Pilsener spielten Weihnachtsgeschichte

Mittwoch, 12 Dezember 2012 – Schorndorf Michael Alt

Nicht zuletzt im September 2011 standen Lucie Sykorova und Max Schmaderer beim 1. Deutsch-Tschechischen Seniorentag gemeinsam „im Rampenlicht". Bei Besuchen im Seniorenheim St. Michael in Roding wurde die Bekanntschaft weiter vertieft. Mittlerweile ist aus der „Dolmetscherin aus Leidenschaft" und dem Schorndorfer Bürgermeister und einem der „Väter des Deutsch-tschechischen Seniorenmiteinanders" ein Team geworden, das sich nun auch vorweihnachtlich betätigt.

 

Traditionen und Feste während der Winterzeit

Montag, 10 Dezember 2012

Rechtzeitig noch vor dem Beginn der Adventszeit hatte die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zuzana Finger, zu einem weiteren grenzübergreifenden voradventlichen Wochenende in das südböhmische Oberplan/Horni Plana eingeladen. Bereits zum dritten Male versammelten sich hier im Adalbert-Stifter-Zentrum Teilnehmer aus vielen Begegnungszentren in der Tschechischen Republik sowie aus Bayern und Österreich. Am Vorabend wurden die Gäste von der Veranstalterin und dem Hausherrn des Adalbert-Stifter-Zentrums, Horst Löffler, willkommen geheißen. Sie hatten oft lange Anreisewege in Kauf genommen, um wieder oder erstmals an dieser Veranstaltungsreihe teilnehmen zu können. - Vielleicht spielte dabei auch die Gewissheit eine Rolle, zusammen mit Barbara Weingartner, der Leiterin des Münchner Chorkreises, wieder einmal alte weihnachtliche Volkslieder aus den Böhmischen Ländern kräftig mitsingen zu können?

 

Bavaria Bohemia e.V. erhält Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags

Montag, 10 Dezember 2012

Foto: 2. Vors. Bavaria Bohemia e.V. Dr. Wolfgang Kunert, den Repräsentanten der Region Pilsen im CeBB Václav Vrbík, 3. Vors. Karel Smutný, 1. Vors. Anne Gierlach, CeBB-Leiter Hans Eibauer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm

Bavaria Bohemia e.V. als Trägerverein des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee erhielt am 06.12.12 von Landtagspräsidentin Barbara Stamm den Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags als Sonderpreis im diesjährigen Wettbewerb unter dem Thema "Weltoffenes Bayern - Bürgerschaftliche Initiativen über Grenzen hinweg." Mit großer Freude nahm Bavaria Bohemia Vorsitzende Anne Gierlach den Preis in einer sehr würdigen Feierstunde im Senatssaal des Bayerischen Landtags entgegen. Begleitet wurde sie von 2. Vors. Dr. Wolfgang Kunert, 3. Vors. Karel Smutný, Landrat und Kuratoriumsvorsitzenden Volker Liedtke, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Vorstandsmitglied Richard Brunner und dem Mitarbeiterteam des CeBB mit Maika Victor-Ustohal, Helena Vendová, Václav Vrbík und Hans Eibauer.

 

16 Ideen aus Bayern unter den 100 Hauptprojekten von Pilsen 2015

Donnerstag, 06 Dezember 2012

Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee geht zusammen mit seinem tschechischen Partner Plzeň 2015, o.p.s., (Organisationsgesellschaft für Pilsen 2015) und mit der Stadt Regensburg als weiteren Partner in die nächste Projektphase. Das CeBB sammelt und koordiniert federführend im EU-Ziel 3-Projekt „Impuls 2015!" die bayerischen Beiträge für Pilsen, Kulturhauptstadt Europas 2015.

Pilsen 2015 bewertet 16 der bayerischen Ideen als Top-Projekte

Programm-Direktorin Šárka Havlíčková und Petr Šimon, Manager für internationale Projekte, von Plzeň 2015, o.p.s. bestätigten bei einem Treffen am 20.11.12 im CeBB den Autoren von 16 Ideen der bayerischen Seite ihre Aufnahme ins Hauptprogramm von Pilsen 2015. Mit „herzlich willkommen an Bord von Pilsen 2015!" begrüßte Šárka Havlíčková die 16 Kulturakteure.

 

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Mehrteilige Ausstellung "Internationale Spitzenklöppelkunst"

Dienstag, 20 November 2012

Im Schönseer Land hat die Kunst des Spitzenklöppelns eine über 100jährige Tradition. 1906 wurde in Stadlern die erste der drei staatl. Klöppelschulen Stadlern – Schönsee – Tiefenbach gegründet, um die Einkommenssituation der Landbevölkerung zu verbessern. Inzwischen wird in Schönsee das Klöppeln noch als Wahlfach in der Grundschule angeboten. Die von der Tourist-Information von Mai bis September angebotenen Wochen- und Wochenendkurse zum Erlernen dieses Kunsthandwerks, werden von Einheimischen und Urlaubsgästen sehr gut angenommen. Vom 5. April bis 7. April 2013 wird der Deutsche Klöppelverband e.V. mit dem 31. Klöppelspitzen-Kongress in Schönsee zu Gast sein. Das Programm umfasst Ausstellungen, interessante Vorträge und Kursangebote im Vorfeld des Kongresses. Es werden dazu mehrere Tausend Besucher erwartet.

