Maria Gojau in Kájov bei Český Krumlov

Donnerstag, 26 Januar 2012 – Český Krumlov Karl W. Schubsky

Man komme nicht an einem frühen, kalten Winterabend nach Maria Gojau, will man sich mit den historischen Gegebenheiten und Schönheiten des Ortes vertraut machen. Es sei denn, der ausgezehrte Wallfahrer entschließt sich, hier auch zu nächtigen, um dann am darauffolgenden Tag die Aura der Lokalität auf sich wirken zu lassen, durch eine Facette der böhmischen, tschechoslowakischen und tschechischen Geschichte, zusammengesetzt aus Freude, Trauer und Hoffnung.

 

Minibrauerei Groll hält an der Biertradition fest

Sonntag, 16 Dezember 2012

Vor 170 Jahren zeigte der Bayer Josef Groll den Pilsnern, was unter bayerischem Reinheitsgebot zu verstehen ist. Das CeBB in der Oberpfalz unterstützt „Maßgebend" Pilsen auf dem langen Weg zur Kulturhauptstadt.

Man darf doch wohl ohne zur Übertreibung zu neigen behaupten, dass die Stadt Pilsen in der gesamten Bier-Welt ein gerüttelt Maß an Ansehen genießt. Nun ist die Maß ja eigentlich ein mehr ureigenes bayerisches Quantum, aber zwei Halbe gehen ja auch auf die Maß. Und nicht nur in Pilsen gehen zahllose frischgezapfte Halbe über die Theken, für deren Ausschank die ortsansässigen „Hospodianten" Sorge tragen, für deren reibungslose Belieferung aber die „lokalen" Brauereien zuständig sind. Wer also etwas über das alte bayerische Vorgehen beim Bierbrauen lernen möchte, der komme nach Pilsen – und lasse dann das Fahrzeug aber vorsichtshalber stehen.

 

Mittelalterliches Dorf Bärnau

Donnerstag, 08 September 2011

Nur drei Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entsteht ein außergewöhnliches Projekt – der Nachbau einer frühmittelalterlichen slawischen Siedlung aus dem 10. Jahrhundert. Die seit 2010 stattfindenden Aufbauarbeiten haben noch nicht einmal die Hälfte des geplanten Umfangs erreicht, trotzdem bietet der Geschichtspark bereits mehrere Bauten zur Ansicht.

Das größte Bauwerk ist der Nachbau einer Holzburg vom Typ Motte – einer üblichen Burg des niederen Adels, welcher sich keine teuren Steinburgen leisten konnte. Es handelt sich um einen künstlich angelegten Erdhügel umgeben von einem Wassergraben. Dieser ist dann mit einem aus der Waldnaab gespeisten Teich verbunden. Auf dem Erdhügel – der Motte – befindet sich ein Holzturm, umgeben von einer Palisadenbefestigung. Daneben wurden mehrere Wohn- und Nutzbauten errichtet – ein Stall, ein Grubenhaus oder ein einfaches Blockhaus.

 

Schlackenwerth an der Eger/ Ostrov nad Ohři

Mittwoch, 15 Februar 2012

„Schlackenwerth liegt am Fuße des Erzgebirges in einer schönen und reizenden Ebene. Die Einwohner beschäftigen sich größtentheils mit der Feldwirthschaft. Der Verkehr ist ein recht lebhafter. Nach Karlsbad, Joachimsthal, Lichtenstadt und weiter nach Sachsen führen sehr gut erhaltene Straßen, um deren Herstellung sich der Großherzoglich Toskanische Herrschaft Schlackenwerther Wirtschaftsdirektor Maximilian Fürtner besondere Verdienste erwarb, weshalb ihm auch am 31. Jänner 1836 die kleine goldene Ehrenmedaille verliehen wurde. – Der Großherzogliche Park mit seinem herrlichen im italienischen Style erbauten Gartenhause und seinen von hundertjährigen Eichen beschatteten anmuthigen Spaziergängen, wird in den Sommermonaten besonders von Karlsbader Kurgästen sehr häufig besucht." – P. Wenzl Sommer

 

Schloss Bilovec - am anderen Ende Tschechiens?

Mittwoch, 15 Februar 2012

Das Schloss von Bilovec im früheren Wagstadt in Österreichisch-Schlesien oder Mährisch-Schlesien bzw. Moravskoslezský kraj soll aus seinem seit Jahrzehnten andauernden Dornröschenschlaf wieder erweckt werden. Die Beseitigung von Kollateralschäden, die zum Teil noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen, werden nun beseitigt und das Renaissanceschloss erlebt eine neue Blüte

 

Stadt der Künstler und Sagen

Freitag, 18 November 2011

Mit dem Wind, der durch die Gassen von Louny (Laun an der Eger) weht, streift ein Stück böhmische Geschichte um die von Laternen erhellten Häuserfassaden. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts im Besitz des Benediktinerklosters Kladruby wurde die Stadt bereits 1260 unter König Ottokar II. zum belebten Handelszentrum zwischen Dresden und Prag. Heute kann von lebendigem Treiben in der 20.000-Einwohner-Stadt nur noch an einem sonnigen Samstag Nachmittag die Rede sein, wenn junge Familien aus der Wohngegend hinter den noch gut erhaltenen Stadtmauern und Touristen durch die Pražská – die „Prager Straße", die in vielen tschechischen Kleinstädten die Einkaufsmeile darstellt – schlendern und in den kleinen Cafés und Eisdielen Halt machen.

