Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ am 23.12.1989 - ein historischer Tag für Waidhaus

Ausstellung im Rathaus: Waidhauser Grenzgeschichte(n)

Ressorts: Oberpfalz, Tschechien, Region, Kultur, Hintergrund, Ausstellung

Artikelinformationen

Autor

Karl W. Schubsky

DATUM

Mittwoch, 20 Januar 2016 19:59

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Der seit dem Jahre 2006 bestehende Heimatkundliche Arbeitskreis Waidhaus e. V. nimmt sich seit seiner Gründung in immer wieder neuen Ausstellungen Themen aus der Marktgeschichte an. - Der an der bayerisch-böhmischen Grenze gelegene Markt Waidaus mit seinem Grenzübergang zum westböhmischen Roßhaupt hat im Rahmen seiner Geschichte viel zu bieten.

 

Die immer abwechslungsreichen und interessanten Themen werden in Ausstellungen aufgerabeitet, danach im Rathaus des oberpfälzer Marktes auch für die breite Öffentlichkeit während der allgemeinen Öffnungszeiten zu besichtigen sind. Zusätzlich zur den Ausstellungen werden begleitende Dokumentationen zusammengestellt und als begleitende Schriften veröffentlicht, von denen für die jetzt verlängerte und aktuelle Ausstellung „Waidhauser Grenzgschichte(n)" Heft 9 vom Heimatkundlichen Arbeitskreis im August 2015, zum Preis von 6 Euro, herausgegeben worden ist. - Vorsitzender der unermüdlichen Hobby-Forscher ist Josef Forster.

Die Ausstellung „Waidhauser Grenzgschichte(n)" beschäftigt sich mit einem brisanten Bereich der Zeitgeschichte aus der Zeit des „Kalten Krieges", als der Markt noch im Schatten des sog. „Eisernen Vorhangs" lag und behandelt den Zeitraum bis 1989, der grüne Grenze und den Grenzanlagen dahinter und dokumentiert, was der „Eiserne Vorhang" war und was er bis zu seinem Fall bedeutete. Aber auch mit den Folgen der Grenzöffnung seit 1989 für Waidhaus - Verkehr, Kriminalität, Arbeitsplätze, Wirtschaft.

Zum Begleitband der Ausstellung „Waidhauser Grenzgschichte(n)"

Heft 9 ist eigentlich schon fast ein Buch mit seinen beinahe 200 durchgängigen Farbseiten, das als stattliches Zeitdokument sich ausführlich den "Veränderungen und Bildern der Grenze" widmet. Der Inhalt des Heftes ist so zusammengestellt und aufbereitet, dass auch diejenigen Leser, die nicht so intensiv mit der Grenze oder dem Grenzübergang verbunden sind, einen zusammenhängenden Überblick erhalten. Es geht auf den Grenzübergang und die Ausstellung ein. Neben einer chronologischen Aufstellung folgen die Entwicklung des Grenzübergangs sowie die Grenzüberwachung, berichtet aber auch anhand von Beispielen über einige Begebenheiten aus der Zeit vor 1989. Hier ein Zitat von der Präsentation des Werkes: "Wir hatten einen Luxus, allein bei der Auswahl an Fotos", ließ Vorsitzender Josef Forster die anwesenden Gäste wissen und dankte für die Zusammenstellung und Bearbeitung von „Heft 9" besonders Karl-Heinz Zintl, auf dessen Privatsammlung die neueste Nummer basiert. Die Druckreife erlangte das Buch unter Mitwirkung von Andreas Ringholz, Anja Puff, Karl Ochantel und Josef Forster.

Die Ausstellung ist während der allgemeinen Geschäftszeiten im Rathaus in Waidhaus kostenlos zu besichtigen. Für kleinere und größere Gruppen ist nach vorheriger Vereinbarung auch außerhalb der normalen Zeiten eine Öffnung möglich.

 

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Karl W. Schubsky