Der schiefe Turm von Pisa soll keine Konkurrenz bekommen

Dienstag, 18 Oktober 2011 – Landshut

Es reicht, wenn sich nun auch Big Ben in London immer weiter neigt - die Gebäude in Niederbayern sollen dem schiefen Turm von Pisa keine Konkurrenz machen. Darum sollten sich Haus- und Grundbesitzer das neue Merkblatt des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ansehen. Darin ist beschrieben, wie man sein Eigentum gegen Georisiken wie rutschende Hänge, einbrechende Böden, Steinschlag oder Felssturz absichern kann.

 

Dichter und Dissident Ivan Martin Jirous starb am Donnerstag

Freitag, 11 November 2011

Der Dichter und frühere Dissident Ivan Martin "Magor" Jirous ist tot. Er starb am Donnerstagmorgen im Alter von 67 Jahren nach langer Krankheit, wie ein Freund der Familie gegenüber Tschechien Online sagte.

Jirous gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des tschechischen Underground.

Der studierte Kunsthistoriker trat neben seiner Tätigkeit als Dichter und Publizist vor allem als künstlerischer Leiter der legendären Prager Band Plastic People of the Universe hervor. Deren Verhaftung durch die kommunistischen Behörden wurde zum unmittelbaren Anlass der Gründung der Charta 77.

 

Donau-Moldau soll Gelder bringen

Montag, 19 Dezember 2011

Zum ersten Mal hat Bezirkstagpräsident Franz Löffler aus Waldmünchen das Literaturarchiv in Sulzbach-Rosenberg besucht - denn der Bezirk fördert das Institut mit vielen tausend Euro. Auf Einladung von CSU-Bürgermeisterkandidat Günter Koller kam er in die Herzogstadt und brachte den Kulturreferenten des Bezirks, Peter Braun, gleich mit. Der hatte einen wertvollen Tipp auf Lager, wie man an Fördergelder von der EU gelangen kann.

 

Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos

Donnerstag, 18 August 2011

Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld.

 

Jiri Grusa ist tot

Montag, 31 Oktober 2011

Der tschechische Schriftsteller war auch Politiker und mehrere Jahre tschechischer Botschafter in Österreich.

Der tschechische Schriftsteller, ehemalige Diplomat, Politiker und frühere Chef des internationalen PEN-Klubs, Jiří Gruša, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Das meldete das Tschechische Fernsehen am Freitag. Gruša war unter anderem auch tschechischer Botschafter in Österreich und Leiter der Diplomatischen Akademie in Wien.

 

Konferenz über deutschsprachige Literatur

Samstag, 12 November 2011

Unter dem Titel „Prag – Provinz" findet an diesem Wochenende in der Wissenschaftlichen Bezirksbibliothek im nordböhmischen Liberec / Reichenberg eine internationale wissenschaftliche Konferenz statt. Literaturwissenschaftler und weitere Forscher aus Tschechien, Deutschland und Österreich widmen sich dabei dem Spannungsverhältnis zwischen deutschsprachiger Literatur aus Prag und der deutschsprachigen Literatur aus der Provinz Böhmens, Mähren und Sudetenschlesiens.

 

Kulturtipps für Westböhmen und die Oberpfalz

Donnerstag, 17 November 2011

Westböhmen

Im Rahmen des Pilsner Kurzfilmfestivals Animánie tritt am Samstag, 19.11.11 (20.00 Uhr) die Gruppe Priessnitz in der Music Bar Anděl in Pilsen auf. Bandleader Jaromír Švejdík ist auch Künstler und Mitautor des Animationsfilms "Alois Nebel", der beim Festival vorgestellt wird.

Am Dienstag, 22.11.11 (20.00 Uhr) stehen im Bürgerhaus Beseda in Pilsen der bekannte tschechische Geigenvirtuose Pavel Šporcl mit seinem sehr erfolgreichen Projekt Gipsy way zusammen mit der namhaften slowakischen Zimbalgruppe Romano Stilo auf der Bühne.

Tomáš Zmeškal erhält EU-Literaturpreis 2011

Donnerstag, 13 Oktober 2011

Der tschechische Schriftsteller Tomáš Zmeškal wurde mit dem EU- Literaturpreis für das Jahr 2011 für sein Romandebüt Milostný dopis klínovým písmem (Liebesbrief in Keilschrift) ausgezeichnet. Die diesjährigen Gewinner des Preises der Europäischen Union wurden am Mittwoch bei der Literaturmesse in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Der Preis wird an besonders erfolgreiche Nachwuchsautoren aus 36 Ländern Europas vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Die feierliche Preisverleihung wird Ende November in Brüssel stattfinden.

 

Zeitzeugen erinnern sich

Mittwoch, 12 Oktober 2011

„Die Grenzöffnung im Januar 1990, das war eines der tief greifendsten Erlebnisse. Wenn man da wiederkommt und findet dann von einem blühenden Ort nur noch Gestrüpp und überwuchernde Ruinen..." So beschreibt Anne Marie Babl, die 1939 in Haselbach an der deutsch-tschechischen Grenze geboren wurde, ihre Gefühle. Sie ist eine der sechs Personen, die in dem Buch „Lebendes Gedächtnis der Sudeten – ŽIVÉ PAMĚTI SUDET", das 2011 beim Zentrum für soziale Arbeit erschienen ist, zu Wort kommen.

 

„Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch“

Montag, 24 Oktober 2011

Nicht immer ist der „klassische" Reiseführer der beste Weg, eine Region, ihre Menschen und ihre Besonderheiten ins rechte Licht zu rücken. Davon zeigte sich Hubert Ettl am Freitagabend in der Städtischen Galerie überzeugt. In Form des von ihm herausgegebenen „Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch" präsentierte er eine Alternative, die bei ihrer offiziellen Vorstellung viel Beifall erhielt. In Anwesenheit eines Teiles der AutorInnen betonte er, dass man der bisherigen Linie treu geblieben sei. So orientiere sich das Konzept wieder am vielseitigen Zusammenspiel von Texten und Bildern. Zudem solle durch Charme und Ästhetik der Schwarzweißfotografie ein Kontrapunkt zur „bunten Bilderflut" gesetzt werden. Mit Komplimenten sparte auch Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner nicht. Auch wenn es schon viele Bücher über den Bayerischen Wald gebe, sei mit dem neuesten Werk von Hubert Ettl etwas ganz Besonderes entstanden.

„Ins Böhmische rübergeschaut“

Montag, 24 Oktober 2011

„Der Herr Glasmeister", „Der Zauberer", „Der Jude von S." und andere „böhmische Akteure" standen im Oktober beim Literarischen Cafe der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bad Kötzting im Mittelpunkt. Karel Faustin Klostermann - geboren am 3. Februar 1848 in Haag am Hausruck (Oberösterreich), gestorben am 17. Juli 1923 in Štěkeň – vermittelt in seinen Werken ein Bild von Böhmen, das nicht immer nur von „paradiesischen Zuständen geprägt ist, sondern zeigt auch die schweren Seiten des Alltages. Der Akademische Direktor im Fachbereich Germanistik an der Universität Passau, Dr. Phil. Hans Göttler, der nach eigenem Bekunden im Laufe seiner Arbeit auch „böhmische" Dichter wie eben Klostermann oder Ernst Weiß und Hellmut Walters für sich entdeckt und „bei weitem„ noch nicht alle Werke Klostermanns gelesen hat, zeigte in drei „Leseproben", dass Klostermann ein intimer Kenner des Böhmerwaldes sowie seiner Menschen ist.