„Via Nova“: von Freyung bis zur Landesgrenze

Montag, 13 August 2012 – Freyung Karl W. Schubsky

Der Freyunger Stadtteil Kreuzberg liegt auf 800 Metern und bietet einen weiten Panoramablick über die Landschaft, durch die sich die „Via Nova" bis zur tschechischen Grenze schlängelt

Dies ist der Erfahrungsbericht eines eher beobachtenden Wanderers, auf der Suche nach neuen Eindrücken, um dabei Land und Leute einer ihm bisher nur als „Transitregion" bekannten Gegend auch einmal in Augenschein zu nehmen, keiner der eines suchenden Pilgers, was eigentlich auch möglich wäre, nachdem es hier um einen Teil der „Via Nova" handelt.

 

„Via Nova“ - ein europäischer Pilgerweg

Montag, 06 August 2012

Grenzübergreifende Route auf den Spuren von Geschichte, Kultur, Natur und Religion

Zunächst einmal soll vorausgeschickt werden, dass die Natur allen Menschen gegeben worden ist, durch die sie sich seit Jahrtausenden auf Steigen, Pfaden oder Wegen bewegen. So auch in den Wald- und Berggebieten in der Mitte Europas. Vieler dieser Routen, auf denen Missionare, Händler oder Pilger und Wallfahrer gingen, haben bis heute überdauert und werden jetzt zumeist unter ihren Zwecknamen für Touristen benutzt, damit diese die Schönheiten der Landschaft, die Kultur und Bauten der hier niedergelassenen Menschen kennen lernen können oder aber auch traditionell zu geistlichen Zielen pilgerten. Seit dem Jahr 2000 ist eine weitere Route hinzugekommen, die auf alten Wegen Neues anbieten möchte.

 

Tschechen machen weniger Urlaub im Ausland

Donnerstag, 19 Juli 2012

Im ersten Quartal 2012 ist die Zahl der Tschechen, die eine Auslandsreise unternommen haben, drastisch zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind 14 Prozent weniger Reisen ins Ausland unternommen worden. Die Zahl der Reisen von Tschechen im Inland stieg dagegen im Vergleichszeitraum um 12 Prozent an.

 

Ottengrün und Hardeck in der „Fraisch“

Freitag, 22 Juni 2012

Die beiden Orte Ottengrün und Hardeck liegen beinahe nebeneinander in einem Gebiet, in dem die Königreiche Böhmen und Bayern territorial durchmengt waren, sich ihre Bewohner in ihrer egerländischen Sprache und Kultur nicht unterschieden. Heute gehören sowohl das egerische Ottengrün als auch das stiftische Hardeck zur bayerischen Oberpfalz, Marktgemeinde Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth.

 

Wanderungen durch den Böhmerwald

Dienstag, 29 Mai 2012

Ein tschechischer Arzt aus Prag schildert seine Eindrücke und Gedanken während seiner Wanderungen durch das Waldgebiet im Grenzbereich. Historische Begebenheiten aus dem Gebiet zwischen Böhmisch Eisenstein und Moldaustausee werden in lockerer Sprache erzählt. Das Buch lädt dazu ein, an die beschriebenen Orte zu wandern.

Es ist ein schmales und kleines Buch, das der Arzt und Kenner des Böhmerwaldes, Otto Kaskoun, geschrieben hat und in dem er viele seiner Gedanken niederschrieb, die ihm während seiner Streifzüge durch diese atemberaubende Landschaft durch den Kopf gegangen sind. Auf das Buch wurde ich zufällig bei einem Besuch im Adalbert-Stifter-Haus in Oberplan aufmerksam, als ich hier in dessen Literaturauslage herumstöberte. Und als „Grenzgänger" interessiert man sich schließlich dafür, was andere „Kollegen" über ihre Erfahrungen zu berichten wissen, die sie während ihrer langjährigen Fußwanderungen gesammelt haben.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (2)

