Eine Alternative zum „klassischen Reiseführer

„Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch“

Ressorts: Reiseberichte, Hintergrund, Reisen, Literatur, Kultur, Tourismus

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Autor

Michael Alt

DATUM

Montag, 24 Oktober 2011 13:22

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Nicht immer ist der „klassische" Reiseführer der beste Weg, eine Region, ihre Menschen und ihre Besonderheiten ins rechte Licht zu rücken. Davon zeigte sich Hubert Ettl am Freitagabend in der Städtischen Galerie überzeugt. In Form des von ihm herausgegebenen „Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch" präsentierte er eine Alternative, die bei ihrer offiziellen Vorstellung viel Beifall erhielt. In Anwesenheit eines Teiles der AutorInnen betonte er, dass man der bisherigen Linie treu geblieben sei. So orientiere sich das Konzept wieder am vielseitigen Zusammenspiel von Texten und Bildern. Zudem solle durch Charme und Ästhetik der Schwarzweißfotografie ein Kontrapunkt zur „bunten Bilderflut" gesetzt werden. Mit Komplimenten sparte auch Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner nicht. Auch wenn es schon viele Bücher über den Bayerischen Wald gebe, sei mit dem neuesten Werk von Hubert Ettl etwas ganz Besonderes entstanden.

Für einen ersten Eindruck davon, was das „ReiseLeseBuch" zu bieten hat, sorgte nach einer kurzen Vorstellung durch den Herausgeber Ulrich Effenhauser mit seinem Vortrag von „Rundinger Auftritte". „Wenn Du nach Neukirchen kommst, lass für mich auch eine Perle fallen!" Mit diesem Appell erinnerte Günther Bauernfeind an die Wallfahrt zur Muttergottes von Neukirchen b. Hl. Blut und ihre Geschichte. Von „Eschenski und Haselnusstecken" – den Anfängen des Skifahrens im Bayerischen Wald wusste Kristina Pöschl zu berichten, während Anna Wheill sich mit dem „Zurückbleiben" auseinandersetzte. Bernhard Setzwein trug schließlich noch die „Herzynischen Elche" zum Reigen der „Leseproben" bei.

Neben denen, die sich am Samstag bei der Vorstellung zu Wort meldeten, sind in dem Buch auch noch Herbert Becker, Joseph Berlinger, Manfred Böckl, Friedrich Brandl, Hubert Ettl, Herbert Grabe, Harald Grill, Franz Hintermann, Michaela Karl, Karl Krieg, Reiner Kunze, Hermann Lenz, Joachim Linke, Eme¬renz Meier, Bruno Mooser, Friedrich Mülder, Martin Ortmeier, Karl-Heinz Paulus, Herbert Pöhnl, Karl-Heinz Reimeier, Rupert Schützbach, Bernhard Setzwein, Adalbert Stifter, Olaf Unverzart, Albert Uschold, Andreas Vollstädt, Anna Wheill und Doris Zitzelsberger mit Text- beziehungsweise Bildbeiträgen vertreten. Sie erzählen Geschichten, porträtieren Menschen, berichten von Wandereindrücken. Die Gedichte, so Hubert Ettl in seinem Schlusswort, bilden dabei einen lyrischen Angelpunkt. Durch das Gesamtmosaik erschlössen sich das Waldland, seine Natur und Kultur, mit seinen Menschen und ihrem Leben. Eines stehe dabei über allem: „Der Bayerische Wald braucht sich nicht zu verstecken!"

Infos zum Buch

Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch hrsg. von Hubert Ettl, Format 28,5 hoch x 22,5 breit, Fadenheftung, 176 Seiten, mit 132 Schwarzweißfotos, 29,80 Euro,

ISBN 978-3-929517-49-1.

 

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