Wasser – und Umweltschutz als grenzüberschreitende Aufgabe

Mittwoch, 02 April 2014 – VODNANY

Wasser als verbindendes Element in der Europaregion Donau-Moldau: Experten der Oberpfälzer Wissensplattform „Forschung und Innovation“ legen in Vodňany Grundstein für künftige Kooperationen. 

Wasser und Umweltschutz waren die großen Themen beim Workshop der Wissensplattform „Forschung und Innovation“ am 27.03.2014 in Vodňany (Kreis Südböhmen). Aus allen sieben Mitgliedsregionen der Europaregion Donau-Moldau kamen hierzu Fachleute in das neu eröffnete „internationale Umwelt-, Bildungs-, Beratungs- und Informationszentrum für Wasserschutz Vodňany“ in Südböhmen. So informierten sich unter anderem Vertreter des Wasserclusters Lunz (Niederösterreich), des Biologischen Zentrums Budweis und des Teichwirtschaftlichen Beispielsbetriebs Wöllershof (Oberpfalz) gegenseitig über ihre Aktivitäten und loteten gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten aus. Aber auch Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der TU München sowie von der Karlsuniversität Prag zählten zu den geladenen Gästen. Studenten der Fakultät für Fischerei und Wasserschutz der Universität Südböhmen nutzten die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte vor dem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Zurück zur Natur, auf in den „Wald“.

Mittwoch, 08 Mai 2013

Grenzüberschreitende Natur erfordert grenzüberschreitenden Naturschutz. Denn wieder einmal zeigt es sich, dass der Natur als solcher staatliche Linienführungen, oder Grenzen, im Grunde genommen total egal sind und es im Grunde genommen nichts gibt, was von ihr nicht irgendwann wieder in Beschlag genommen werden könnte. Die Pflege und Bewahrung der Natur im „Nordwald" als Ganzes teilen sich zwei große Nationalparks in Bayern und Böhmen: der Nationalpark Šumava/Böhmerwald und westlicher gleich anschließend der Naturpark Bayerischer Wald. Alles schön geordnet. Der eigentliche, heimliche Herrscher des gesamten Waldgebirges ist allerdings der „Scolytina", gemeinhin auch als Borkenkäfer bekannt. Wozu er zu verursachen in der Lage ist, darüber hat bereits Karl Klostermann in seinen Veröffentlichungen über den Böhmerwald berichtet. Er ist der unerbittliche Konkurrent der auf Ertrag orientierten Waldbesitzer, die es lieber sehen, wenn sich das Holz in bare Münze umwandelt, als wenn aus ihm – im übertragenen Sinne – nur ein Zerfallsprodukt wird. Dabei bleibt gerne der Umstand unberücksichtigt, dass auf oder aus diesem Zerfall wieder neues und frisches Leben im Wald nachwächst. Und schuldlos sind sie auch nicht daran, denn in höheren Gebirgslagen hat der Mensch „mit ausgedehnten Fichtenreinbeständen optimale Borkenkäferbiotope geschaffen. Hier können sich bei klimatischen Extremen (lange Hitze- oder Trockenperioden, Winter mit viel Schneebruchholz)" Borkenkäfer explosionsartig vermehren.

 

Natur-Inventur Start der Kartierarbeiten im Offenland

Dienstag, 05 Februar 2013

Noch herrscht Winter auf den Wiesen und Feldern an der Donau. Aber schon bald werden die ersten Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Höchste Zeit also, mit den Kartierarbeiten in den Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg, die Teil des europäischen ökologischen Netzwerks „Natura 2000" sind, auch im Offenland zu beginnen. Die Erfassung der Waldlebensräume und Arten der Donauauen durch die Landauer Forstbehörden soll fortgeführt werden. Dies teilten die Regierungen von Niederbayern und Oberbayern gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Landshut und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau bei einem Treffen am 23. Januar 2013 in Neustadt a. d. Donau mit. Das Ingenieurbüro PAN GmbH aus München erhält den Auftrag für die Kartierungsarbeiten.

 

„Deggendorfer Himmelreich“ nun Naturschutzgebiet

Freitag, 11 Januar 2013

Das „Deggendorfer Himmelreich" ist zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Dieses Gebiet auf dem Höhenrücken am westlichen Deggendorfer Stadtrand ist damit das erste Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Niederbayern, das vorrangig dem Schutz von Pilzen dient.

