Broschüre über Bodeneinbruch und andere Risiken für Haus- und Grundbesitzer

Der schiefe Turm von Pisa soll keine Konkurrenz bekommen

Ressorts: Haus und Garten, Umweltschutz, Literatur, Umwelt

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Dienstag, 18 Oktober 2011 00:40

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Es reicht, wenn sich nun auch Big Ben in London immer weiter neigt - die Gebäude in Niederbayern sollen dem schiefen Turm von Pisa keine Konkurrenz machen. Darum sollten sich Haus- und Grundbesitzer das neue Merkblatt des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ansehen. Darin ist beschrieben, wie man sein Eigentum gegen Georisiken wie rutschende Hänge, einbrechende Böden, Steinschlag oder Felssturz absichern kann.

 

Wenn der Boden nachgibt, spricht man von einem Erdfall. Das passiert vor allem in Gebieten, in denen lösliche Gesteine wie Gips, Anhydrit und Salz im Untergrund vorhanden sind. Besondere Vorsicht ist dort geboten, wo schon öfters Hohlräume unter der Erde eingebrochen sind. Auch wenn ein Hang wegrutscht, ist meistens Wasser im Spiel. Darum sollte auf gefährdeten Grundstücken die Entwässerung zum Beispiel durch Drainagen und gut abgedichtete Leitungen gewährleistet sein.

Einem Steinschlag kann man beispielsweise vorbeugen, indem man den Hang von größeren Bäumen befreit. So können die Wurzeln das Gestein nicht sprengen. Außerdem können Schutzzäune helfen. Die sind allerdings wirkungslos, wenn ein ganzer Fels nach unten kracht. Um davor geschützt zu sein und rechtzeitig reagieren zu können, empfiehlt sich etwa ein Felssiegel. Damit können bei regelmäßiger Kontrolle kleine Bewegungen im Fels registriert werden. Solange das Siegel intakt bleibt, ist es unwahrscheinlich, dass sich ein großes Felsstück löst.

Obwohl man Häuser unter anderem mit verstärkten Wänden gegen Georisiken schützen kann, ist es immer noch am sichersten, in gefährdeten Gebieten nicht zu bauen. Im Zweifel sollten Grundbesitzer und Bauherren immer Fachleute für Ingenieurgeologie, Geotechnik oder Grundbau einschalten. Informationen und Beratung gibt es auch bei den Landratsämtern, Wasserwirtschaftsämtern und den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Nähere Informationen unter www.naturgefahren.bayern.de, www.lfu.bayern.de, www.stmug.bayern.de und www.stmelf.bayern.de

 

Quelle(n)

Reg. Niederbay.-Pressestelle

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