Wasser – und Umweltschutz als grenzüberschreitende Aufgabe

Ressorts: Bayern, Energie, Tschechien, Europa, Umweltschutz, Region, Umwelt

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Mittwoch, 02 April 2014 09:14

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Wasser als verbindendes Element in der Europaregion Donau-Moldau: Experten der Oberpfälzer Wissensplattform „Forschung und Innovation“ legen in Vodňany Grundstein für künftige Kooperationen. 

Wasser und Umweltschutz waren die großen Themen beim Workshop der Wissensplattform „Forschung und Innovation“ am 27.03.2014 in Vodňany (Kreis Südböhmen). Aus allen sieben Mitgliedsregionen der Europaregion Donau-Moldau kamen hierzu Fachleute in das neu eröffnete „internationale Umwelt-, Bildungs-, Beratungs- und Informationszentrum für Wasserschutz Vodňany“ in Südböhmen. So informierten sich unter anderem Vertreter des Wasserclusters Lunz (Niederösterreich), des Biologischen Zentrums Budweis und des Teichwirtschaftlichen Beispielsbetriebs Wöllershof (Oberpfalz) gegenseitig über ihre Aktivitäten und loteten gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten aus. Aber auch Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der TU München sowie von der Karlsuniversität Prag zählten zu den geladenen Gästen. Studenten der Fakultät für Fischerei und Wasserschutz der Universität Südböhmen nutzten die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte vor dem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag des Leiters des Nationalparks Šumava (Böhmerwald), Jiří Mánek. Zusammen mit Miroslav Böhm (Abteilung Natur- und Landschaftsschutz) informierte er über das Wasserökosystem des Nationalparks und über die negativen Konsequenzen des Klimawandels für den Wald. Unter Moderation von Eva Birner, Themenmanagerin der Wissensplattform und Organisatorin der Veranstaltung, entspann sich eine angeregte Diskussion über den Status des Nationalparks als besonders geschütztes Gebiet sowie Konsequenzen, die sich daraus für Tourismus, Gewässermonitoring und Schädlingsbekämpfung ergeben. Auch der Austausch mit der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald – beim Workshop vertreten durch Herrn Burkhard Beudert, Sachgebiet Naturschutz und Forschung – wurde thematisiert. Bei der abschließenden Führung über das Gelände des Umweltzentrums gewährte Prof. Otomar Linhart, Dekan der Fakultät für Fischerei und Wasserschutz, praktische Einblicke in die einzelnen Wasserforschungsstationen in Vodňany. Gefördert wird das Projekt Europaregion Donau-Moldau in der Oberpfalz durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie durch das Ziel-3-Programm Freistaat Bayern – Tschechische Republik.

Quelle(n)

EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn