá/Oberplan im Rahmen des Seminars „Heimatliche Bräuche zu Advent und Weihnachten", das im dortigen Centrum Adalberta Stiftera abgehalten wurde. Dabei hatte die Reiseleitung die ortskundige Emma Marxová vom Šumavaverein Krmlov übernommen.

 

Keine Christmette in Ottau

Donnerstag, 08 Dezember 2011

Überall verbreitet sich in diesen Tagen weihnachtliche Stimmung, die durch verschiedene Symbole versinnbildlicht wird, wozu geschmückte Nadelbäume oder die traditionellen Krippen gehören. Überall wird der Betrachter auf die kommenden Weihnachtstage eingestimmt. Auch im Böhmerwald gehörten die oft alten Krippen in Haus oder Kirche mit dazu. Vielerorts sind diese wie die einstige Bevölkerung verschwunden. So stehen erhalte Kirchen oft leer und einsam in der Waldlandschaft, ohne Nutzung und Inhalt. Den glücklicheren unter ihnen, an manchen Orten, wo die Kirchen den „Sturm der Zeit" einigermaßen überstanden haben, fanden sich in den Jahren nach der Grenzöffnung viele ihrer einstigen Nutzer, um hier die Erinnerungen an ihre Jugendzeit zu pflegen, in denen die Kirchengebäude eine wesentliche Rolle gespielt haben.

 

Lebenslanger Traum ist Wirklichkeit geworden

Dienstag, 06 Dezember 2011

Josef Doblinger, geschäftsführender Gesellschafter einer Bauträger- und Projektentwicklungsgesellschaft in Straßkirchen bei Straubing, könnte eigentlich seit Jahren ein gemütliches „Rentnerdasein" mit seiner Lebensgefährtin Sonja führen. Er könnte reisen, sich erholen von verantwortungsvoller und aufreibender Tätigkeit in der Baubranche. Reisen tun die beiden zwar, und das wöchentlich. Gute zwei Stunden dauert die Fahrt zwischen der immer noch zu leistenden Arbeit im heimischen Straßkirchen und dem zweiten Arbeitsplatz im Schlosshotel Bykov, den „Doblinger und Partner" im Jahre 1997 erworben haben und dem sichtlich seine ganze Liebe gehört.

 

Maria Gojau in Kájov bei Český Krumlov

Donnerstag, 26 Januar 2012

Man komme nicht an einem frühen, kalten Winterabend nach Maria Gojau, will man sich mit den historischen Gegebenheiten und Schönheiten des Ortes vertraut machen. Es sei denn, der ausgezehrte Wallfahrer entschließt sich, hier auch zu nächtigen, um dann am darauffolgenden Tag die Aura der Lokalität auf sich wirken zu lassen, durch eine Facette der böhmischen, tschechoslowakischen und tschechischen Geschichte, zusammengesetzt aus Freude, Trauer und Hoffnung.

 

Minibrauerei Groll hält an der Biertradition fest

Sonntag, 16 Dezember 2012

Vor 170 Jahren zeigte der Bayer Josef Groll den Pilsnern, was unter bayerischem Reinheitsgebot zu verstehen ist. Das CeBB in der Oberpfalz unterstützt „Maßgebend" Pilsen auf dem langen Weg zur Kulturhauptstadt.

Man darf doch wohl ohne zur Übertreibung zu neigen behaupten, dass die Stadt Pilsen in der gesamten Bier-Welt ein gerüttelt Maß an Ansehen genießt. Nun ist die Maß ja eigentlich ein mehr ureigenes bayerisches Quantum, aber zwei Halbe gehen ja auch auf die Maß. Und nicht nur in Pilsen gehen zahllose frischgezapfte Halbe über die Theken, für deren Ausschank die ortsansässigen „Hospodianten" Sorge tragen, für deren reibungslose Belieferung aber die „lokalen" Brauereien zuständig sind. Wer also etwas über das alte bayerische Vorgehen beim Bierbrauen lernen möchte, der komme nach Pilsen – und lasse dann das Fahrzeug aber vorsichtshalber stehen.

