Fast 400.000 Euro Unterstützung vom Heimatministerium für die Europaregion Donau-Moldau in Niederbayern und den Landkreis Altötting

Förderbescheid für regionale Initiativen in München übergeben

Ressorts: Niederbayern, Unternehmen und Märkte, Europa, Politik, Region, Wirtschaft

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Samstag, 21 November 2015 19:33

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Die Regionen fit machen für die Zukunft - die Attraktivität von Stadt und Land gleichermaßen steigern - einen Beitrag leisten zur Bewältigung der Bundeswehrreform: aus diesen Gründen fördert der Freistaat mit 18 Förderbescheiden über rund 3,8 Millionen Euro Regionalmanagements und Konversionsmanagements aus ganz Bayern. „Mit der Förderung von Regionalmanagements werden die Weichen gestellt, um die Herausforderungen des demografischen Wandels anzugehen und in wichtigen Zukunftsthemen gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln," betonten Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker bei der Übergabe der Förderbescheide am Dienstag (17.11.) in München. Themen der Regionalmanagements sind beispielsweise Bildung, Fachkräfte, regionale Identität, Wettbewerbsfähigkeit oder Siedlungsentwicklung. „Mit der Förderung von Konversionsmanagements werden Kommunen bei der Begleitung des Konversionsprozesses als Folge der Aufgabe oder Verkleinerung von Bundeswehrstandorten und US-Stützpunkten unterstützt. Das Heimatministerium stärkt damit den ländlichen Raum und nutzt die dort vorhandenen Potentiale noch gezielter", so Söder und Füracker weiter.

 

Die Koordinierungsstelle Ländlicher Raum Niederbayern und Altötting der Europaregion Donau-Moldau bekommt durch die beiden Bescheide knapp 400.000 Euro an Ko-Finanzierung für die Jahre 2016-2018.

In dieser Zeit sollen neben der Betreuung der Wissensplattform Hochschulkooperationen, der Presse und Öffentlichkeitsarbeit auch verstärkt Projekte zum Thema Willkommenskultur bearbeitet werden. Beispielsweise wird ein Niederbayern-Pass für Neubürger und Fachkräfte, die von Tschechien oder Österreich nach Bayern kommen, erstellt. Darin werden nützliche Informationen und Anlaufstellen aller Landkreise kompakt aufgelistet. Außerdem soll ein Einkaufsführer für den ostbayerischen Raum – ergänzt durch touristische Wander- und Radwegekarten – Besucher aus Tschechien und Österreich anlocken.

Die Sprachkompetenz für Tschechisch in Ostbayern wird ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Europaregion. So soll die frühkindliche Erziehung in Kindergärten in tschechischer Sprache angeboten werden sowie entsprechender Unterricht an weiterführenden Schulen der Grenzregion. Als visionäres Projekt entsteht gegenwärtig ein Konzept für das Dorf der Zukunft im ländlichen Raum.

Landrat Michael Adam, der stellvertretend für den Vorstand der EDM von Staatsminister Söder den Förderbescheid entgegennahm, freute sich sehr über die Unterstützung des Heimatministeriums, da das Projekt Europaregion Donau-Moldau aus seiner Sicht eine Initiative darstellt, die der gesamten Region noch viele Entwicklungschancen bieten wird.

1. Vorsitzender Dr. Olaf Heinrich würdigte das Engagement des Heimatministeriums in besonderer Weise und stellte fest, dass man auf einem guten Weg ist, den erfolgreichsten Grenzräumen Europas auf Augenhöhe begegnen zu können. „Wir wollen mit der Europaregion einen Raum mit höchster Lebensqualität schaffen und werden dafür für die Menschen in unseren drei Ländern mit allem Nachdruck arbeiten" so Dr. Heinrich.

 

Quelle(n)

Europaregion Donau-Moldau e.V.