 

Auf „literarischer Reise“ im Drei-Länder-Eck

Mittwoch, 31 Oktober 2012

„Kennen Sie den schon?" Eine Frage, die sonst häufig mit dem Versuch , den „neuesten Witz" los zu werden, gestellt wird, hat am Samstagnach¬mittag im Haus des Gastes einen ganz anderen Hintergrund. Es geht um den, beziehungsweise die Akteure, mit denen Bernhard Setzwein beim „ Literarischen Cafe" die große und - wie bei dem mit seiner Familie in Waldmünchen lebenden Autor nicht anders zu erwarten - faszinierte Zuhörerschaft auf eine „fiktive Reise durch Zeit und Drei-Länder-Eck" nimmt. Nach "Die grüne Jungfer" (Böhmen), und "Ein seltsames Land" (Bayerische Wald) ist nun mit dem im Waldviertel spielenden „Der neue Ton" die dritte „Station" erreicht.

 

Buchprojekt Schmuggler und Schwirzer an der böhmischen Grenz‘

Montag, 29 Oktober 2012

„Schmuggler und Schwirzer an der böhmischen Grenz'" heißt ein neues, grenzüberschreitendes Buch, das der gemeinnützige Verein „Über d'Grenz e.V." in einer kleineren Auflage in jeweils deutscher und in tschechischer Sprache noch vor Weihnachten herausbringen wird. Die Idee zu diesem reizvollen Projekt hatte Vorsitzender Ivan Falta. Es war ihm und seinem tschechischen Partner Karel Pokorný – Förderer und auch zuständig für die Produktion - ein großes Anliegen, die spannenden, zum Teil amü-santen oder auch dramatischen Schmugglergeschichten aus Sicht beider Länder in einem reich bebilderten Buch geschichtlich festzuhalten.

 

Ein Salettl für das Freilichtmuseum

Dienstag, 16 Oktober 2012

Nun wollte es der Zufall, nach Abschluss einer weiteren Wanderung auf der „Via Nova", wieder einmal von Freyung-Kreuzberg aus einen „Seitensprung" in das Freilichtmuseum zu machen, um dort ein Blick in die Heimatstube von Außergefild im obersten Stockwerk der „Tavernwirtschaft" zu werfen, da ein noch anderer Abstecher in das heutige Kvilda im Böhmerwald auf der Besuchsagenda stand. Dabei fielen gleich neben dem historischen Gasthaus rege Bauarbeiten auf und ein großer Auslegerkran unübersehbar daneben. Was bedeutete das hektische Treiben der Bauarbeiter und rege Betrieb auf der Baustelle?

 

Der „Lange Marsch“ aus dem Chodenland in die Oberpfalz.

Samstag, 06 Oktober 2012

Es waren ganz exakt die notwendigen Temperaturen, die während der Übergangsphase von Spätsommer in den Frühherbst herrschen, welche die große Zahl von deutschen und tschechischen Teilnehmern an der 20. Equipe-Wanderung zum Friedhof von Klenci pod Cerchovem gelockt hatte, wo sie sich am Ausgangspunkt der bereits traditionellen Veranstaltung, dem „namenlosen" Grab des Pfarrers und Schriftstellers J. S. Baar, zusammenfanden. Eingeladen zur Grenzwanderung hatte der Freundeskreis deutsch-tschechischer Verständigung, organisiert wurde sie wieder einmal von Jürgen Kögler aus Furth i. Wald, dessen Vater sie ins Leben gerufen hat. Der Sohn setzt die Tradition seit einigen Jahren fort. Aus Anlass des 20. Jahrestags dieser großen grenzübergreifenden Veranstaltung hatte Kögler zum Jubiläum am Jindrich Simon-Baar-Gymnasium in Domazlice/Taus einen Wettbewerb zur Gestaltung eines offiziellen Logos ausgeschrieben, an dem 29 Schüler im Alter zwischen elf und 15 Jahren teilnahmen. Sieger wurde Alex Königsmark und die Arbeiten aller am Wettbewerb teilnehmenden Schüler wurden im Further Kolpinghaus den Teilnehmern vorgestellt.

 

Die ROTE BANANE

Freitag, 05 Oktober 2012

Als der französische Geograph Roger Brunet in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Position der französischen Metropolen im westeuropäischen Kontext untersuchte, erkannte er, daß sich das Kraftzentrum des Nachkriegseuropas zwischen den Städten London und Turin erstreckte, und zwar in Form einer gebogenen Linie, die über die Beneluxländer, den Rhein und die Westschweiz verlief. Die Blaue Banane war geboren.

Sie war transnational, hochverdichtet, geprägt von Industrialisierung und funktionalistischem Denken der Nachkriegszeit, voll von Metropolen und Agglomerationen, London, der holländischen Randstad, dem Ruhrgebiet, sowie den Regionen Basel und Turin. Zudem deckte sie sich auch mit der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, jener Länder, deren Versöhnung nach dem Krieg die Grundlage für den westeuropäischen Einigungsprozess bildete.

