Neues aus Böhmen 27_3

Ressorts: Nordböhmen, Südböhmen, Böhmen, Tschechien, Westböhmen, Region

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Dienstag, 27 März 2012 13:43

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Zentrum für Roma-Rechte gegen zentrale Tests von Schülern

Das europäische Zentrum für die Rechte der Roma hat sich am Montag gegen flächendeckende Tests von Schülern der fünften und neunten Klasse ausgesprochen. Dies führe nur zu einer weiteren Segregation von Roma. Laut den Plänen des Bildungsministeriums sollen die Schulen ihre Gelder gemäß dem Abschneiden der Schüler bei diesen Tests erhalten, erklärte Marek Szilvási von der NGO. Dies könne aber dazu führen, dass die Schulen, anstatt schwächere Kinder zu fördern, versuchen würden, diese auf „Sonderschulen" abzuschieben. Die Organisation kritisiert die Tschechische Republik schon lange dafür, dass Roma-Kinder häufig auf Sonderschulen abgeschoben werden, obwohl sie keine mentalen Schwächen haben.

 

EvoBus baut Produktionsstätte in Tschechien aus

Die Firma EvoBus Bohemia baut ihre Produktionsanlagen im Westböhmischen Holýšov / Holeischen aus. Die Tochterfirma der deutschen Daimler AG wird eine weitere Halle zum Aufbau von Stadt- und Fernbussen errichten. Die Halle sei nötig zur Produktion einer neuen Modellreihe, die in den nächsten Monaten auf den Markt komme, so Andreas Peter, Produktionschef der EvoBus GmbH. Durch die Investitionen entstehen etwa 70 neue Arbeitsplätze, in der Mehrzahl für Schweißer und Maschinenbauer. EvoBus ist seit 13 Jahren in Holýšov / Holeischen ansässig und hat seitdem mehr als eine Milliarde Kronen (40 Millionen Euro) in Westböhmen investiert.

Obdachlosenasyle in Prag auch im Frühling ausgelastet

Die Obdachlosenasyle in Prag sind auch im Frühling noch fast vollständig ausgelastet. Alleine auf dem Schiff „Hermes" übernachten zwischen 180 und 190 Menschen, so der stellvertretende Bürgermeister für Soziales, Ivan Kabický. Das Schiff bietet den Obdachlosen nicht nur einen Schlafplatz sondern auch Waschplätze und medizinische Versorgung sowie rechtliche und psychologische Beratung. Mit dem kommenden Sommer rechnet das Prager Zentrum für soziale Dienste, das vier Obdachlosenasyle in der Stadt betreibt, mit einem Rückgang der Zahlen. Im Sommer seien die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht nicht mehr so groß und das Angebot an Saisonarbeit auf Baustellen und im Gartenbau steige, so ein Sprecher des Zentrums. Und das Interesse an Arbeit sei unter Prager Obdachlosen groß, hieß es weiter.

Tscheche wegen Autodiebstahls in 138 Fällen in Österreich festgenommen

Die österreichische Polizei hat einen Tschechen gefasst, der mindestens 138 Autos gestohlen und verschoben haben soll. Nach längerer Observierung sei der Verdächtige kürzlich auf frischer Tat ertappt worden, berichtete Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Montag in Wien. Der Dieb, der von Tschechien aus operierte, habe sich in den vergangenen Jahren auf die Marken Škoda und VW Golf spezialisiert. An der slowenisch-kroatischen Grenze war ein Auto mit tschechischen Kennzeichen und gefälschten Papieren aufgefallen und hatte die Fahnder auf die Spur der internationalen Autoschieberbande gebracht. Im Hotelzimmer des mutmaßlichen Täters stellte die Polizei Kennzeichen, Zulassungspapiere, Autobahnvignetten, Plaketten für Fahrgestellnummern und Einbruchswerkzeug sicher, wie Oberst Georg Rabensteiner von der Wiener Polizei erklärte.

Bürgerinitiative Holešovská výzva fordert zu weiteren landesweiten Protesten gegen die Regierung auf

Die Bürgerinitiative Holešovská výzva (Aufruf von Holešov), die in den letzten Wochen mehrere gegen die Regierung gerichtete Protestkundgebungen organisiert hat, fordert zu weiteren landesweiten Protesten auf. Sie will die so genannten gelben Donnerstage veranstalten. Die Bürger sollen sich donnerstags um 17 Uhr auf Zentralplätzen ihrer Städte versammeln und die Forderung nach dem Rücktritt des Kabinetts Nečas durch eine gelbe Anstecksnadel unterstützen. Interessenten können sich auch einer Unterschriftensammlung anschließen, in der die Regierung zur Demission aufgefordert wird.

Zusammengestellt von: W. Ackermann 

Quelle(n)

Radio Praha