Die Fraisch in Pilsen

Mittwoch, 06 März 2013 – Pilsen Karl W. Schubsky

Am 5. März war es nun auch in Pilsen soweit. In Zusammenarbeit mit der Studien- und Wissenschaftlichen Bibliothek der Pilsner Region sowie der Deutschen und Österreichischen Bibliothek eröffnete das Bayerische Grenzmuseum Schirnding im Rahmen einer Vernissage vor einer größeren Besucherschar seine Ausstellung „Die Fraisch – eine wechselvolle Region und 150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze 1862-2012" in der Galerie des Europa-Hauses Pilsen, gegenüber von St. Bartholomäus, im Zentrum der Stadt.

 

Ein Stückchen Egerland-Geschichte in München

Sonntag, 16 Dezember 2012

Es ist bereits das dritte Mal in Reihenfolge, dass die Ausstellung „150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze (1862-2012): Die Fraisch – Eine wechselvolle Region" der Öffentlichkeit präsentiert wird. Nach ihrer Eröffnung im Juni im historischen Sengerhof in Neualbenreuth, dem Hauptort der früheren „Fraisch" und dem „letzten Rest vom freien Egerland", wie Karl W. Schubsky das Gebiet in seinem Eröffnungsvortrag nannte und dem Centrum Bavaria Bohemia im oberpfälzischen Schönsee, macht sie nun auch im Sudetendeutschen Haus in München Station, bevor sie dann nach Pilsen weiterwandern wird, wo sie in der Deutschen Bibliothek, gegenüber der Kathedrale St. Bartholomäus, im Zentrum der westböhmischen Hauptstadt, vom 5.3. bis 29.3.2013 der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Vorausgesetzt, es melden sich nicht vorher noch weitere Interessenten an, da sie im Januar und Februar kostenlos zur Verfügung stehen würde.

 

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Mehrteilige Ausstellung "Internationale Spitzenklöppelkunst"

Dienstag, 20 November 2012

Im Schönseer Land hat die Kunst des Spitzenklöppelns eine über 100jährige Tradition. 1906 wurde in Stadlern die erste der drei staatl. Klöppelschulen Stadlern – Schönsee – Tiefenbach gegründet, um die Einkommenssituation der Landbevölkerung zu verbessern. Inzwischen wird in Schönsee das Klöppeln noch als Wahlfach in der Grundschule angeboten. Die von der Tourist-Information von Mai bis September angebotenen Wochen- und Wochenendkurse zum Erlernen dieses Kunsthandwerks, werden von Einheimischen und Urlaubsgästen sehr gut angenommen. Vom 5. April bis 7. April 2013 wird der Deutsche Klöppelverband e.V. mit dem 31. Klöppelspitzen-Kongress in Schönsee zu Gast sein. Das Programm umfasst Ausstellungen, interessante Vorträge und Kursangebote im Vorfeld des Kongresses. Es werden dazu mehrere Tausend Besucher erwartet.

 

Die ROTE BANANE

Freitag, 05 Oktober 2012

Als der französische Geograph Roger Brunet in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Position der französischen Metropolen im westeuropäischen Kontext untersuchte, erkannte er, daß sich das Kraftzentrum des Nachkriegseuropas zwischen den Städten London und Turin erstreckte, und zwar in Form einer gebogenen Linie, die über die Beneluxländer, den Rhein und die Westschweiz verlief. Die Blaue Banane war geboren.

Sie war transnational, hochverdichtet, geprägt von Industrialisierung und funktionalistischem Denken der Nachkriegszeit, voll von Metropolen und Agglomerationen, London, der holländischen Randstad, dem Ruhrgebiet, sowie den Regionen Basel und Turin. Zudem deckte sie sich auch mit der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, jener Länder, deren Versöhnung nach dem Krieg die Grundlage für den westeuropäischen Einigungsprozess bildete.

In unserer Schau geht es um die Rote Banane. Ihr Geburtsdatum ist der Herbst 1989, das Ende der Nachkriegszeit. Auch sie ist transnational, auch sie berührt eine Grenzregion Deutschlands, diesmal im Osten.

 

Vernissage vereint drei Ausstellungen

Mittwoch, 26 September 2012

Eingebettet in den European Cooperation Day, der neben rund 40 anderen Orten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet auch am Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) mit einem bunten Programm gefeiert wurde, war - frei nach dem Motto „Drei auf einen Streich" - auch die Eröffnung von drei Ausstellungen. Mit Blick auf das Jahr 2015, in dem Pilsen Europäische Kulturhautstadt sein wird, wurden "Lebendes Gedächtnis der Sudeten", "Farbe auf der Straße 2012" und

"Marionetten erinnern sich - Geschichten aus der Stadt Pilsen" präsentiert

Von Peter Vacek, der auf seinem Akkordeon dann auch zwischen den einzelnen Reden geradezu zauberte, musikalisch eingestimmt, begrüßte CeBB-Leiter Hans Eibauer zahlreiche interessierte Gäste und auch einige der beteiligten Künstler.

