Geld für Autos & Ladestationen

Landrat Michael Adam will Beteiligung an bundesweitem Wettbewerb

Ressorts: Bayern, Auto und Verkehr, Niederbayern, Region, Umwelt

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Mittwoch, 01 Februar 2012 13:44

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Elektro-Autos gehört die Zukunft – davon ist auch Landrat Michael Adam überzeugt. Der Bayerische Wald ist mit dem Projekt E-Wald bereits Modellregion für die künftige Elektromobilität. Nun will man noch mehr: Adam hat zusammen mit 17 weiteren Landräten aus ganz Deutschland die Initiative E-LAND ins Leben gerufen und sich an dem von der Bundesregierung ausgerufenen Wettbewerb „Schaufenster Elektromobilität" beworben. Das Förderprogramm soll es ermöglichen, in den 18 teilnehmenden Landkreisen eine Infrastruktur von insgesamt zirka 5500 Fahrzeugen und 530 Ladesäulen aufzubauen.

 

„Wir im Landkreis Regen können mit unseren regionalen Partnern unsere speziellen Stärken und Erfahrungen aus E-WALD in das Projekt E-LAND einbringen und zugleich von den Vorteilen der Gesamtinitiative profitieren", ist Landrat Michael Adam überzeugt. Zu den Chancen gehören die Einbindung in einen deutschlandweiten Verbund forschender Hochschulen und die Eröffnung neuer touristischer Angebote. Des Weiteren könnten die vielen Pendler in der Region ihre Kosten für die Fahrt zur und von der Arbeitsstelle deutlich senken.

Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages, zeigte sich in Berlin von der Gemeinschaftsinitiative beeindruckt: „Ziel muss es sein, durch solche Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass Elektromobilität zukunftsfähig und mit deutscher Technologiekompetenz bereits heute in der Fläche möglich ist."

Insgesamt ist die Elektromobilität in Deutschland noch umstritten – in manchen  Medien ist sogar von der „Elektro-Lüge" die Rede. Doch auch der ADAC erweist sich als prominenter Fürsprecher der Elektrofahrzeuge. Schon seit geraumer Zeit weist der ADAC darauf hin, dass Elektromobilität nur Sinn ergibt, wenn zusätzliche Mengen an erneuerbarer Energie in den Strommarkt eingeführt werden. Den Grund für die nicht ausreichende Klimabilanz sieht das Öko-Institut in den Strommengen, die durch E-Autos verbraucht werden. Deshalb muss laut ADAC der Anteil an erneuerbaren Energien erhöht werden. Außerdem muss die Infrastruktur für die Zukunftstechnologie schnell entwickelt und aufgebaut werden.

Es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, die Technologie voran zu treiben, ist der ADAC überzeugt. Genau da setzt unter anderem das Projekt E-LAND an. Die beteiligten Regionen sind der Auffassung, dass für den Erfolg von Elektromobilität nicht allein die Fahrzeugtechnik entscheidend ist. Vielmehr wird deutsche Technologieführerschaft im vollen Umfang erst dann demonstriert, wenn eine übergreifende Elektromobilitätsinfrastruktur geschaffen wird, die durch das innovative Zusammenspiel von Fahrzeugen, Ladesäulen, IKT und Smart Grid unter Nutzung regenerativer Energien erreicht werden wird.

Gleichzeitig birgt das Projekt Möglichkeiten für den heimischen Mittelstand, sein Know-how einzubringen. Dadurch, so Adam, erhoffen wir uns, den Menschen eine Alternative zur Abwanderung zu bieten und einer Verschlechterung der demografischen Strukturen entgegenzuwirken. Darüber hinaus würde weiter an einem sanften Tourismus in der Region gearbeitet, durch welchen die CO2-Emissionen sinken und die Lebensqualität steigt.

Die Entscheidung der Jury, ob unter anderem der Landkreis Regen vom Wettbewerb „Schaufenster Elektromobilität" proftieren wird, wird für den März erwartet.

Autor: Lothar Wandtner

 

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