Neues aus Böhmen 27_3

Dienstag, 27 März 2012 – Prag

Zentrum für Roma-Rechte gegen zentrale Tests von Schülern

Das europäische Zentrum für die Rechte der Roma hat sich am Montag gegen flächendeckende Tests von Schülern der fünften und neunten Klasse ausgesprochen. Dies führe nur zu einer weiteren Segregation von Roma. Laut den Plänen des Bildungsministeriums sollen die Schulen ihre Gelder gemäß dem Abschneiden der Schüler bei diesen Tests erhalten, erklärte Marek Szilvási von der NGO. Dies könne aber dazu führen, dass die Schulen, anstatt schwächere Kinder zu fördern, versuchen würden, diese auf „Sonderschulen" abzuschieben. Die Organisation kritisiert die Tschechische Republik schon lange dafür, dass Roma-Kinder häufig auf Sonderschulen abgeschoben werden, obwohl sie keine mentalen Schwächen haben.

 

Neues aus Böhmen

Donnerstag, 19 Januar 2012

Polizeipräsident Lessy will neue Anti-Korruptionseinheit aufstellen

Polizeipräsident Petr Lessy möchte eine neue gesamtstaatliche Spezialeinheit zur Ermittlung bei Korruptionsverdacht aufstellen. Kern der neuen Einheit könne die bereits bestehende Abteilung zur Aufdeckung von Korruption und Wirtschaftskriminalität werden. Die neue Einheit solle direkt dem Polizeipräsidenten unterstellt sein und nur mit den „Besten der Besten“ besetzt werden, sagte Lessy auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

 

Neues aus Böhmen (5.2.)

Montag, 06 Februar 2012

Verzögerte Auszahlung der Sozialhilfe soll von Koalitionsspitzen besprochen werden

Die Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV), der kleinste Koalitionspartner in der regierenden Mitte-Rechts-Koalition, hat am Sonntag gefordert, ein Treffen der Koalitionsspitzen einzuberufen, um die verzögerte Auszahlung der sozialen Hilfsleistungen zu erörtern. Das sagte der Fraktionsvorsitzende der Partei, Vít Bárta, am Sonntag dem Privatfernsehsender Prima Family.

 

Stadt der Künstler und Sagen

Freitag, 18 November 2011

Mit dem Wind, der durch die Gassen von Louny (Laun an der Eger) weht, streift ein Stück böhmische Geschichte um die von Laternen erhellten Häuserfassaden. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts im Besitz des Benediktinerklosters Kladruby wurde die Stadt bereits 1260 unter König Ottokar II. zum belebten Handelszentrum zwischen Dresden und Prag. Heute kann von lebendigem Treiben in der 20.000-Einwohner-Stadt nur noch an einem sonnigen Samstag Nachmittag die Rede sein, wenn junge Familien aus der Wohngegend hinter den noch gut erhaltenen Stadtmauern und Touristen durch die Pražská – die „Prager Straße", die in vielen tschechischen Kleinstädten die Einkaufsmeile darstellt – schlendern und in den kleinen Cafés und Eisdielen Halt machen.

 

Vier Gemälde des Kubisten Filla aus Schloss Peruc gestohlen

Samstag, 19 November 2011

Vier Gemälde des tschechischen kubistischen Malers Emil Filla sind in der Nacht auf Freitag aus dem nordböhmischen Schloss Peruc / Perutz gestohlen worden. Der Diebstahl wurde am frühen Freitagmorgen bei der Polizei gemeldet. Nach Angaben des Tschechischen Rundfunks (Inlandssendungen) waren die Werke im Wert von etwa drei Millionen Euro nicht versichert. Welche Gemälde entwendet wurden, wollte die Polizei aus Ermittlungsgründen nicht bekanntgeben.