Mitgliederversammlung des Trägervereins Europaregion Donau-Moldau

Ressorts: Europa, Politik, Region

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Donnerstag, 12 November 2015 16:42

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Am 5. November kamen die Vertreter des Trägervereins Europaregion Donau-Moldau zu ihrer 4. ordentlichen Mitgliederversammlung in den Räumen der Regierung von Niederbayern zusammen. Im Rahmen der Neuwahl des Vorstands wurde Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich als Vorsitzender bestätigt. Der Passauer Landrat Franz Meyer, Sprecher der niederbayerischen Landräte, wurde als Stellvertreter gewählt. Als Beisitzer fungieren weiterhin der Regener Landrat Michael Adam sowie Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing. Als weiteren Beisitzer bestellten die Mitglieder des Trägervereins den Freyunger Landrat Sebastian Gruber. Er ersetzt den Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter, der wegen anderer beruflicher Verpflichtungen nicht mehr zur Wahl angetreten war. Die Landkreise Straubing-Bogen und Rottal-Inn stellen die Rechnungsprüfer, die Stadt Passau den Schriftführer.

 

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Rückblick auf Projekte des laufenden Jahres der Europaregion Donau-Moldau und der Wissensplattformen, die aus sieben länderübergreifenden Expertenforen bestehen. Außerdem wurde der Wirtschaftsplan 2016 vorgestellt und ein Ausblick auf künftige Aktivitäten des Trägervereins erteilt.

Neue Finanzierung durch den Bezirk

Grundlegende Änderungen ergaben sich in Punkto Finanzierung: Der Trägerverein Europaregion Donau-Moldau wird für die kommende Projektlaufzeit bis 2017/18 vom Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (STMFLH) gefördert. Die Kofinanzierung übernimmt der Bezirk Niederbayern. Ferner trägt der Landkreis Altötting einen Teil der Aufwendungen. In den ersten drei Jahren waren die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte sowie die große Kreisstadt Deggendorf dafür aufgekommen. Dazu der Vorsitzende Dr. Olaf Heinrich: „Der Bezirkstag von Niederbayern ist der einstimmigen Bitte der niederbayerischen Landräte gerne nachgekommen und hat die Verantwortung für die Europaregion übernommen. Analog zur Oberpfalz stellen wir nun die Finanzierung sicher."

Personelle Veränderungen wird es in der Geschäftsstelle in Freyung geben. So wird das Bayerische Finanzministerium im Frühjahr 2016 die Ergebnisse eines Entwicklungsgutachtens zum Ausbau der grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen Bayern und der Tschechischen Republik vorstellen. „Ab 2016 sollen zusätzlich zu den zwei bestehenden Projektmanagerinnen zwei weitere Personalstellen gefördert werden. Ziel ist es, ein erweitertes Netzwerkmanagement Bayern-Böhmen sowie ein Beratungsbüro für die EU-Förderprogramme Interreg B und Interreg Europe aufzubauen", so Kaspar Sammer, Geschäftsführer des Trägervereins.

Geplante Aktivitäten für 2016

Über geplante Aktionen der Europaregion Donau-Moldau in Niederbayern informierten die beiden Projektmanagerinnen Kathrin Altmann und Barbara Daferner. Dazu gehören Projekte zum Thema Willkommenskultur. Beispielsweise wird ein Niederbayern-Pass für Neubürger und Fachkräfte, die von Tschechien oder Österreich nach Bayern kommen, erstellt. Darin werden nützliche Informationen und Anlaufstellen aller Landkreise kompakt aufgelistet. Außerdem soll ein Einkaufsführer für den ostbayerischen Raum – ergänzt durch touristische Wander- und Radwegekarten – Besucher aus Tschechien und Österreich anlocken.

Sprachkompetenz als Schwerpunkt

Sprachkompetenz für Tschechisch in Ostbayern wird ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Europaregion. So soll die frühkindliche Erziehung in Kindergärten in tschechischer Sprache angeboten werden sowie entsprechender Unterricht an weiterführenden Schulen der Grenzregion. Als visionäres Projekt entsteht gegenwärtig ein Konzept für das Dorf der Zukunft im ländlichen Raum.

Der breiten Öffentlichkeit präsentiert sich die Europaregion nächstes Jahr unter anderem auf der Dreiländermesse in Passau sowie bei der Landesausstellung „Bier in Bayern" in Aldersbach. Hierfür werden derzeit Bierdeckel mit den Logos der Landesaustellung und der Europaregion gedruckt, die dann in hiesigen Wirtshäusern verteilt werden sollen. Ebenfalls in Vorbereitung sind Autobahnschilder, die auf die Europaregion Donau-Moldau hinweisen und die an ausgesuchten Standorten entlang der niederbayerischen Autobahnabschnitte platziert werden sollen.

 

Quelle(n)

Reg. Niederbay.-Pressestelle