„Als Fremde im tschechischen Haus oder gemeinsames Haus Böhmen?

Donnerstag, 14 April 2016 – Selb Karl W. Schubsky

Am ersten Aprilwochenende 2016 traf sich eine Gruppe Interessierter im Hotel Haus Silberbach bei Selb. Der Tagungsort der bayerisch-tschechischen Sozialakademie und der evangelischen Familienerholungsstätte war bewusst so gewählt, weil die Einrichtung sich mit ihren Angeboten über Ländergrenzen hinweg an eine breite Zielgruppe richtet.

Das 3-Tage-Seminar war Teil des Projekts der Seliger-Gemeinde Bayern „Nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden. Zeitzeugnisse von Deutschböhmen in Wort und Schrift", welches aus Mitteln des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds bezuschusst wurde.

 

Veranstaltungen der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

Dienstag, 22 September 2015

Veranstaltungen der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen im

Sudetendeutschen Haus

Mittwoch, 23.09.2015, 19.00 Uhr

Vortrag: Die Südmährische Galerie - Eine Erfolgsgeschichte

Der Gründer der Südmährischen Galerie im niederösterreichischen Retz Dr. Hellmut Bornemann referiert in diesem Vortrag über diese großartige Präsentation des südmährischen Kulturerbes.

Mittwoch, 28.10.2015, 19.00 Uhr

Buchpräsentation von Prof. Dietmar Grieser: „Wege, die man nicht vergisst"

Der Autor beschreibt in seinem Buch seine Kindheit in Oberschlesien, die Flucht nach Bayern, aber auch manch „Böhmisches" wie die "Kaiserstraße" nach Olmütz oder Webers Reise nach Prag

Mittwoch, 11.11.2015, 19.00 Uhr

Offenes Singen: "Auf, auf ihr Wandersleut!"

Herbstsingen mit dem Münchner Chorkreis, der Höhenkirchner Saitenmusi, den Siegertsbrunner Bläser und Sprecher Willi Fries

 

Pflege der jüdischen Kulturgeschichte in Böhmen und Bayern

Samstag, 19 September 2015

Ein deutsch-tschechisches Seminar in den Räumen des Adalbert-Stifter-Zentrums in Oberplan in Südböhmen. Zum Seminarprogramm gehörten die Filmvorführung „Das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Böhmerwald und im Bayerischen Wald", eine Exkursion nach Rosenberg a. d. Moldau und die Eröffnung einer deutsch-tschechischen Ausstellung.

Zu einem besonderen Seminar hatten Dr. Zuzana Finger, die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, und Ing. Jakub Ded von Omnium z. s. dieses Mal nach Oberplan im Böhmerwald eingeladen. Es ergab sich, dass ihr deutsch-tschechisches Seminar gerade an zwei spätsommerlichen Frühherbsttagen kurz vor dem jüdischen Neujahrsfest – Rosch Haschana – im September stattfand. Verschiedene Referenten und Aktivisten stellten ihre oft ganz speziellen Projekte im Rahmen ihrer Auseinandersetzung und Behandlung der über 1000jährigen Geschichte jüdischer Geschichte und Kultur in Bayern und Böhmen vor, alles eben, was unter Pflege jüdischer Kulturgeschichte läuft. Dabei wurde auch klar, wie sensibel der Umgang damit ist und dass man damit in Bayern zum Teil anders Umgangen umgegangen ist, aber auch in der Tschechischen Republik inzwischen neue und bessere Wege gegangen werden! – Eines ist aber ganz ersichtlich, dass der Umgang mit jüdischen Kulturdenkmälern am Beispiel der Judenfriedhöfe in manchen Landesteilen, besonders aber in den Grenzgebiet (siehe z. B. Eger, Franzensbad, Eidlitz oder Staab) schwer im Argen liegt, besonders dort, wo die Anlagen der jüdischen Gemeinschaft weggenommen worden sind.

 

Terminübersicht der Heimatpflege

Montag, 15 Juni 2015

Montag, 22. Juni 2015, 19.00 Uhr

Vortrag: „Böhmische Nationalsymbole – staatliche Repräsentanz und Religion.