 

Sprachlosigkeit überwinden und zuhören

Dienstag, 18 September 2012

„Der weiße Rabe" hat Bilder seines Alteregos „ben jacov" der Sudetendeutschen Stiftung für eine Ausstellung im Alfred-Kubin-Saal zur Verfügung gestellt, der bei der Vernissage am 6. September einen derartigen Besucherandrang zu verkraften hatte, dass er, bildlich gesprochen, beinahe aus allen Nähten platzte. Damit wurde ein Prozess fortgesetzt, der mit der Verleihung des Europäischen Karlspreises an Max Mannheimer begonnen hat.

Es war ein ergreifendes Bild mit anzusehen, mit wie viel Achtung und Respekt seitens aller Anwesenden, darunter auch der tschechische Generalkonsul in München und höhere Vertreter der bayerischen Politik, Max Mannheimers Leben und Werk gewürdigt wurde. Man war Zeuge bei einem festlichen Akt, wie es ihn an diesem speziellen Ort in früheren Jahren vermutlich nicht gegeben hätte, obwohl direkte Berührungsängste nie da waren, aber auch nicht unbedingt gesucht wurden.

 

Oberplan/Horni Planá und Umgebung in alten Fotos

Montag, 16 Juli 2012

Eine neue Ausstellung im Adalbert-Stifter-Haus in Oberplan lässt die „alte Zeit" in diesem Teil des Böhmerwaldes wieder „lebendig" werden: eine Zeitreise vor und bis in eine Epoche, als der Kaiser noch von Wien aus über „sein" Land herrschte. Ausgewählte Informationen über die einzelnen Gemeinden des einstigen Gerichtsbezirks Oberplan, dazu die Beobachtungen aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, als sich der tschechische Schriftsteller Ladislav Stehlík auf die Suche nach Kontinuität zwischen dem altertümlichen und dem neuzeitigen Oberplan in Form der Figur Adalbert Stifters begab.

 

Was ist eigentlich die „Fraisch“ ?

Montag, 25 Juni 2012

Die bayerisch-böhmische Grenze war im 19. Jahrhundert in dem Gebiet, wo das Egerland, also das Territorium der Stadt Eger, und das Stiftland, also das Klosterland des Stifts Waldsassen, aneinander stießen, mehr überlappend als trennend. Im gesamten Raum, der egerisch-stiftischen „Fraisch", besaßen die Bewohner eine beinahe einheitliche Geschichte, Sprache und Kultur, die im heute bayerischen Teil noch immer gepflegt werden, während sie im tschechischen Teil nur noch in spärlichen Resten vorhanden sind. Das „Bayerische Grenzmuseum Schirnding" präsentiert anlässlich des 150. Jahrestag des Abschlusses des „Wiener Vertrags" am 24. Juni 1862 im oberpfälzischen Neualbenreuth seine Ausstellung „Die Fraisch – eine wechselvolle Region – 150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze 1862 – 2012"

 

Das Kulturforum im Sudetendeutschen Haus in München ehrt Reichenberger Künstler

Montag, 04 Juni 2012

Im Spätsommer dieses Jahres wird im Kulturforum des Sudetendeutschen Hauses in München der Reichenberger Grafiker, Illustrator und Innenarchitekt Rudolf Kahl mit einer Ausstellung geehrt.

Rudolf Kahl wurde 1983 in Reichenberg geboren und verbrachte eine glückliche Kindheit in Kratzau, wo sein Vater Direktor der Textilfabrik des Barons Klinger war. Nach Besuch der Volksschule in Kratzau und der höhern Staatsgewerbeschule in Reichenberg studierte er 1911 – 1915, seinen Neigungen und Talenten entsprechend, an der Kunstgewerbeschule in Wien. Die solide Ausbildung dort vermittelte ihm ein umfangreiches Wissen, was ihn befähigte, insbesondere auf den Gebieten „Grafik" und „Gestaltung" tätig zu sein.

 

„Aus der Heimat wird Kunst“

Samstag, 14 April 2012

Seit Jahren bereits sind neben denen von Künstlern aus Westböhmen auch zwei Werke des Marktredwitzer Malers Hans Zeitner in der ständigen Ausstellung der Egererländer Kunstgalerie zu sehen. Um mit den Worten des Malers fortzufahren: „„... Am 29. September 1903 wurde ich in der Kleinstadt Marktredwitz als das siebente Kind meiner Eltern geboren, dem noch vier Geschwister folgten." Hans Zeitner war sein ganzes Leben mit Marktredwitz verbunden - und war hier daheim. Und hier ist er auch 1979 verstorben. Somit war ihm der Ort und die Region bestens vertraut, er kannte die Menschen und ihre Eigenheiten und hielt sie malerisch mit Zeichenblock und Malkasten fest, ihre Stuben und Gärten, aber natürlich auch die Landschaften oder Dörfer des Grenzlandes. „Hans Zeitner besaß die Gabe, die Schönheit des Alltäglichen aufzuzeigen."

