Vier Gemälde des Kubisten Filla aus Schloss Peruc gestohlen

Ressorts: Nordböhmen, Tschechien, Museen und Galerien, Kultur

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Samstag, 19 November 2011 17:43

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Vier Gemälde des tschechischen kubistischen Malers Emil Filla sind in der Nacht auf Freitag aus dem nordböhmischen Schloss Peruc / Perutz gestohlen worden. Der Diebstahl wurde am frühen Freitagmorgen bei der Polizei gemeldet. Nach Angaben des Tschechischen Rundfunks (Inlandssendungen) waren die Werke im Wert von etwa drei Millionen Euro nicht versichert. Welche Gemälde entwendet wurden, wollte die Polizei aus Ermittlungsgründen nicht bekanntgeben.

 

Der Zeitgenosse von Picasso und Braque gehörte zu den bekanntesten Vertretern des tschechischen Kubismus. Der im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktive Filla (1882-1953) wurde im Jahr 1939 verhaftet und war bis 1945 in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau interniert. Filla bewohnte nach 1945 einen Teil des Schlosses Peruc. In dem Teil befindet sich heute ein Museum mit Original-Möbeln, in dem Fillas Werke und Kunstsammlungen ausgestellt sind. Es handelt sich um eine Zweigstelle der Benedikt-Rejt-Galerie aus Louny / Laun. Das Schloss befindet sich im Besitz zweier britischer Bürger.

(Till Janzer)

Quelle(n)

Radio Praha