Teil 2: Die Burg Karlstein"

Im zweiten Teil unserer diesjährigen Vortragsreihe über das christliche Erbe Böhmens beschäftigt sich Prof. Dr. Stefan Samerski mit der über Böhmens Grenzen hinaus bekannten Burg Karlstein.

Mitveranstalter: Ackermann-Gemeinde in der Erzdiözese München-Freising und

Bundesverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft

 

Bayerisch-Tschechische Landesausstellung 2016/17 „Kaiser Karl IV.“

Montag, 16 März 2015

Nürnberg, 6.03.2015: Am heutigen Freitagmittag unterzeichnen der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle und der Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, den Kooperationsvertrag zur Bayerisch-Tschechischen Lan-desausstellung 2016/17, die in Prag und Nürnberg stattfinden wird.

Karl IV. als Brückenbauer zwischen Bayern und Tschechien

„Mit der ersten bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/2017 wollen Bayern sowie Tschechien die vielfältigen, nicht immer konfliktfreien Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn bewusst machen. Das Haus der Bayerischen Ge-schichte, das Germanische Nationalmuseum und die Nationalgalerie Prag arbeiten hier Hand in Hand. Die 700jährige Wiederkehr des Geburtsjahres des böhmischen Königs Karls IV. und späteren Kaisers des Hl. Römischen Reichs dient dabei als Anlass für die Ausstellung in der Wallenstein-Reithalle in Prag und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die über lange Zeit sehr fruchtbare Nachbarschaft lässt sich auch an der Geschichte der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag nachvollziehen. Viele Orte auf diesem Weg werden in die Landesausstel-lung eingebunden. Die gemeinsame Ausstellung zeigt, dass der Fall der Mauer 1989 den Weg zu einer neuen Freundschaft zwischen den Nachbarn frei gemacht hat", so Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle.

 

Preisträger des 4. Europäischen Essaywettbewerbs gekürt

Donnerstag, 17 April 2014

Über fünfzig Studierende aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Österreich waren dem Aufruf des mittelfränkischen Europaabgeordneten und Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde Martin Kastler (CSU) und seines tschechischen Kollegen Dr. Líbor Rouček (ČSSD) gefolgt: Sie verfassten Essay zum Thema „Was sagt der Umgang mit Minderheiten über den Zustand unserer Demokratie aus?". Vier Teilnehmer des bereits 4. Europäischen Essaywettbewerbs wurden nun im Rahmen des Brünner Symposiums „Dialog in der Mitte Europas" geehrt.

Über die rege Teilnahme und die hohe Qualität der Beiträge zeigte sich Kastler erfreut: „Wenn es um "Menschen am Rande" bei einer mitteleuropäischen Konferenz geht, dann wird man unmittelbar konfrontiert mit der Situation von Minderheiten. Der Umgang mit diesen wird manchmal tabuisiert, ich finde es aber besser, wenn man darüber spricht, um deren persönliche Situation zu verbessern. So kamen wir auf das Thema des diesjährigen Europäischen Essaywettbewerbs." Der Europapolitiker gab auch bekannt, dass neben dem zweiten und dritten Preis zwei Sonderpreise, jeweils eine Reise in das Europäische Parlament in Straßburg, vergeben wurden. An die Aspekte Toleranz bzw. Intoleranz erinnerte der tschechische Europaabgeordnete Rouček in seinem Grußwort in Brünn/Brno und sprach von Europa als einem kleinen Kontinent mit vielen Nationen und Minderheiten. „Wenn wir uns nicht tolerieren, dann gibt es Ereignisse wie in früheren Generationen", stellte er fest und ermunterte dazu, die Lehren aus den Kriegen des 20. Jahrhunderts zu ziehen und die Prinzipien der Menschen- und Bürgerrechte sowie der Demokratie als Basis für das Zusammenleben zu achten. Die Verschiedenheiten sollen kein Hindernis sein", skizzierte er konkrete Aufgaben für die Staaten und auch die EU insgesamt.

