Präsidium der Europaregion Donau-Moldau tagte in Nepomuk (Bezirk Pilsen)

Günstige Voraussetzungen für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Ressorts: Europa, Politik, Region

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Montag, 09 November 2015 12:58

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Die historische Altstadt von Nepomuk bot den passenden Rahmen: am Freitag trafen sich die Mitglieder des politischen Präsidiums der Europaregion Donau-Moldau erstmalig im Bezirk Pilsen. Eingeladen zu der Zusammenkunft hatte der Vizehauptmann des Pilsener Bezirks, Ivo Grüner, der gegenwärtig den Vorsitz in der Europaregion führt.

Im Zentrum des Gesprächs standen neben den Haushaltsplanungen für das Jahr 2016 und der Festlegung der Vorsitzschaft für die kommenden Jahre vor allem die aktuellen Ergebnisse der sieben Wissensplattformen der Europaregion. Hier konnten in den vergangenen Monaten weitere Erfolge erreicht werden. So liegt aus der Wissensplattform „Forschung und Innovation", die von der Oberpfalz betreut wird, seit kurzem eine Broschüre vor, die einen Überblick über die Europaregion Donau-Moldau als Innovationsstandort vermittelt. Weiterhin konnten eine bayerisch-böhmische Studienexkursion zum Thema „Wasserbiologie" und ein Forschungsaufenthalt von zwei Gastprofessoren aus Jihlava (Region Vysočina) an der Hochschule Landshut umgesetzt werden. Aktuell arbeitet die Wissensplattform an den Themen Metabolomik, Umweltschutz, Elektrotechnik und Medizintechnik. Auf letzterem Gebiet soll im Februar 2016 in Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden ein großer Medizintechnik-Kongress in Weiden durchgeführt werden, zu dem man rund 100 internationale Teilnehmer erwartet.

 

Dabei sind die Voraussetzungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit derzeit besonders günstig. Wie der Oberpfälzer Bezirkstagspräsident Franz Löffler den Sitzungsteilnehmern berichtete, wird das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat im Frühjahr 2016 die Ergebnisse eines neuen Entwicklungsgutachtens zum weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen Bayern und der Tschechischen Republik vorstellen. Schon jetzt ist bekannt, dass hierfür so genannte „Beratungsbüros" in Grenznähe eingerichtet werden sollen, mit denen auch die Tätigkeit der Europaregion Donau-Moldau positiv unterstützt wird. Löffler begrüßte diese Initiative des Freistaats, richtete aber zugleich den Appell an die tschechischen Präsidiumsmitglieder, für eine entsprechende Struktur in ihren Regionen zu sorgen: „Die Signale aus München eröffnen uns neue Potenziale und verstärken unsere Arbeit. Es liegt nun an uns, dieses Angebot zu ergreifen und gemeinsam im Sinne unserer Region auszugestalten", so der Bezirkstagspräsident.

Nächstmalig tritt das Präsidium der Europaregion Donau-Moldau im Februar 2016 zusammen. Bis dahin sollen bereits weitere Ergebnisse aus den Wissensplattformen vorliegen und erste Schritte zur praktischen Umsetzung des Entwicklungsgutachtens im Rahmen der Europaregion diskutiert werden.

 

Quelle(n)

Bezirk Oberpfalz/Pressest.