In unserer Schau geht es um die Rote Banane. Ihr Geburtsdatum ist der Herbst 1989, das Ende der Nachkriegszeit. Auch sie ist transnational, auch sie berührt eine Grenzregion Deutschlands, diesmal im Osten.

 

Buchmesse mit attraktivem Rahmenprogramm

Dienstag, 02 Oktober 2012

Die äußerst positive Resonanz auf die erste Ostbayerische Bücherschau Zwiesel im Jahr 2011 macht Ideengeber und Organisator Rudolf Miethaner von der BücherBar durchaus Mut, in diesem Jahr erneut eine Buchmesse mit attraktivem Rahmenprogramm anzubieten. Die zweite Ostbayerische Bücherschau Zwiesel findet am Samstag und Sonntag, den 10. und 11. November 2012 im neuen Zwieseler Kulturzentrum „Ehemalige Mädchenschule" statt.

 

Neue Literatur aus Tschechien

Freitag, 28 September 2012

Das Markenzeichen der 1955 gegründeten Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik "die horen" sind heute die Auswahlbände zur fremdsprachigen Literatur. Die neueste Publikation - es ist zugleich die erste, die im Wallstein Verlag erschienen ist - präsentiert einen ebenso aufschlussreichen wie anregenden Überblick über die neue Literatur aus Tschechien. Besorgt und eingeleitet haben die Auswahl von 15 Autorinnen und Autoren mit zumeist deutschen Erstübersetzungen, wie es sich für "die horen" gehört, Mirko Kraetsch und Eva Profousová, zwei Kenner des schreibenden Metiers und umtriebige Literaturvermittler.

 

Autobus 2015, viel Musik und „Alex-Modell“

Mittwoch, 26 September 2012

Wie rund 40 andere Orte im deutsch-tschechischen Grenzgebiet feierte auch das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) den European Cooperation Day mit einem bunten Programm. Bevor jedoch Unterhaltung angesagt war, trafen sich

Kulturverantwortliche und -akteure zu einem Erfahrungsaustausch zu den Dachprojekten "Treffpunkte Kulturorte 2015" und "Musikbrücke 2015" zu.

Blickfang war den ganzen Tag über der Autobus 2015. Dieses Kulturmobil, an das ein großes aufblasbares Zelt für Filmvorführungen angegliedert ist, geht in den nächsten Jahren auf Tour in und rund um Plzn sowie in der bayerischen Nachbarregion und will auf „Plzn - Kulturhauptstadt Europas 2015" aufmerksam machen. Nach den Worten von Mgr. Petr Šimon vom Plzen 2015 o.p.s. Team sollen Künstler, Informationen und der nicht zu übersehende Bus für Beachtung sorgen.

Dieses Ziel wurde auch in Schönsee beim ersten Stopp auf bayerischer Seite erreicht.

 

Vernissage vereint drei Ausstellungen

Mittwoch, 26 September 2012

Eingebettet in den European Cooperation Day, der neben rund 40 anderen Orten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet auch am Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) mit einem bunten Programm gefeiert wurde, war - frei nach dem Motto „Drei auf einen Streich" - auch die Eröffnung von drei Ausstellungen. Mit Blick auf das Jahr 2015, in dem Pilsen Europäische Kulturhautstadt sein wird, wurden "Lebendes Gedächtnis der Sudeten", "Farbe auf der Straße 2012" und

"Marionetten erinnern sich - Geschichten aus der Stadt Pilsen" präsentiert

Von Peter Vacek, der auf seinem Akkordeon dann auch zwischen den einzelnen Reden geradezu zauberte, musikalisch eingestimmt, begrüßte CeBB-Leiter Hans Eibauer zahlreiche interessierte Gäste und auch einige der beteiligten Künstler.

 

Sprachlosigkeit überwinden und zuhören

Dienstag, 18 September 2012

„Der weiße Rabe" hat Bilder seines Alteregos „ben jacov" der Sudetendeutschen Stiftung für eine Ausstellung im Alfred-Kubin-Saal zur Verfügung gestellt, der bei der Vernissage am 6. September einen derartigen Besucherandrang zu verkraften hatte, dass er, bildlich gesprochen, beinahe aus allen Nähten platzte. Damit wurde ein Prozess fortgesetzt, der mit der Verleihung des Europäischen Karlspreises an Max Mannheimer begonnen hat.

Es war ein ergreifendes Bild mit anzusehen, mit wie viel Achtung und Respekt seitens aller Anwesenden, darunter auch der tschechische Generalkonsul in München und höhere Vertreter der bayerischen Politik, Max Mannheimers Leben und Werk gewürdigt wurde. Man war Zeuge bei einem festlichen Akt, wie es ihn an diesem speziellen Ort in früheren Jahren vermutlich nicht gegeben hätte, obwohl direkte Berührungsängste nie da waren, aber auch nicht unbedingt gesucht wurden.

 

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