 

LiteraturFreitage im Freilichtmuseum Massing

Mittwoch, 10 April 2013

Das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern und das Freilichtmuseum Massing laden auch 2013 wieder zu den LiteraturFreitagen zur Lesereihe „Heimatdichtung lebt" ein. Unter dem Motto „Heimat von Schiefweg bis Chicago" kommen Literaturfreunde an drei Abenden im April und Mai wieder in den Genuss einer Lesung in der historischen Wirtsstube des museumseigenen Heilmeierhofes.

Den Auftakt macht am 12. April 2013 der aus dem Rottal stammende Lyriker Robert Erbertseder (1913 - 2001), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Philipp Ortmeier wird ausgewählte Gedichte dieses fast vergessenen Schriftstellers lesen. Vor allem seine hochsprachlichen Werke, die in der Tradition Hans Carossas stehen, berühren durch ihre kraftvollen und farbenreichen Naturschilderungen. Nahezu unbekannt sind dagegen seine mundartlichen Texte, die den Dichter von einer anderen, humorvollen Seite zeigen.

 

Preis "Brückenbauer - Stavitel mostů" verliehen

Samstag, 23 März 2013

Sechs Persönlichkeiten und zwei Partnerprojekte aus den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen wurden kürzlich in Schönsee mit dem Preis "Brückenbauer - Stavitel mostů"  ausgezeichnet. Bei der Veranstaltung in der historischen Gewölbehalle des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB), die auch heuer unter dem Patronat der Gerresheimer Regensburg GmbH stand, bezeichnete die Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Emilia Müller die bayerisch-tschechische Freundschaft Vorbild für ganz Europa.

Anne Gierlach, Vorsitzende des Trägervereins Bavaria Bohemia e.V., CeBB-Leiter Hans Eibauer und Václav Vrbík, Repräsentant der Region Pilsen im CeBB brachten in ihrer Begrüßung zum Ausdruck, dass zwar schon vieles erreicht worden sei, aber auch noch viele Aufgaben warteten. Jiří Struček, stellvertretender Hauptmann der Region Pilsen, betonte in seinem Grußwort, dass "es auch dem Beispiel von mit dem Brückenbauer-Preis Ausgezeichneten zu verdanken sei, dass nach dem Jahr 1989 an die früheren freundschaftlichen Beziehungen angeknüpft werden konnte. Wie bereits ihre Vorgänger würden auch die neuen Preisträger zur weiteren Vertiefung und Ausgestaltung der Einheit Europas beitragen.

15 Jahre „Oberplaner-Gespräche” – Aufgabenstellung erfüllt

Freitag, 24 August 2012

Im Jahre 1997 fanden in Oberplan, dem Geburtsort des Dichters Adalbert Stifter, die ersten „Ober-planer Gespräche" statt – als Seminar, das „Tschechen und heimatvertriebene wie heimat-verbliebene Deutsche aus Böhmen, Mähren und Schlesien, die als Multiplikatoren Verantwortung tragen, zusammenführen und dem Austausch von Meinungen und Erfahrungen dienen" sollte. Der Veranstalter war das „Centrum Adalberta Stiftera / Adalbert-Stifter-Zentrum", ein „zweisprachiges deutsch-tschechisch-österreichisches Studien-, Bildungs- und Begegnungszentrum europäischen Geistes", wie es sich in seinem Untertitel nennt, in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberplan und der Prager „Union für gute Nachbarschaft tschechisch- und deutschsprachiger Länder"

 

„Nachhaltige Impulse für deutsch-tschechische Geschichtsaufarbeitung“

Mittwoch, 01 August 2012

Anlässlich des deutsch-tschechischen Bundes­treffens der Ackermann-Gemeinde in Bautzen (2. bis 5. August 2012) verleiht die Ackermann-Gemeinde ihre Versöhnungsmedaille an die tsche­chische Bürgervereinigung „Antikomplex". Das Treffen, zu dem 400 Teil­nehmer aus Deutschland und Tschechien erwartet werden, steht unter dem Motto „Europa: unsere Verantwortung. Erfahrungen – Herausforderungen – Visionen". Schirmherr ist der tschechische Vizepremier und Außenminister Karel Schwarzenberg.

