Gesundheitscampus nimmt weitere Hürde

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Sonntag, 17 Juli 2011 13:25

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Kreisausschuss stimmt Nutzungsvertrag zu - Landkreis übernimmt die Betriebskosten

Bad Kötzting. Der Gesundheitscampus in Bad Kötzting nimmt weiter Gestalt an. Am Freitag hat der Kreisausschuss einstimmig grünes Licht für einen Nutzungsvertrag zwischen Freistaat, Landkreis und Stadt Bad Kötzting gegeben. Landrat Franz Löffler sieht das Projekt als einmalige Chance, weil damit erneut - nach dem Technologie-Campus in Cham - akademische Bildung in den Landkreis komme.

Dabei räumte Löffler durchaus ein, akademische Bildung sei eigentlich Sache des Freistaates, der Landkreis nehme dem Land also Aufgaben und Kosten ab. Das hatte zuvor der Lamer Bürgermeister Klaus Bergbauer moniert, allerdings im selben Atemzug den Campus als "Glücksgriff für die Region" bezeichnet.

Löffler betrachtet das Engagement von Stadt und Landkreis in Sachen Campi in Cham und Bad Kötzting als wichtige Vorleistung auf dem Weg zu akademischer Bildung im ländlichen Raum. Wenn diese allerdings etabliert ist, werde sehr wohl mit dem Freistaat über dessen Beteiligung zu reden sein, fügte er hinzu.

Der Zeitplan für den Campus in Bad Kötzting sieht einen stufenweisen Aufbau in den Räumen der Berufsschule bis zum Jahr 2013 vor. Im Übrigen habe man als möglichen Standort auch das alte Krankenhaus in Betracht gezogen, wie Löffler auf eine Frage von Klaus Bergbauer antwortete, doch wäre das Gebäude als für diesen Zweck völlig ungeeignet bewertet worden.

Finanziert wird der Campus in Bad Kötzting nach dem "Chamer Modell", mit dem Unterschied allerdings, dass sich die Fachhochschule nicht mit 30 Prozent an den jährlichen Betriebskosten in Höhe von gut 70000 Euro beteiligen wird. Die Betriebskosten muss also der Landkreis in voller Höhe tragen, Löhne und Gehälter sollen durch Stiftungsprofessuren von Unternehmen übernommen werden. Eventuell notwendige Umbauten sowie Instandsetzungen muss die Stadt bezahlen. Wobei nur kleinere Schönheitsreparaturen anfallen dürften.

Bad Kötztings Bürgermeister Wolfgang Ludwig unterstrich einerseits die Vorleistungen von Kommune und heimischer Geschäftswelt für diesen Campus, machte andererseits deutlich, hier würde nicht über ungelegte Eier geredet. Vielmehr stehe der Lehrstuhl für Telematik und Telemedizin praktisch in den Startlöchern, ein Lehrstuhl für Prävention und Gesundheitsförderung werde im Frühjahr 2012 den Betrieb aufnehmen. Landrat Löffler fügte an, mit dem Bachelor für Physiotherapie und der Pflegepädagogik stünden weitere zukunftsträchtige Bereiche Gewehr bei Fuß.

 

Quelle(n)

Nachrichtendienst Idowa

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