 

Mittelalterliches Dorf Bärnau

Donnerstag, 08 September 2011

Nur drei Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entsteht ein außergewöhnliches Projekt – der Nachbau einer frühmittelalterlichen slawischen Siedlung aus dem 10. Jahrhundert. Die seit 2010 stattfindenden Aufbauarbeiten haben noch nicht einmal die Hälfte des geplanten Umfangs erreicht, trotzdem bietet der Geschichtspark bereits mehrere Bauten zur Ansicht.

Das größte Bauwerk ist der Nachbau einer Holzburg vom Typ Motte – einer üblichen Burg des niederen Adels, welcher sich keine teuren Steinburgen leisten konnte. Es handelt sich um einen künstlich angelegten Erdhügel umgeben von einem Wassergraben. Dieser ist dann mit einem aus der Waldnaab gespeisten Teich verbunden. Auf dem Erdhügel – der Motte – befindet sich ein Holzturm, umgeben von einer Palisadenbefestigung. Daneben wurden mehrere Wohn- und Nutzbauten errichtet – ein Stall, ein Grubenhaus oder ein einfaches Blockhaus.

 

Neuer Reiseführer durch die Bier-Region Pilsen

Samstag, 28 Januar 2012

Im Rahmen des Projekts Natur, Tradition, Gastronomie in der Region Pilsen wurde, für das von der EU annähernd 10 Mill. CZK bereitgestellt wurden, zwei Neuerscheinungen vorgestellt.

Eine Broschüre stellt Besuchern und Wanderfreunden die derzeit elf großen und kleineren Brauereien in der Region vor. Beschrieben werden sieben Wanderrouten zu den Produzenten von Bieren wie Purkmistr in Pilsen-Černice und Pašerák in Böhmisch Eisenstein und zum Bierbad nach Chodová Planá sowie die Sehenswürdigkeiten in der nächsten Umgebung der Trassen.

 

Oberpfälzer Tourismusbilanz für das erste Halbjahr

Freitag, 19 August 2011

Der Trend zeigt insgesamt nach oben: Im ersten Halbjahr 2011 besuchten mehr Touristen die Städte und Landkreise in der Oberpfalz. Im Minus liegen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in München nur Amberg und der Landkreis Cham.

Die Stadt Amberg musste im Vergleich zum Vorjahr von Januar bis Juni einen Rückgang von 14,2 Prozent verkraften. 31 205 Übernachtungen wurden gezählt. Weiden lag mit 38 405 Übernachtungen mit 4,1 Prozent im Plus. Die Nase vorne hat bei den Städten eindeutig Regensburg mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent auf 394 240 Übernachtungen. Die Gäste verweilen in den Städten mit durchschnittlich 1,8 Tagen aber ziemlich kurz.

 

Schlackenwerth an der Eger/ Ostrov nad Ohři

Mittwoch, 15 Februar 2012

„Schlackenwerth liegt am Fuße des Erzgebirges in einer schönen und reizenden Ebene. Die Einwohner beschäftigen sich größtentheils mit der Feldwirthschaft. Der Verkehr ist ein recht lebhafter. Nach Karlsbad, Joachimsthal, Lichtenstadt und weiter nach Sachsen führen sehr gut erhaltene Straßen, um deren Herstellung sich der Großherzoglich Toskanische Herrschaft Schlackenwerther Wirtschaftsdirektor Maximilian Fürtner besondere Verdienste erwarb, weshalb ihm auch am 31. Jänner 1836 die kleine goldene Ehrenmedaille verliehen wurde. – Der Großherzogliche Park mit seinem herrlichen im italienischen Style erbauten Gartenhause und seinen von hundertjährigen Eichen beschatteten anmuthigen Spaziergängen, wird in den Sommermonaten besonders von Karlsbader Kurgästen sehr häufig besucht." – P. Wenzl Sommer

 

Schloss Bilovec - am anderen Ende Tschechiens?

Mittwoch, 15 Februar 2012

Das Schloss von Bilovec im früheren Wagstadt in Österreichisch-Schlesien oder Mährisch-Schlesien bzw. Moravskoslezský kraj soll aus seinem seit Jahrzehnten andauernden Dornröschenschlaf wieder erweckt werden. Die Beseitigung von Kollateralschäden, die zum Teil noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen, werden nun beseitigt und das Renaissanceschloss erlebt eine neue Blüte

 

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