Nach Anfangsschwierigkeiten ging das Inschutznahmeverfahren schnell und reibungslos über die Bühne. Die Stadt Deggendorf, die Bundespolizei und die Regierung von Niederbayern zogen an einem Strang und auch die Bundesimmobilienverwaltung zeigte sich konstruktiv. Ebenso konnten die von Bürgern und Institutionen geäußerten Einwendungen und Wünsche zum Ver-ordnungsentwurf weitgehend berücksichtigt werden.

 

Weltwasserwoche im Oberpfälzer Freilandmuseum

Dienstag, 10 April 2012

Von Montag, den 23. bis Montag, den 30. April, findet im Oberpfälzer Freilandmuseum die „Weltwasserwoche" statt. Bereits zum dreizehnten Mal führen die Wasserwirtschaftsämter Weiden und Regensburg zusammen mit dem Landratsamt Schwandorf und dem Freilandmuseum sowie zahlreichen Oberpfälzer Umweltstationen, Behörden und Umweltverbänden und engagierten Privatpersonen ein Programm für Schulklassen durch, bei dem sich alles um das Thema Wasser dreht. Was vor Jahren mit einem einzigen Tag begann, hat sich seit mehreren Jahren zu einer Aktionswoche mit über 2500 Schülerinnen und Schülern entwickelt. Am 30. April gibt es ein spezielles Angebot für die Gymnasien.

 

Neue Wege beim Boden- und Gewässerschutz in Niederbayern

Mittwoch, 28 März 2012

Die niederbayerischen Behörden mit Zuständigkeiten für den Boden- und Gewässerschutz wollen künftig noch enger zusammenarbeiten und damit noch mehr für die Umwelt tun. Das haben sie heute mit der Unterzeichnung der Landshuter Erklärung in der Regierung von Niederbayern besiegelt. Anlass war eine Tagung zum erfolgreichen Modellprojekt zur Verbesserung des Boden- und Gewässerschutzes rund um den Rottauensee bei Postmünster im Landkreis Rottal-Inn. Das vierjährige Modellprojekt läuft im Herbst aus. Das Ziel ist nun, die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Kommunen und Fachbehörden in ganz Niederbayern weiter zu verbessern – und Vorbild für andere Regionen im Freistaat zu sein.

 

Tschechisches AKW Temelin meldete Zwischenfall

Dienstag, 20 März 2012

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin hat erneut einen Zwischenfall gemeldet. Zwölf Minuten nach der Mitternacht in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde im Block 2 eine "Betriebspanne" an der Stopfbuchse einer Hilfspumpe festgestellt, die fürs Pumpen von Wasser in den Primärkreislauf verwendet wird.

Das Wasser von der verletzten Stopfbuchse wurde in ein Sammelbecken abgeführt und die Pumpe nach dem Anlaufen von einem der zwei Reserve-Systeme abgeschaltet, teilte der Sprecher von Temelin, Marek Svitak, am Montag mit.

 

Naturschutz in Niederbayern läuft auf Hochtouren

Donnerstag, 23 Februar 2012

Das vergangene Jahr war ein erfolgreiches für den niederbayerischen Naturschutz. Rund 9,4 Millionen Euro Zuschuss von Freistaat, Bund und Europäischer Union sind über die Regierung von Niederbayern in die Region geflossen. Das ist die zweithöchste Summe seit 30 Jahren. Mit dem Geld wurden unter anderem Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und für die Umweltbildung unterstützt.

 

Umweltministerium billigt Studie zum Ausbau einer Talsperre

Donnerstag, 23 Februar 2012

Das Umweltministerium hat die Umweltverträglichkeitsstudie für den geplanten Stausee in Nové Heřminovy bei Bruntál / Freundenthal gebilligt. Die Zustimmung war notwendig, um Projektionsarbeiten fortsetzen zu können. Dies teilte die Verwaltung des Oder-Flussgebiets am Mittwoch mit.

 

Hohe Feinstaubwerte verunsichern die Bevölkerung in weiten Teilen Tschechiens

Mittwoch, 16 November 2011

Trotz der relativ milden Temperaturen wird es keinen Spaziergang geben. Die Kleinen im Alter zwischen drei und sechs Jahren dürfen das Kindergartengebäude nicht verlassen. Es herrscht Smog in der Region um Ostrava. Bereits seit Anfang vergangener Woche hält sich eine dunkle, übel riechende Dunstglocke über der Stadt. „Wir verfolgen die Wettervorhersage und entscheiden dann, ob wir mit den Kindern rausgehen oder besser drinnen bleiben", erklärt die Erzieherin Milada Krencová.

