Ausstellung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB)

„Gerettete Baudenkmäler“ als eindringliche Zeichen

Ressorts: Bayern, Oberpfalz, Region, Kultur, Ausstellung

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Autor

Michael Alt Hermann Höcherl

DATUM

Donnerstag, 27 Juni 2013 14:55

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Während in der tschechischen Hauptstadt Prag die politischen Turbulenzen einem Höhepunkt zusteuerten und sich die Vereidigung einer Interims-Regierung anbahnte, hatten die wirklichen Akteure der deutsch-tschechischen Verständigung und Kooperation im Centrum Bavaria Bohemia im oberpfälzischen Schönsee etwas zu feiern. Die Einrichtung in der kleinen Stadt Schönsee im Landkreis Schwandorf ist längst zu einer festen Größe in der Beziehungsarbeit zwischen den Nachbarländern geworden. Auch der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds , der den 7. „Sommerbrunch" im CeBB mit einer bedeutenden Ausstellung bereicherte, ist fast von Beginn an dabei – als Deutschland, insbesondere Bayern und Tschechien wieder Gelegenheit bekommen hatten, ihre einst engen Beziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen.

 

„Miteinander über Geschichte und Geschichten unterhalten." So umschrieb Schwandorfs Landrat Volker Liedtke als Vorsitzender des Kuratoriums das oberste Ziel des traditionellen Sommerbrunch im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB).. Verantwortlich zeichneten dafür CeBB / Bavaria Bohemia e.V. als Veranstalter, die Arbeitsgruppe Kultur im Projekt "Pilsen und Oberpfalz – Europäische Nachbarn" als Partner und der Verein "Partner für den Landkreis Schwandorf" als Sponsor. Zu dieser zum siebten Mal in dieser Form durchgeführten Veranstaltung, die gekoppelt war mit der Eröffnung der Sommerausstellung unter dem Titel "Gerettete Baudenkmäler", fanden sich rund 130 Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Medien und öffentlichen Institutionen aus den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen ein.

Im Mittelpunkt stand diesmal der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DTZF), der, so Liedtke, seit 15 Jahren eine äußerst erfolg- und segensreiche Arbeit leiste. Ohne ihn wären die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen im Projekt "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern - Böhmen" nicht möglich. Mit der Sommerausstellung habe der Zukunftsfonds wieder ein wichtiges und auch für die Besucher des Nachbarlandes sehr eindringliches und bleibendes Zeichen gesetzt. Sie ist Baudenkmälern gewidmet, bei denen die Förderung des DTZF nicht unerheblich zur Rettung beigetragen hat. Mit Blick auf das bisher Erreichte meinte der Landrat, dass es an diesem Tag durchaus gerechtfertigt sei, sich „gegenseitig ein wenig auf die Schultern zu klopfen".

Ziel der Förderung beiderseitiger Projekte seien die Begegnung von Deutschen und Tschechen, das Wecken von Interesse für die Nachbarseite und die Schaffung von Verständnis. Dies stellte im Anschluss PhDr. Joachim Bruss, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, fest, der kurz auf Entstehen und Aufgaben des DTZF einging. Die Sanierung von Baudenkmälern solle das gemeinsame kulturelle Erbe lebendig erhalten und weitere zivilgesellschaftliche Nutzung ermöglichen. Die Anwesenden ermunterte er zur Antragstellung von guten Projekten, die Begegnung und Zusammenarbeit als Basis haben.

Im CeBB wie zu Hause fühlt sich Ing. Alena Svobodová, Leiterin des Referates für Kultur, Tourismus und Denkmalpflege der Region Pilsen. Voll Freude führte sie die zahlreichen Gelegenheiten, Konferenzen und Treffen von grenzüberschreitend Engagierten aus Bayern und Tschechien an und fand auch lobende Worte für die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe Kultur im Projekt "Pilsen und Oberpfalz – Europäische Nachbarn". BcA. Vladimír Líbal als Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Pilsen, Mgr. Martin Baxa, drückte seine Freude darüber aus, dass er im CeBB immer wieder auf langjährige deutsche und tschechische Freunde treffe. Besonders hervor hob er die bedeutende aktive Rolle, die das CeBB für die Kulturhauptstadt Europas Pilsen 2015 spielt.

Beim Empfang gab es ausreichend Gelegenheit dem von Landrat Liedtke eingangs ausgegebenen Motto gerecht zu werden, Geschichten und Geschichte auszutauschen und dabei auch alte Kontakte aufzufrischen oder neue, grenzüberschreitende Kontakte zu knüpfen. Die Sorge um das leibliche Wohl lag zum 7. Mal in den Händen der „Pascherwirte" - benannt nach dem inzwischen sehr bekannten Schönseer Freilichtspiel - die wieder mit regionalen Spezialitäten aufwarteten. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band King Swing aus Pilsen.

Michael Alt/Hermann Höcherl

Bildtexte:

Schwandorfs Landrat Volker Liedtke würdigte die äußerst erfolg- und segensreiche Arbeit des Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DTZF). Fotos: M. Alt

PhDr. Joachim Bruss, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, ging auf Entstehen und Aufgaben des DTZF ein.

 

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