Neues aus Böhmen (5.2.)

Ressorts: Nordböhmen, Südböhmen, Böhmen, Tschechien, Westböhmen, Politik, Region

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Montag, 06 Februar 2012 12:53

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Verzögerte Auszahlung der Sozialhilfe soll von Koalitionsspitzen besprochen werden

Die Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV), der kleinste Koalitionspartner in der regierenden Mitte-Rechts-Koalition, hat am Sonntag gefordert, ein Treffen der Koalitionsspitzen einzuberufen, um die verzögerte Auszahlung der sozialen Hilfsleistungen zu erörtern. Das sagte der Fraktionsvorsitzende der Partei, Vít Bárta, am Sonntag dem Privatfernsehsender Prima Family.

 

Der Regierungssprecher wollte ein Treffen der Koalitionspitzen in der nächsten Woche jedoch nicht bestätigen. Die Situation bei der Auszahlung sei ernst, einen Rücktritt des Arbeitsministers, Jaromír Drábek, fordere er jedoch nicht, erklärte Bárta. Die Auszahlung der sozialen Hilfeleistungen verzögert sich seit Jahresbeginn aufgrund einer Reform der zuständigen Behörden. Die Mittel werden nun zentral von den Arbeitsämtern ausgezahlt. Dazu hatten die Arbeitsämter zahlreiche Angestellte der Rathäuser übernommen und eine neue Software eingeführt. Weil aber gerade diese Software nicht richtig funktioniert, mussten die Angestellten an den Wochenenden Sonderschichten fahren. Die rechtzeitige Auszahlung konnte jedoch trotzdem nicht gewährleistet werden.

Tschechen sparen bei Bekleidungs- und Schuhkauf

Die Wirtschaftskrise hat das Einkaufsverhalten der Tschechen bei Kleidung und Schuhen geändert. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Incoma GfK hervor. Danach kaufen mehr Leute als früher Kleidung oder Schuhe nur noch bei Preisermäßigungen oder Ausverkaufsaktionen. Waren es im Jahr 2009 noch 65 Prozent, gaben in der aktuellen Untersuchung bereits 79 Prozent an, vermehrt auf Angebote zu achten. 33 Prozent davon gaben an, generell nur noch verbilligte Sachen zu kaufen und 29 Prozent kaufen generell weniger Kleidung.

Schlecker will in Tschechien weiter investieren

Die angeschlagene Drogeriekette Schlecker will in Tschechien weiter investieren. Obwohl in Deutschland das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, will die Firma im Jahr 2012 ihre Läden in Tschechien modernisieren und neue Geschäfte eröffnen. Das sagte der Direktor der tschechischen Tochterfirma, Petr Doležal, der Presseagentur ČTK. Am meisten schade dem Unternehmen die Panik, die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgekommen sei, so Doležal weiter, dabei habe man sich bereits die Mehrheit der Lieferanten bereit erklärt, weiter mit der Drogeriekette zusammenzuarbeiten. Schlecker betreibt 7000 Filialen und 3000 weitere Geschäfte in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal. Zu Ende 2011 arbeiteten 30.000 Angestellte in Deutschland und 17.000 Angestellte im Ausland für den Discounter.

Tschechische Bahnen führen spezielle Abteile nur für Frauen ein

Die Tschechischen Bahnen wollen spezielle Abteile nur für Frauen einführen. Vor allem in den Expresszug- und Eurocityverbindungen nach Österreich, Deutschland und in die Slowakei sollen diese Abteile eingerichtet werden, so eine Sprecherin der Bahngesellschaft. Diese Abteile sollen Frauen und Mädchen ein besseres Sicherheitsgefühl geben. Viele Frauen würden sich unwohl fühlen, wenn sich in einem geschlossenen Raum mit Männern sitzen müssen, ergänzte die Sprecherin. Spezielle Abteile für Frauen sind in Europa bislang nicht besonders verbreitet, die österreichischen Bahnen bieten sie auf ihren IC/EC-Verbindungen an.

v. W. Ackermann zusammengestellt

 

Quelle(n)

Radio Praha