Deutsch-tschechisches Trommelerlebnis

Ressorts: Jugend, Niederbayern, Kinder, Kinderveranstaltung, Interkulturell, Gesellschaft, Musik, Region, Kultur

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Autor

Michael Alt

DATUM

Dienstag, 25 Juni 2013 17:46

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Zum fünften Mal geht in Kötzting das Trommelfeuer auf dem Gelände der ehemaligen Hohenbogenkaserne über die Bühne. Organisator Sigi „Lee" Nachreiner von LIAM hat bei der Veranstaltung, die immer mehr Zuspruch findet, ein großes Anliegen: „Ich will regionale Künstler auf die Bühne bringen!" Und dies gelingt ihm auch.

Denn wenn auch die „Taiko-Trommeln" von „KokoroDaiko" ihren fernöstlichen Ursprung nicht verleugnen können, werden sie dennoch von „Hiesigen" meisterlich „bearbeitet". Schließlich handelt es sich bei der gemischten elfköpfigen Truppe, die sich um Elke Hamacher geschart hat, ausschließlich um TrommlerInnen aus dem „Waldmünchner Eck". Und auch die „Chefin"und Lehrerin ist mittlerweile als Ärztin in der Trenkstadt fest verwurzelt. „Chardy & Friends" – treue Begleiter seit dem ersten „Trommelfeuer" vor fünf Jahren - haben auch keine weite Anreise.

 

Das gleiche gilt für zehn der Kinder von der Schule am Regenbogen (SFZ Cham), welche zusammen mit zehn „KollegInnen" der der Praktischen Grundschule Domazlice als „Sambalila" auftreten. In seiner „Trommelfeuer-Bilanz" zeigt sich Sigi „Lee" Nachreiner von ihnen begeistert, denn die Percussiongruppe im Alter von elf bis 15 Jahren schon wie die Profis – „Hingstellt und losg´spielt" – und findet schnell den Kontakt zum Publikum. Die Tatsache, dass „Sambalila"-Leiterin Anne Biermann eine ehemalige Nachreiner-Schülerin ist, ist ein weiterer Beweis für die „regionale Bindung. Die „Bekanntschaft" war vor etwa eineinhalb Jahren mit einer Einladung zu einem Workshop in das tschechische Nachbarland wiederbelebt worden.

Zwar druddeln die Besucher zunächst nur langsam ein, erreichen aber zu Beginn des „Hauptacts" dann die doch stolze Zahl von gut 250. Sie brauchen ihr Kommen nicht zu bereuen, denn eingestimmt mit Sound aus den 1970ern erleben sie einen Abend, der ihre Ohren mit perfektem Trommelsound verwöhnt und am Ende dann mit gemütlicher Runde am Lagerfeuer – profilike entfacht von Organisator Nachreiner - für´s Ausharren belohnt. Dabei kommen natürlich die mitgebrachten Instrumente zum Einsatz, so dass bei gemeinsamer Musik die Stunden bis zur „dezibelbeschränkten Sperrstunde" um 1 Uhr wie im Flug „vorbeiwirbeln".„Harter Kern", aber auch „neue Gesichter aus dem ganzen Gäu" lassen sich gefangen nehmen vom manchmal nicht auf den ersten „Schlag" zu erkennenden Charme der Trommeln und genießen einen Abend, an dem – auch das Wetter spielt mit – nicht nur Sigi „Lee" zufrieden ist. Er freut sich darüber, dass Bad Kötzting wieder einmal seinem Ruf als „Trommel-Standort" gerecht wird.

 

Fotos: Die richtige Einstimmung:            

„Chardy & Friends“  und Sound aus den 1970ern. Fotos: Sigi Nachreiner

trommel „KokoroDaiko“ - Japanische Klänge präsentiert von Waldmünchnern.

kinder: Deutsch-tschechische Trommelpartnerschaft mit „Sambalila“. 

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