Neualbenreuth und sein Sibyllenbad in der „Fraisch“

Donnerstag, 23 Februar 2012 – Neualbenreuth Karl W. Schubsky

Im Grenzgebiet der Oberpfalz liegt an Westböhmen angrenzend der Markt Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad.

Ein regionales Gebiet der besonderen Art ist der nicht mehr existierende Verwaltungsbezirk „Fraisch" in der Oberpfalz mit seinem Zentrum, dem Markt Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Zur „Fraisch" gehören eine Reihe kleinerer Ortschaften und Gehöftansammlungen, verteilt über ein Gebiet, das von der bayerisch-böhmischen Grenze durch die Festlegung der Staatsgrenze im Jahre 1862 endgültig in zwei Teile aufgeteilt worden ist. Der Hausberg ist der Tillenberg oder Dyleň, mit seinen 939 Metern die zweithöchste Erhebung im Oberpfälzer Wald.. Die Bewohner von Neualbenreuth bezeichnen sich selbst, laut 1. Bürgermeister Albert Köstler, als „Egerländer".

 

An den Rand der „Welt“ - nach Třebon/Wittingau

Samstag, 22 Oktober 2011

„Einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld", heißt es in einem Schlager. Das wird in Třebon seinen Gästen geboten, wobei, zwecks Marscherleichterung, die Geldtaschen in den Hotels, Pensionen oder Kurhäusern der Stadt deponiert bleiben können.

Wer durch Südböhmen reist, kann es bis an den Rand der „Welt" schaffen. Zuvor aber erst ein Besuch in der Stadt Třebon/Wittingau, ein sehenswertes Denkmal inmitten naturbelassener Umgebung an der aus Budweis nach Neuhaus/Jindřichův Hradec führenden Straße. Ohne in Schwärmereien verfallen zu wollen, kann ohne jede Übertreibung zum Ausdruck gebracht werden, dass dieser geographische Raum eine mit zahlreichen Perlen gespickte Landschaft ist. Sie bietet mit ihren Wäldern, Bergen und vielen Gewässern Wanderern oder Radfahrern jedwede Abwechslung. Schlösser, Burgen und historische Städte locken den Augentouristen. Wer es ruhiger angehen möchte, der findet hier überall auch ein Plätzchen zum Angeln.

Der Bismarckturm auf dem Grünberg bei Eger

Mittwoch, 13 Juli 2011

Er ist aus der Entfernung selbst nicht zu sehen, da er im Schatten eines ihn überragenden Fernmeldeturms steht, einem Relikt aus dem „Kalten Krieg".

Der Lipno-Stausse: das „Südböhmische Meer“

Montag, 10 Oktober 2011

Eine schier endlose Wasserfläche, soweit das Auge reicht, der Stausee Lipno in der Südwestecke der Tschechischen Republik. Zugegeben, die Seefläche ist eher weniger endlos, aber dennoch schon beeindruckend, liegt der See doch mitten im weiten gebirgigen Waldgebiet. Wer hier eine natürliche Entstehung hinter der bei Sonnenschein blinkenden Wasserfläche vermutet, der wird enttäuscht, da der Lipno ein durch Menschenhand geschaffenes Binnengewässer ist, nicht etwa wie der Bodensee, das „Schwäbische Meer".

 

Die Große Synagoge in Pilsen

Samstag, 29 Oktober 2011

Neulich war es wieder einmal soweit. Eine Fahrt in die „Hauptstadt" stand auf dem Programm. In welche Hauptstadt? Selbstverständlich in die westböhmische, nämlich Pilsen. Es muss ja nicht ständig Prag auf der Tagesordnung stehen. Immerhin ist Pilsen nicht nur die größte Stadt Westböhmens, darüber hinaus bereitet sich die Stadt auch auf die Übernahme des Titels einer „Kulturhauptstadt 2015" vor und wird damit, zumindest auf ein Jahr, Prag den Rang ablaufen. Gerne brüstet sich man in Prag mit diversen „Kleinigkeiten", aber Pilsen hat durchaus einige Vorteile vor der Hauptstadt. - Dabei soll einmal das „Pilsner Urquell" außer acht gelassen.