 

Aufforderung zur Auflösung des Nationalparks

Sonntag, 31 Juli 2011

Vertreter von 22 Gemeinden fordern zur Auflösung des Nationalparks Böhmerwald auf. In einem Schreiben, dass die Vertreter am Freitag veröffentlichten, fordern sie die Behörden auf, das ihren Worten zufolge „gefährliche naturwissenschaftliche Experiment" zu beenden. Wenn die Natur ihrem Schicksal überlassen wird, kommt es zur Verbreitung des Borkenkäfers, heißt es in dem Brief. Die Menschen müssen nach Meinung der Vertreter der Gemeinden den Wäldern stärker helfen. Werde dies nicht ermöglicht, sollte der Nationalpark Böhmerwald aufgehoben werden, so die Kommunalpolitiker.

Böhmerwald-Streit

Dienstag, 16 August 2011

Die Verhandlungsrunde zwischen den in Fehde liegenden Befürwortern und Gegnern des Holzschlags im Böhmerwald ist am Montagabend ergebnislos geblieben. Das Treffen in der Gemeinde Modrava / Mader zwischen der Verwaltung des Nationalparks Böhmerwald und Einwohnern des Gebirges auf der einen Seite sowie Wissenschaftlern und Umweltaktivisten auf der anderen Seite war von Nationalparkchef Jan Stráský initiiert worden. Beide Seiten verständigten sich lediglich auf einen beiderseitigen Informationsaustausch.

 

Borkenkäfer-Streit

Sonntag, 31 Juli 2011

Böhmerwald-Einwohner protestieren gegen Blockade-Aktion der Öko-Aktivisten

Rund 200 Einwohner des Böhmerwalds haben am Freitagmorgen in der Böhmerwald-Gemeinde Modrava / Mader gegen die Umweltschützer protestiert, die mit ihren Aktionen das Abholzen von Bäumen blockieren, die vom Borkenkäfer befallen sind. Auf mehreren Plakaten mit eindeutiger Botschaft kritisierten sie die Öko-Aktivisten für ihre Blockade-Aktion, um sich andererseits bei den Polizisten und Holzfällern für deren Einsatz zu bedanken. Das sei eine von ihm persönlich organisierte Protestkundgebung, sagte der Gemeindevorsteher von Modrava, Antonín Schubert, vor Journalisten. Zur Unterstützung des Einwohner-Protestes war auch der umstrittene Nationalpark-Direktor Jan Stráský angereist. Die Umweltschützer werfen Stráský vor, mit seiner Politik des radikalen Kahlschlags den flächendeckenden Fichtenbestand in einer Schutzzone des Böhmerwalds zu ruinieren. Der Rodung der vom Borkenkäfer befallenen Bestände könne man auch mit herkömmlichen Methoden begegnen, behaupten die Öko-Aktivisten. Sie verweisen darauf, dass ein Abholzen von Bäumen in einer Schutzzone ungesetzlich sei. Deshalb werden sie ihre Blockade-Aktion weiter fortsetzen, erklärte ihr Sprecher Vratislav Vozník am Freitagmorgen.

Am Donnerstag war es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen den Umweltschützern und der Polizei gekommen, die die Öko-Aktivisten wiederholt aus der Schutzzone entfernen ließ. Am Freitagmorgen ist es bereits zu einigen Handgreiflichkeiten zwischen Umweltschützern und Blockade-Gegnern gekommen.

 

Der schiefe Turm von Pisa soll keine Konkurrenz bekommen

Dienstag, 18 Oktober 2011

Es reicht, wenn sich nun auch Big Ben in London immer weiter neigt - die Gebäude in Niederbayern sollen dem schiefen Turm von Pisa keine Konkurrenz machen. Darum sollten sich Haus- und Grundbesitzer das neue Merkblatt des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ansehen. Darin ist beschrieben, wie man sein Eigentum gegen Georisiken wie rutschende Hänge, einbrechende Böden, Steinschlag oder Felssturz absichern kann.

 

Deutsch-tschechisches Gemeinschaftsprojekt soll für bessere Mülltrennung sorgen

Dienstag, 25 Oktober 2011

Eine bessere Mülltrennung und somit eine verringerte Verschmutzung der Umwelt ist das Ziel eines Gemeinschaftsprojektes von böhmischen und sächsischen Kommunen im Dreiländereck zwischen Liberec / Reichenberg und Görlitz. Das dreijährige Projekt soll vor allem Kindergartenkinder und Erstklässler, aber auch die breite Öffentlichkeit ansprechen.

 

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