 

Stadt Zwiesel stellt sich neu vor

Montag, 30 Januar 2012

Wer die Wahl hat, der hat bekanntlich auch die Qual der Wahl. Dies ist dann besonders wichtig, wenn es sich um die Tage im Jahr handelt, während der die arbeitende Bevölkerung auf der Suche nach Entspannung und Erholung ist. Wer hat noch nicht das zähe Ringen in einer Familie leibhaftig erlebt, wenn es um die Auswahl des Ziel zum Verbringen der kostbaren Urlaubszeit geht?

 

Strakonice: Industriestadt mit reicher Tradition

Mittwoch, 31 August 2011

Er wirkt eher wie der Manager eines Industriebetriebes, der nur wenig über 40 Jahre junge Bürgermeister der südböhmischen Kreisstadt Straconice, am Zusammenfluss von Otava und Volynka, an der Kreuzung der Straßen Prag-Vimperg(Winterberg), Budweis -Horazdovice, in der Nähe des Eisenbahnknotens Budweis-Pilsen und Breznice-Vimperk gelegen. Bereits in der dritten Wahlperiode ist Ing. Pavel Vondrys im Amt und die gewaltige Aufgabe, aus dem grauen Industriestandort der kommunistischen Jahrzehnte eine schöne Stadt mit guter Lebensqualität für die Menschen zu machen, ist noch nicht abgeschlossen. Es galt und gilt noch, den Ansprüchen einer modernen Industriestadt und einer Rückbesinnung auf reiche Traditionen gerecht zu werden. Und dennoch: Das Strakonice von heute ist bunt und voller Leben geworden und es scheint, als läge die „Samtene Revolution" keine 20, sondern doppelt so viele Jahre zurück.

 

Und sie dreht sich trotzdem

Mittwoch, 18 Januar 2012

Die astronomische Uhr, eine der größten Touristenattraktionen Prags, wird restauriert. Am vergangenen Freitag wurden die allegorischen Figuren des "Orloj" abmontiert und sollen binnen zwei Monaten einen neuen Anstrich erhalten.

Es ist die erste Wartung des aus dem Jahr 1410 stammenden Werks seit 2005.

 

Volyne – Schulstadt und „Tor zum Böhmerwald“

Samstag, 10 September 2011

Grenznähe als Standortvorteil – Sanfter Tourismus in unberührter Natur

Wer im Frühling den Weg über den Grenzübergang Philippsreut in die Tschechische Republik benutzt, kann mit etwas Glück zwei Welten erleben: den Winter im noch schneebedeckten Böhmerwald und einen zauberhaften Frühling mit der Apfelblüte um das Städtchen Volyne, (Wolin), wenn es in die sanfte südböhmische Hügellandschaft hinabgeht. Als „Tor zum Böhmerwald" bezeichnet sich die kleine Stadt mit ihren etwas über 3000 Einwohnern. Weitaus bekannter ist Volyne jedoch durch seine Schulen für viele Berufszweige in ganz Tschechien geworden.

Bereits aus dem 7. Jahrhundert nach Christus stammen Funde einer slawischen Besiedlung der Gegend. Die Stadt entstand bei einer Furt über das Flüsschen Volynka, das im elf Kilometer entfernten Strakonice in die Otava mündet.

 

Wittingau/Třeboň mit legendären Ahnherren

Samstag, 22 Oktober 2011

Der Name „Wittingau" erinnert an das Geschlecht der Witigonen. Diesen entstammen die Rosenberger, die einst vorherrschende Familie in Südböhmen, deren legendären Ahnherren der Böhmerwaldschriftsteller Adalbert Stifter mit dem „Witiko" ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

 

„Das Bistum Passau und seine Geschichte“.

Freitag, 13 Januar 2012

Wenn eine „Institution" ein gewisses Alter erreicht hat und immer besteht, dann hat sie sich während des turbulenten Verlaufs ihrer Geschichte der letzten anderthalb Jahrtausende doch gegen alle Widrigkeiten seit ihrem Entstehen durchsetzen können - und sich dabei als „Instanz" offenkundig auch bewährt. Eigentlich ein Erfolgsmodell! Die Rede ist hier vom Bistum Passau, über dessen „Erfolgsgeschichte" der Archivdirektor des Diözesanarchivs, Dr. Herbert Wurster, ein übersichtliches und kompaktes Buch unter dem Titel „Das Bistum Passau und seine Geschichte" veröffentlicht hat.