Erfolgreiches Weiterbildungsseminar für Führungskräfte

Ressorts: Unternehmen und Märkte, Tschechien, Region, Wirtschaft

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Donnerstag, 26 April 2012 20:37

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In Zusammenarbeit mit der „Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien" und dem „Kulturreferenten für die böhmischen Länder" beim Münchner Adalbert-Stifter-Verein führte das in Oberplan im Böhmerwald ansässige „Adalbert-Stifter-Zentrum" auch in diesem Jahr wieder vom 20.-22. April ein „Fachseminar" für die Vorsitzenden der deutschen Verbände und die Geschäftsführer(innen) der deutschen Begegnungszentren in der Tschechischen Republik durch.

 

Auf dem Programm standen interessante Themen: Horst Löffler, Vorsitzender des Zentrums und früherer Bundesgeschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft, unterrichtete die Teilnehmer über die vielfältigen Strukturen der Organisationen der heimatvertriebenen Sudetendeutschen in der Bundesrepublik und in Österreich, über deren kulturelle Aktivitäten und die aktuellen Probleme, und zog Vergleiche zur Situation der Heimatverbliebenen. Ein wenig bekanntes Kapitel der sudetendeutsch-tschechischen Beziehungen beleuchtete Dr. Raimund Paleczek, Vorsitzender des „Sudetendeutschen Instituts" und Mitglied des SL-Bundesvorstandes, in seinem Vortrag über das Verhältnis von sudetendeutschen und tschechischen Katholiken innerhalb der katholischen Kirche in den böhmischen Ländern von den Anfängen des Zusammenlebens bis zum Ende des tschecho-slowakischen Staates. Christiane Seifert, die vom Stuttgarter „Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)" zur Landesversammlung entsandte Kulturmanagerin, referierte über die „Methodische Planung von (Jugend)Begegnungen", und Mgr. Martin Dzingel, der Präsident der Landesversammlung, diskutierte mit den Teilnehmern über die Planung, Antragstellung und Abrechnung von Projekten als finanzielle Basis von Begegnungszentren und Verbänden sowie über aktuelle innerverbandliche Fragen.

Angereichert wurde das Seminar durch eine Halbtagesexkursion zum Zisterzienserkloster Hohenfurth an der Moldau, das 1259 von Peter Wok von Rosenberg gegründet worden war und eine wichtige Rolle bei der Besiedlung und Kultivierung des südlichen Böhmerwaldes spielte. Besucht wurde auch die „Teufelsmauer", ein Durchbruch der Moldau durch ein Granitmassiv, den Smetana in seiner sinfonischen Dichtung „Die Moldau" musikalisch gewürdigt und auch Adalbert Stifter wiederholt literarisch beschrieben hat, und besucht wurde ebenfalls die Burgruine Wittinghausen, der Stammsitz des Geschlechtes der Witikonen, die ebenfalls von Adalbert Stifter in Bild und Wort (so in der Erzählung „Der Hochwald") dargestellt wird.

Diese jährlich im Oberplaner „Adalbert-Stifter-Zentrum" stattfindenden Fachseminare stellen ein wesentliches Element des Meinungs- und Erfahrungsaustausches zwischen den verantwortlichen Führungskräften der Verbände und Begegnungszentren der deutschen Minderheit in den böhmischen Ländern dar, ohne zeitliche und inhaltliche Einschränkung durch Regularien oder Tagesordnungspunkte, und werden deshalb sehr gerne angenommen. Finanziell gefördert wurde das Seminar vom Kulturreferenten für die böhmischen Länder, von der Sudetendeutschen Stiftung und von der Landesgruppe Baden-Württemberg der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

 

Quelle(n)

Adalbert-Stifter-Zentrum

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