Freitag, 18 Mai 2012

Der Besuch der „Teufelsmauer", ein weiterer Programmpunkt auf der Agenda des Seminars „Heimatliche Frühlingsbräuche", musste wegen widriger Wetterverhältnisse leider aus dem Programm gestrichen werden, da das schwierige Gelände, durch das der Fußweg dorthin führt, von Regen durchnässt worden war, was eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet hätte. Dieses Risiko wollten die Organisatoren nicht eingehen, da nicht alle Reiseteilnehmer gut zu Fuß waren. Daher ging die Fahrt ohne Unterbrechung weiter, vorbei an Friedberg/Frymburg am südlichen Ufer des Lipno, wo das kürzlich zu Wasser gelassene neue Flaggschiff der Stauseeflotte im Hafen vor Anker lag.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (1)

Freitag, 18 Mai 2012

Anfangs hatte der Wettergott noch ein wenig Mitleid mit den Seminarteilnehmern, die sich von Oberplan aus zu einer nachmittäglichen Busfahrt in Richtung Hohenfurth/Vyšší Brod auf den Weg machten, wo sie sich über die Geschichte des Klosters und seinen Einfluss auf die Region einen Einblick verschaffen wollten. Kaum vor der Klosterpforte in Hohenfurth aber angekommen, meinte er es schon nicht mehr so gut und es begann ein leichter Regenschauer, der aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch tat. - Das alte Kloster an der Moldau war das erste Etappenziel im Rahmen einer Exkursion, die, vom Adalbert-Stifter-Zentrum in Oberplan ausgehend, unter der Leitung von Horst Löffler stattfand, und zu einem Seminar mit dem Titel „Heimatliche Frühlingsbräuche" gehörte, veranstaltet von der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zusana Finger, in Kooperation mit der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.

 

Ein Ort am Rande der Existenz

Freitag, 20 April 2012

„Unsere Heimatfluren gehörten und gehören noch heute zu den schönsten des Böhmerwaldes. Noch vom Moldauursprung um den Lusen konnte man bis in das weite Tal zwischen Pernek und Oberplan sehen. Von Wallern kommend in Richtung Süden, schlängelte sich die Moldau mit ihrem träg dahinfließenden Wasser durch ruhige Auen und Haine. Zwischen Pernek und Oberplan hatte die Moldau im flachen breiten Bett viel Platz, um ein nahezu symmetrisches Herz in die Wiesenlandschaft zu zeichnen. Das Moldauherz ist heute nicht mehr. Der Stausee hat es verschlungen."

 

Der Mini-Zoo Wapiti am Moldaustausee Lipno

Mittwoch, 18 April 2012

Gelegentlich sollen sich manche Eltern doch noch selbst mit der Frage konfrontieren, wie sie ihre Heranwachsenden aus den Stuben locken und ein wenig wieder an die Natur heranführen könnten. Können sie, denn in der kaum noch existenten Ortschaft Pernek, am heutigen Moldaustausse im südböhmischen Böhmerwald gelegen, steht ein Hofanwesen, das Familien diese Möglichkeit bietet. Pernek, das heute nach Oberplan/Horni Planá eingemeindet ist, liegt an der Straße, die von Wallern/Volary nach Krummau/Č. Krumlov entlang des Stausees führt. Hier, aus Richtung Wallern kommend, liegt gleich neben der Straße der „Mini Zoo Wapiti" von Štĕpánka Hanousková J. Maňák, der nach ökologischen Prinzipien betrieben wird und wo ganzen Familien, neben hausgemachten Produkten und Erholung für die Elternteile, mit angereisten Kindern der Zugang zu den hier lebenden Tieren geboten wird. Hier sind Tiere daheim, denen man in der freien Natur kaum ansichtig wird. Dazu eine weite Landschaft mit viel Natur pur.

 

Burg Hohenberg an der Eger

Montag, 26 März 2012

Die Hohenberger Burg ist eine uralte Festung an der bayerisch-böhmischen Grenze, wo sie einmal der Bewachung des Passes von Schirnding und der von Prag nach Nürnberg führenden Handelsstraße diente.

Vor Jahrzehnten hatte die Augsburger Puppenkiste in ihrem Programm den Vierteiler „Bill Bo und seine Bande", oder so ähnlich. Es handelte sich um die Geschichte einer Räuberbande am Rhein, deren Hautmann Bill Bo hieß. Dieser pflegte seinen Miträubern stets seinen Lieblingswunsch zum Ausdruck zu bringen, indem er sagte: „Ich will eine Bursch [Burg], mit Mauern so dick wie du lang!" Kindheitserinnerungen setzen sich irgendwie im Laufe der Jahrzehnte im Unterbewusstsein fest, aber der Anblick der Burg Hohenberg schwemmte diese Erinnerung wieder ins Bewusstsein.