 

Symposium über die „Wechselfraisch”

Mittwoch, 04 Juli 2012

Rechtzeitig zum 150. Jahrestag des „Wiener Vertrags" vom 24. Juni 1862 kam eine Initiative des Bayerischen Grenzmuseums Schirnding zum Tragen, an dieses historische Ereignis im Rahmen einer eigenen Ausstellung und eines organisierten deutsch-tschechischen Symposiums zu erinnern. Ziel des Projekts sollte sein, das Leben in der „Wechselfraisch" darzustellen und die Verbindungen zwischen den Deutschen und Tschechen im Fraischgebiet aufzuzeigen. Zudem sollten die Gemeinsamkeiten und die Zusammengehörigkeit dieser Region herausgearbeitet werden. Leider bestand aber kein größerer Redebedarf zwischen Deutschen und den heute tschechischen Nachbarn darüber, weil es zum behandelten Thema zwischen beiden Ländern offensichtlich keinen Redebedarf oder Interessenskonflikte zu geben scheint. Korrekt betrachtet tauchen im „Fraisch-Bezirk", als er noch bestanden hat, auch „kaum" Tschechen auf, denn sprachlich und kulturell zählte das ganze Gebiet zum Egerland.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (2)

Freitag, 18 Mai 2012

Der Besuch der „Teufelsmauer", ein weiterer Programmpunkt auf der Agenda des Seminars „Heimatliche Frühlingsbräuche", musste wegen widriger Wetterverhältnisse leider aus dem Programm gestrichen werden, da das schwierige Gelände, durch das der Fußweg dorthin führt, von Regen durchnässt worden war, was eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet hätte. Dieses Risiko wollten die Organisatoren nicht eingehen, da nicht alle Reiseteilnehmer gut zu Fuß waren. Daher ging die Fahrt ohne Unterbrechung weiter, vorbei an Friedberg/Frymburg am südlichen Ufer des Lipno, wo das kürzlich zu Wasser gelassene neue Flaggschiff der Stauseeflotte im Hafen vor Anker lag.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (1)

Freitag, 18 Mai 2012

Anfangs hatte der Wettergott noch ein wenig Mitleid mit den Seminarteilnehmern, die sich von Oberplan aus zu einer nachmittäglichen Busfahrt in Richtung Hohenfurth/Vyšší Brod auf den Weg machten, wo sie sich über die Geschichte des Klosters und seinen Einfluss auf die Region einen Einblick verschaffen wollten. Kaum vor der Klosterpforte in Hohenfurth aber angekommen, meinte er es schon nicht mehr so gut und es begann ein leichter Regenschauer, der aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch tat. - Das alte Kloster an der Moldau war das erste Etappenziel im Rahmen einer Exkursion, die, vom Adalbert-Stifter-Zentrum in Oberplan ausgehend, unter der Leitung von Horst Löffler stattfand, und zu einem Seminar mit dem Titel „Heimatliche Frühlingsbräuche" gehörte, veranstaltet von der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zusana Finger, in Kooperation mit der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.

 

Vergangenheit und Gegenwart eng beieinander

Mittwoch, 02 Mai 2012

Nicht zuletzt ein „deutsch-böhmischer Brückenschlag", so hatte es Andreas Wehrmeyer, seit 2007 Leiter des Sudetendeutschen Musikinstituts in Re¬gensburg, formuliert, sollte das Literarische Cafe sein. Die Veran¬stalter Stadt Bad Kötzting, Sudetendeutsches Musikinstitut, Sudetendeutsche Landsmannschaft Bad Kötzting, Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham e. V und Ackermann Gemeinde Regensburg hätten es sich zur Aufgabe gemacht, die wechselseitigen Beziehungen als „Teil der Zeit" herauszustellen.

 

Alter Schlitten wird neues Schmuckstück

Sonntag, 08 April 2012

Das neue Zentraldepot im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen ist noch nicht fertig, da erfüllt es schon einen Teil seiner Bestimmung: Erstmals wird dort ein sanie-rungsbedürftiges Ausstellungsobjekt vor Ort fachgerecht restauriert. Möglich ist dies, weil im Depot auch neue Werkstätten untergebracht sind, die ein fachgerechtes Arbeiten am Objekt erlauben.