 

Impressionen aus der Moldaustadt Český Krumlov/Krumau

Sonntag, 18 Dezember 2011

Es war einmal wieder soweit, ein Besuch in der Vltava-Stadt Český Krumlov stand nach langer Zeit auf dem Besuchsprogramm. Dieses Mal als Mitglied einer Reisegesellschaft aus Horní Planá/Oberplan im Rahmen des Seminars „Heimatliche Bräuche zu Advent und Weihnachten", das im dortigen Centrum Adalberta Stiftera abgehalten wurde. Dabei hatte die Reiseleitung die ortskundige Emma Marxová vom Šumavaverein Krmlov übernommen.

 

Keine Christmette in Ottau

Donnerstag, 08 Dezember 2011

Überall verbreitet sich in diesen Tagen weihnachtliche Stimmung, die durch verschiedene Symbole versinnbildlicht wird, wozu geschmückte Nadelbäume oder die traditionellen Krippen gehören. Überall wird der Betrachter auf die kommenden Weihnachtstage eingestimmt. Auch im Böhmerwald gehörten die oft alten Krippen in Haus oder Kirche mit dazu. Vielerorts sind diese wie die einstige Bevölkerung verschwunden. So stehen erhalte Kirchen oft leer und einsam in der Waldlandschaft, ohne Nutzung und Inhalt. Den glücklicheren unter ihnen, an manchen Orten, wo die Kirchen den „Sturm der Zeit" einigermaßen überstanden haben, fanden sich in den Jahren nach der Grenzöffnung viele ihrer einstigen Nutzer, um hier die Erinnerungen an ihre Jugendzeit zu pflegen, in denen die Kirchengebäude eine wesentliche Rolle gespielt haben.

 

Lebenslanger Traum ist Wirklichkeit geworden

Dienstag, 06 Dezember 2011

Josef Doblinger, geschäftsführender Gesellschafter einer Bauträger- und Projektentwicklungsgesellschaft in Straßkirchen bei Straubing, könnte eigentlich seit Jahren ein gemütliches „Rentnerdasein" mit seiner Lebensgefährtin Sonja führen. Er könnte reisen, sich erholen von verantwortungsvoller und aufreibender Tätigkeit in der Baubranche. Reisen tun die beiden zwar, und das wöchentlich. Gute zwei Stunden dauert die Fahrt zwischen der immer noch zu leistenden Arbeit im heimischen Straßkirchen und dem zweiten Arbeitsplatz im Schlosshotel Bykov, den „Doblinger und Partner" im Jahre 1997 erworben haben und dem sichtlich seine ganze Liebe gehört.

 

Maria Gojau in Kájov bei Český Krumlov

Donnerstag, 26 Januar 2012

Man komme nicht an einem frühen, kalten Winterabend nach Maria Gojau, will man sich mit den historischen Gegebenheiten und Schönheiten des Ortes vertraut machen. Es sei denn, der ausgezehrte Wallfahrer entschließt sich, hier auch zu nächtigen, um dann am darauffolgenden Tag die Aura der Lokalität auf sich wirken zu lassen, durch eine Facette der böhmischen, tschechoslowakischen und tschechischen Geschichte, zusammengesetzt aus Freude, Trauer und Hoffnung.

 

Minibrauerei Groll hält an der Biertradition fest

Sonntag, 16 Dezember 2012

Vor 170 Jahren zeigte der Bayer Josef Groll den Pilsnern, was unter bayerischem Reinheitsgebot zu verstehen ist. Das CeBB in der Oberpfalz unterstützt „Maßgebend" Pilsen auf dem langen Weg zur Kulturhauptstadt.

Man darf doch wohl ohne zur Übertreibung zu neigen behaupten, dass die Stadt Pilsen in der gesamten Bier-Welt ein gerüttelt Maß an Ansehen genießt. Nun ist die Maß ja eigentlich ein mehr ureigenes bayerisches Quantum, aber zwei Halbe gehen ja auch auf die Maß. Und nicht nur in Pilsen gehen zahllose frischgezapfte Halbe über die Theken, für deren Ausschank die ortsansässigen „Hospodianten" Sorge tragen, für deren reibungslose Belieferung aber die „lokalen" Brauereien zuständig sind. Wer also etwas über das alte bayerische Vorgehen beim Bierbrauen lernen möchte, der komme nach Pilsen – und lasse dann das Fahrzeug aber vorsichtshalber stehen.

