Regierung hat 9,4 Millionen Euro Förderung im Jahr 2011 in der Region verteilt

Naturschutz in Niederbayern läuft auf Hochtouren

Ressorts: Bayern, Naturschutz, Politik, Umweltschutz, Umwelt

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Donnerstag, 23 Februar 2012 19:44

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Das vergangene Jahr war ein erfolgreiches für den niederbayerischen Naturschutz. Rund 9,4 Millionen Euro Zuschuss von Freistaat, Bund und Europäischer Union sind über die Regierung von Niederbayern in die Region geflossen. Das ist die zweithöchste Summe seit 30 Jahren. Mit dem Geld wurden unter anderem Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und für die Umweltbildung unterstützt.

 

Herausragendes Projekt ist die energetische Sanierung und der Umbau des Grenzbahnhofs Bayerisch-Eisenstein im Landkreis Regen zu einem grenzüberschreitenden Informationszen-trum für Natur- und Nationalpark Bayerischer Wald. Künftig gibt es in dem Gebäude neben den bereits vorhandenen naturkundlichen Ausstellungen ein internationales Fledermauszentrum mit Pflegestation und eine Ausstellung zum Großen Arber. Die Arbeiten sollen im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten werden mit rund 1,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturpa-ket II bezuschusst, auf die Umweltbildung entfallen dabei 923 000 Euro.

Ein weiteres bedeutendes Projekt im Bayerischen Wald war die sogenannte Entlandung des Kollnbergmühlweihers im Landkreis Passau. Dabei wurde der Weiher von viel Schlamm be-freit. Davon hat auch die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel profitiert. Außerdem wurde eine Fischtreppe gebaut. Das Projekt des Landschaftspflegeverbandes Passau wurde mit rund 260 000 Euro gefördert.

In den Naturpark Altmühltal im Landkreis Kelheim sind rund 470 000 Euro geflossen, um ehe-malige – das Landschaftsbild prägende – Wacholderheiden von Büschen zu befreien, dringend notwendige Wege für die Schafbeweidung wiederherzustellen und Naturwaldparzellen zu si-chern (Bundes-Projekt „Altmühlleiten").

In den Donauleiten im Landkreis Passau wurden rund 340 000 Euro investiert. Verwendet wur-de das Geld für den Schutz von Hirschkäfer und Amphibien sowie für die Sicherung von Natur-wald und von sogenannten Habitatbäumen, die bestimmten Arten als Lebensraum dienen (LIFE-Projekt „Donauleiten").

Für ökologisch wertvolle Flächen im „Isarmündungsgebiet" im Landkreis Deggendorf und im „Mettenbacher-/Grießenbacher Moos" im Landkreis Landshut (zwei BayernNetzNatur-Projekte) gab es rund 740 000 Euro.

Und im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2020 wurden im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 557 000 Euro ausbezahlt. Seit 2008 konnten über dieses Programm mehr als 80 Hektar Moor in den vier Landkreisen Freyung-Grafenau (15 Moore), Regen (8 Moore), Pas-sau (1 Moor) und Straubing-Bogen (1 Moor) für den Klimaschutz und den Erhalt der biologi-schen Vielfalt gekauft werden. Denn Moore sind natürliche Kohlendioxidspeicher und Lebens-raum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten.

Über Vereinbarungen im Vertragsnaturschutz erhielten Land- und Forstwirte rund 2,6 Millionen Euro als Gegenleistung für die schonende Bewirtschaftung ihrer Grundstücke. Dazu kommen noch etwa zwei Millionen Euro für die Pflege und den Erhalt der niederbayerischen Kulturland-schaft über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien.

Die Ausgaben für die außerschulische Umweltbildung haben sich mit 234 000 Euro im Jahr 2011 im Vergleich zu den Zahlen vor zehn Jahren mehr als verdoppelt. Unterstützt werden da-mit unter anderem die vier niederbayerischen Umweltstationen „Haus am Strom" im Landkreis Passau, „LBV Umweltstation Isarmündung" im Landkreis Deggendorf, „Umweltstation Viech-tach" des Naturparks Bayerischer Wald im Landkreis Regen und das „Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden" im Landkreis Straubing-Bogen.

Weitere Informationen zum Naturschutz in Bayern im Internet auf den Seiten des Bayerischen Umweltministeriums unter www.stmug.bayern.de und auf den Seiten des Bayerischen Lan-desamtes für Umwelt unter www.lfu.bayern.de

 

Quelle(n)

Reg. Niederbay.-Pressestelle

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