Informationsaustausch als Arbeitsgrundlage

Wissensplattform „Forschung und Innovation“

Ressorts: Bayern, Österreich, Tschechien, Europa, Ausbildung und Arbeitswelt, Region

Artikelinformationen

DATUM

Samstag, 16 November 2013 12:55

Empfehlen

Artikel drucken

Unter Beteiligung von 25 Fachleuten aus den sieben Mitgliedsregionen der Europaregion Donau-Moldau fand am 14.11. die dritte Arbeitssitzung der durch die Oberpfalz betreuten Wissensplattform „Forschung und Innovation" in Chodová Planá im Bezirk Pilsen statt.

Eva Birner, Themenmanagerin der Wissensplattform, begrüßte die Teilnehmer und informierte sie kurz zum aktuellen Stand der bislang erarbeiteten Projektideen. Zentral waren hierbei die Schaffung von Voraussetzungen zur grenzüberschreitenden Anerkennung von sog. Innovationsgutscheinen und die Erstellung einer internetbasierten Kompetenzlandkarte zur Abbildung von Forschungseinrichtungen im Gebiet der EDM. Beide Projekte werden kontinuierlich weiterverfolgt.

 

Martin Reichel, Direktor der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR) in München, erläuterte anschließend den anwesenden Experten die zentralen Punkte von Horizon 2020, dem neuen Rahmenprogramm der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation. Das Programm soll dazu beitragen, Wachstum und Beschäftigung in Europa bis zum Jahr 2020 zu erhöhen, wobei die Steigerung der Innovationskraft in kleinen und mittelständischen Unternehmen ein zentrales Thema bildet. Wichtig für die Europaregion und ihre Experten sei es, so Reichel, ein Konzept für eine „intelligente Spezialisierung" vorzulegen, um die Mittel des Programms effektiv für Projekte nutzen zu können.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden drei Arbeitsgruppen mit den Themen Lebensmitteltechnologie, Biotechnologie und Informatik gebildet, um Gemeinsamkeiten zwischen den Institutionen der beteiligten Experten zu ermitteln und über konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen von grenzüberschreitenden Projekten zu diskutieren. Im Ergebnis konnten drei neue Projektvorschläge in die Arbeit der Wissensplattform eingebracht werden:

● die Etablierung eines gemeinsamen Forschungszentrums für Oberflächenimplantate

● der Aufbau neuer bzw. die Erweiterung und Vernetzung bereits bestehender Metabolomik-Labore zur Erforschung der Stoffwechsel-Eigenschaften von Zellen, Geweben oder Organismen

● die Verbesserung der regionalen EDV-Infrastruktur für biologische Themen.

Einig waren sich die Fachleute in den Arbeitsgruppen zudem, dass der Informationsfluss zwischen den sieben Mitgliedsregionen der EDM noch optimiert werden muss, um die jeweiligen Ansprechpartner besser kenntlich zu machen und so die Vernetzung von Institutionen weiter zu fördern. Dies soll über entsprechende Informationsdatenbanken zu den jeweiligen Fachbereichen gewährleistet werden.

Die nächste Sitzung der Wissensplattform „Forschung und Innovation" wird im Frühjahr 2014 abgehalten. Bis dahin ist vorgesehen, die bestehenden Projektansätze weiter zu konkretisieren und für eine zeitnahe Umsetzung vorzubereiten.

Gefördert wird das Projekt Europaregion Donau-Moldau in der Oberpfalz durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie durch das Ziel-3-Programm Freistaat Bayern – Tschechische Republik.

 

Quelle(n)

Bezirk Oberpfalz/Pressest.