Deutscher VW-Gewerkschafter attackiert Škoda-Führung

Ressorts: Unternehmen und Märkte, Tschechien, Wirtschaft

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Donnerstag, 12 April 2012 17:01

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VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh hat das Management der tschechischen Tochter Škoda wegen der derzeitigen Tarifverhandlungen scharf angegriffen. Es zeuge von „Unfähigkeit" der Unternehmensführung, wenn es nach mittlerweile 13 Gesprächsrunden noch keine Einigung gebe, sagte der oberste Arbeitnehmervertreter von Europas größtem Autobauer am Mittwoch. Ihre Gewerkschaftskollegen stünden mit beiden Beinen fest auf dem Boden und ihre Forderungen seien berechtigt, betonte Osterloh. Er frage sich, warum sich die Firmenspitze in den Verhandlungen mit der tschechischen Gewerkschaft „KOVO" so verhalte, als sei sie offensichtlich nicht an einer Lösung interessiert.

 

Die Arbeitnehmervertreter verlangen ein deutliches Lohnplus für die Škoda-Beschäftigten. Die zunächst angebotenen 4,3 Prozent hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Am Mittwoch legten die Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben nach und stellten eine Tariferhöhung um 4,7 Prozent rückwirkend zum 1. April in Aussicht.

Marco Zimmermann

 

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Radio Praha

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