 

Mittelalterliches Dorf Bärnau

Donnerstag, 08 September 2011

Nur drei Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entsteht ein außergewöhnliches Projekt – der Nachbau einer frühmittelalterlichen slawischen Siedlung aus dem 10. Jahrhundert. Die seit 2010 stattfindenden Aufbauarbeiten haben noch nicht einmal die Hälfte des geplanten Umfangs erreicht, trotzdem bietet der Geschichtspark bereits mehrere Bauten zur Ansicht.

Das größte Bauwerk ist der Nachbau einer Holzburg vom Typ Motte – einer üblichen Burg des niederen Adels, welcher sich keine teuren Steinburgen leisten konnte. Es handelt sich um einen künstlich angelegten Erdhügel umgeben von einem Wassergraben. Dieser ist dann mit einem aus der Waldnaab gespeisten Teich verbunden. Auf dem Erdhügel – der Motte – befindet sich ein Holzturm, umgeben von einer Palisadenbefestigung. Daneben wurden mehrere Wohn- und Nutzbauten errichtet – ein Stall, ein Grubenhaus oder ein einfaches Blockhaus.

 

Schlackenwerth an der Eger/ Ostrov nad Ohři

Mittwoch, 15 Februar 2012

„Schlackenwerth liegt am Fuße des Erzgebirges in einer schönen und reizenden Ebene. Die Einwohner beschäftigen sich größtentheils mit der Feldwirthschaft. Der Verkehr ist ein recht lebhafter. Nach Karlsbad, Joachimsthal, Lichtenstadt und weiter nach Sachsen führen sehr gut erhaltene Straßen, um deren Herstellung sich der Großherzoglich Toskanische Herrschaft Schlackenwerther Wirtschaftsdirektor Maximilian Fürtner besondere Verdienste erwarb, weshalb ihm auch am 31. Jänner 1836 die kleine goldene Ehrenmedaille verliehen wurde. – Der Großherzogliche Park mit seinem herrlichen im italienischen Style erbauten Gartenhause und seinen von hundertjährigen Eichen beschatteten anmuthigen Spaziergängen, wird in den Sommermonaten besonders von Karlsbader Kurgästen sehr häufig besucht." – P. Wenzl Sommer

 

Schloss Bilovec - am anderen Ende Tschechiens?

Mittwoch, 15 Februar 2012

Das Schloss von Bilovec im früheren Wagstadt in Österreichisch-Schlesien oder Mährisch-Schlesien bzw. Moravskoslezský kraj soll aus seinem seit Jahrzehnten andauernden Dornröschenschlaf wieder erweckt werden. Die Beseitigung von Kollateralschäden, die zum Teil noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen, werden nun beseitigt und das Renaissanceschloss erlebt eine neue Blüte

 

Wittingau/Třeboň mit legendären Ahnherren

Samstag, 22 Oktober 2011

Der Name „Wittingau" erinnert an das Geschlecht der Witigonen. Diesen entstammen die Rosenberger, die einst vorherrschende Familie in Südböhmen, deren legendären Ahnherren der Böhmerwaldschriftsteller Adalbert Stifter mit dem „Witiko" ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

 

Zur Quelle ging der Knabe

Sonntag, 16 Dezember 2012

Was ist in der heutigen Zeit nicht alles möglich, vorausgesetzt selbstverständlich, man nimmt diese Annehmlichkeiten auch in Anspruch. Eine schöne Wanderung im Böhmerwald ist selbst im Winter für Nicht-Langläufer kein Ding der Unmöglichkeit, wenn auch unter erschwerten Umständen. Daher ist es besser, für einen langen Gang zum „Ursprung der Moldau", also an die Quelle von Smetanas Inspiration, wieder auf besseres Wanderwetter zu warten. Aber, bevor der Maja-Kalender abläuft, sollen alle Sensationslüsternen doch noch darauf aufmerksam gemacht werden, was ihnen alles entgehen könnte, falls die düsteren Spekulationen der Weltuntergangskamarilla eintreffen sollten. Natürlich könnte ein „Spazier" an die Quelle der Moldau auch einen kleinen Vorgeschmack davon geben, was wird, wenn dort der Borkenkäfer weiterhin sein Werk ungehindert fortführt.