 

Zbiroh in Westböhmen und sein Schloss

Montag, 26 März 2012

Das Schloss Zbiroh liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Pilsen, Ausfahrt 41 „Cerhovice" auf der Autobahn D5 nach Prag. Das Schloss war im Lauf der Zeit Wohnsitz bedeutender Persönlichkeiten wie Karl IV. und Rudolf II. Der weltbekannte Jugendstil-Künstler Alfons Mucha arbeitete hier 20 Jahre.

Der Weg von Pilsen nach Prag führt über Zbiroh – und natürlich geht der umgekehrte Weg auch durch diese Kleinstadt mit knapp 2.500 Einwohnern wieder zurück. - Natürlich ist diese Wegstrecke die alte, heutzutage sparsamere Variante der böhmischen Straßennutzung, ohne „Pickerl". Das Städtchen gehört zu einer großen Reihe von Orten, die wie Perlen auf einer langen Schnur aneinandergereiht sind, die als „Goldene Straße" in die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches eingegangen ist.

 

Berge aus Feuer, Stein und Wasser

Mittwoch, 21 März 2012

Die Region erhält ein weiteres Zugpferd: Am Freitag eröffnet Landrat Simon Wittmann mit der Enthüllung der Informationstafel "Kleiner Kulm" die neue Geotour Vulkane.

Nach Granit und Boden ist es bereits die dritte Geotour im grenzüberschreitenden Geopark Bayern-Böhmen. Die vom Geo-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach und dem Geopark ausgearbeitete Route kostete rund 30 000 Euro und wurde vom bayerischen Umweltministerium großzügig gesponsert. Über 50 gut ausgebildete Geopark-Ranger stehen inzwischen zur Verfügung.

 

Informationszentrum über den „Wald“ in Pilsen

Sonntag, 11 März 2012

Normalerweise findet man eigentlich in Deutschland die tschechischen Informationsbüros für Tourismus. Das Tourismuszentrum in Regen geht in die andere Richtung und zäumt das Pferd quasi von hinten auf

Klein, überschaubar und schon irgendwie anheimelnd stellt sich das Informationszentrum in der Pilsener Martinská 303/9 der tschechischen Öffentlichkeit vor, in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße gelegen, knapp außerhalb des Stadtzentrums, nahe beim Westböhmischen Museum. Einmal den anderen Weg gehen, das wird hier in Pilsen aktiv praktiziert, um auch einmal bei tschechischen Touristen für einen Aufenthalt im Bayerischen Wald zu werben.

 

Neualbenreuth und sein Sibyllenbad in der „Fraisch“

Donnerstag, 23 Februar 2012

Im Grenzgebiet der Oberpfalz liegt an Westböhmen angrenzend der Markt Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad.

Ein regionales Gebiet der besonderen Art ist der nicht mehr existierende Verwaltungsbezirk „Fraisch" in der Oberpfalz mit seinem Zentrum, dem Markt Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Zur „Fraisch" gehören eine Reihe kleinerer Ortschaften und Gehöftansammlungen, verteilt über ein Gebiet, das von der bayerisch-böhmischen Grenze durch die Festlegung der Staatsgrenze im Jahre 1862 endgültig in zwei Teile aufgeteilt worden ist. Der Hausberg ist der Tillenberg oder Dyleň, mit seinen 939 Metern die zweithöchste Erhebung im Oberpfälzer Wald.. Die Bewohner von Neualbenreuth bezeichnen sich selbst, laut 1. Bürgermeister Albert Köstler, als „Egerländer".

 

Borovany – viel alte und auch neuere Geschichte

Dienstag, 21 Februar 2012

Borovany ist eine Kleinstadt im Bezirk Budweis mit viel Geschichte, Landschaft und Natur pur, aber auch mit einem Bezug zur neueren Geschichte, die der Lehrpfad „Totalitär trennt" veranschaulicht. Dieser informiert über die Geschichte der Tschechisch-Österreichischen Grenzbefestigungen und Schutzbunker aus den Jahren 1936-1938.

 

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