 

Neuanfang in der Nachkriegszeit

Mittwoch, 11 April 2012

Flucht, Vertreibung oder Zwangsaussiedlung, wenn diese Begriffe für die davon direkt Betroffenen keine einschneidenden und persönlichen Betroffenheiten verursachen, welche denn dann? Und dies sind nur diejenigen, die nicht unter dem rassistischen Vernichtungswahn zu leiden hatten. Auch unzählige Überlebende der NS-Lager standen alleine im damaligen Mitteleuropa vor dem „Aus", oft nur krank, kaum mit dem Leben davon gekommen, nach dem Verlust des Zuhauses, der Familie, von Freunden und Bekannten irgendwohin in die Fremde verschlagen, nirgendwo freudig begrüßt oder herzlich geduldet. Leid ist unteilbar, wurde aber aufgrund - von mehr oder weniger direkten Betroffenheiten – häufig einfach verdrängt und nicht zur Kenntnis genommen. Der Umgang mit dem Thema „Vertreibung" ist je nach dem Grad der persönlichen Betroffenen daher immer emotional oder politisch, teils auch beides.

 

Kulturtipps für Westböhmen und die Oberpfalz

Freitag, 23 März 2012

Am Donnerstag, 22.03.12 (19.00 Uhr) kommt die Oper "Fürst Igor" des Komponisten Alexander Porfirjewitsch Borodin auf der Bühne des J.K.Tyl-Theaters in Pilsen. Dieses Werk gehört zu den bedeutendsten und am meisten gespielten Opern russischer Komponisten. Als Vorlage hat Borodin ein Epos aus der russischen Geschichte verwendet. Die Oper wird im russischen Original mit tschechischen Untertiteln aufgeführt.

Am Samstag, 24.03.12 (12.00 Uhr) wird in Pilsen das Musikfestival Porta eröffnet. Das westböhmische Finale dieses Festivals der Tramp-, Folk-, Countrymusik sowie anderer verwandter Genres mit bedeutender Tradition findet den ganzen Tag über im Kulturhaus in Roudna statt und schließt mit einem Konzert der Gruppe Epy de Mye aus Český Budějovice / Budweis ab.

 

Anmeldung zum 8. Aktionstag „Ateliers in Niederbayern“ möglich

Mittwoch, 21 März 2012

Bereits zum achten Mal veranstaltet das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern in Zusammenarbeit mit den beiden Berufsverbänden Bildender Künstler Niederbayern bzw. Niederbayern/Oberpfalz die Aktion „Ateliers in Niederbayern". Am Sonntag, 30. September 2012, öffnen professionelle bildende Künstler aus und in Niederbayern von 13 bis 19 Uhr ihre Werkstätten und Ateliers. Sie zeigen sich an ihrem Arbeitsplatz und liefern Informationen zu ihrem Schaffen aus erster Hand. „Ateliers in Niederbayern" dokumentiert die aktuelle Vielfalt der Bildenden Kunst in der Region.

 

Kostbarkeiten aus Klöstern und Kirchen

Samstag, 10 März 2012

Jedes Museum sieht sich immer mit der Frage konfrontiert, wie willige Besucher aus ihrem Phlegma zu reißen, hinter ihrem Ofen hervorzulocken und zum Besuch ihrer speziellen Einrichtung zu bewegen sind. Diesem Problem stellt sich auch immer wieder das Egerland-Museum in Marktredwitz und begegnet dieser ständig quälenden Frage damit, dass es immer wieder aufs Neue interessante und abwechslungsreiche Sonderausstellungen zu offerieren versteht. So auch jetzt wieder mit der neuen Ausstellung „Kostbarkeiten aus Klöstern und Kirchen", einem echten Highlight. Gezeigt wird eine Auswahl von Klosterarbeiten aus kirchlichen, musealen und privaten Beständen wie Pergament-Miniaturen, Spitzenbilder, Haus-Segen, Reliquienkapseln oder auch Wachsarbeiten. Besonders hervorzuheben sind dabei zwei Waldsassener Arbeiten von Adalbert Eder mit feinen Egerer Miniatur-Schnitzereien sowie ein Reliquien-Kreuz der berühmten Bildhauerfamilie Schwanthaler aus Ried im Innviertel.

 

"Begegnungen zwischen Bayern und Böhmen"

Mittwoch, 07 März 2012

Am 1. März wurde im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee eine neue Ausstellung eröffnet. Die Ausstellung "Begegnungen zwischen Bayern und Böhmen", wurde von 18 Schülerinnen und Schüler des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach während eines einjährigen Projektseminars gestaltet. Zur Eröffnung waren zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland ins CeBB gekommen, darunter die Projektleiterin Vera Holzleitner, Lehrkräfte des Gymnasiums, Freunde und Eltern der Schüler, porträtierte Künstler und Schriftsteller und Hans Wurm, Direktor a.D. des Gymnasiums, als Festredner.