Freilebender Luchs springt ins Luchs-Gehege

Besuch bei den Artgenossen

Ressorts: Naturschutz, Umwelt

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Freitag, 16 März 2012 11:51

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Zweimal sind in diesem Jahr schon Luchse aus der Gehegezone im Nationalpark geflüchtet – jetzt passierte der umgekehrte Fall: Ein freilebender Luchs „besuchte" seine Artgenossen in der Neuschönauer „Gefangenschaft"

Die Tierpfleger im Tierfreigelände des Nationalparkzentrum Lusen staunten nicht schlecht, als sie am Morgen einen Luchs mehr im Gehege zählten. „Normalerweise sind hier im Gehege drei Luchse. Am Dienstagmorgen waren es vier", schildert Dr. Dennis Müller, zuständiger Tierarzt im Nationalpark, die Situation und ergänzt „Gerade ist Ranzzeit bei den Luchsen, da kann es schon vorkommen, dass wildlebende Luchskater mutiger werden."

 

Vor Jahren war bereits Milan, ein ebenfalls freilebendes Männchen, in das gleiche Luchsgehege gesprungen. Auch diesmal war es ein männliches Tier, das bereits aus dem Fotofallenmonitoring bekannt ist. Erstmals wurde es im September 2011 mit einer Kamera abgelichtet. Der Luchs wurde von Dr. Müller narkotisiert und genauer untersucht. Er ist 17,5 Kilogramm schwer und wird auf 2 - 3 Jahre geschätzt. „Rico", wie der Luchs getauft wurde, bekam einen Chip unter die Haut, wie es auch bei Haustieren üblich ist, wurde aber nicht mit einem Sendehalsband ausgestattet. Nach der Narkose wurde er, in ca. 500 Meter Entfernung wieder in freie Wildbahn entlassen.

Autor: pm

 

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