Das Neue Kloster der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ in Eger

Dienstag, 24 März 2015 – Cheb, Tschechische Republik Karl W. Schubsky

Über den Verfall und die Verwüstung eines Kulturbaus in der westböhmischen Grenzstadt Eger an der heutigen „Straße des 17. November".

Worum geht es hier und weswegen wäre zweckdienlicher Weise eine eher sanfte Hinführung an dieses durchaus – zumindest nicht nur für Egerländer - emotionale Thema nötig?

Man stelle sich einmal vor oder versetze sich in die Lage, jahrelang fährt man sommers wie winters von Eger auf der alten „Reichsstraße", die heutzutage „17. listopadu" heißt, in Richtung Waldsassen - oder aus Richtung Waldsassen kommend - nach Eger hinein und kommt dabei nicht nur an neuzeitlichen mehrstöckigen Blöcken, sondern fährt auch an einem langen gusseisernen Metallgitterzaun entlang, hinter dem eine Art verwilderte Parkanlage zu liegen scheint, silhouettenhaft dominiert von einer Beinahe-Kirchruine - mit Nebengebäuden. Stets entstand dabei – irgendwie - ein unnahbarer und abweisender Eindruck, früher leicht durch freundlich zuwinkenden Mädchen gemildert, die entlang des Zaunes postiert zu sein schienen. Dabei war jedes Mal – allerdings en passent - stets festzustellen, dass das Eingangstor in diesem langen Zaun ständig verschlossen zu sein schien. - Vom ruinösen Zustand des dahinter stehenden ehemaligen Sakralbaus selbst ist für die Passanten die meiste Zeit des Jahres über wegen des stark verwilderten Pflanzenwuchses davor kaum etwas zu erkennen, aber während der kalten Jahrezeit wird dessen kläglicher Zustand umso deutlicher wahrnehmbar.

 

Manský dvůr, bekannt auch als „Lehnhof“

Dienstag, 19 März 2013

Eine Spurensuche der besonderen Art einmal nicht in den Weiten Westböhmens oder des Böhmerwaldes, sondern im näheren Grenzgebiet des heimeligen Egerlandes zwischen Eger und Marienbad.

Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche „Sondierungsfahrt" für das Bayerische Grenzmuseum Schirnding auf der Suche nach ergänzenden Ausstellungsstücken für eine geplante Ausstellung über den Zoll nach 1945 an der bayerisch-tschechoslowakischen-tschechischen Grenze werden. Die Idee dazu war einem Mitarbeiter der „LZ" in den Sinn gekommen, der von den Nöten des Ausstellungsmachers Rainer Schweigert wusste, relevante Exponate über den Zeitabschnitt sowie die zu behandelnden Staatsorgane vorzeigen zu können.

 

Die Fraisch in Pilsen

Mittwoch, 06 März 2013

Am 5. März war es nun auch in Pilsen soweit. In Zusammenarbeit mit der Studien- und Wissenschaftlichen Bibliothek der Pilsner Region sowie der Deutschen und Österreichischen Bibliothek eröffnete das Bayerische Grenzmuseum Schirnding im Rahmen einer Vernissage vor einer größeren Besucherschar seine Ausstellung „Die Fraisch – eine wechselvolle Region und 150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze 1862-2012" in der Galerie des Europa-Hauses Pilsen, gegenüber von St. Bartholomäus, im Zentrum der Stadt.

 

Ottengrün und Hardeck in der „Fraisch“

Freitag, 22 Juni 2012

Die beiden Orte Ottengrün und Hardeck liegen beinahe nebeneinander in einem Gebiet, in dem die Königreiche Böhmen und Bayern territorial durchmengt waren, sich ihre Bewohner in ihrer egerländischen Sprache und Kultur nicht unterschieden. Heute gehören sowohl das egerische Ottengrün als auch das stiftische Hardeck zur bayerischen Oberpfalz, Marktgemeinde Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth.

 

Burg Hohenberg an der Eger

Montag, 26 März 2012

Die Hohenberger Burg ist eine uralte Festung an der bayerisch-böhmischen Grenze, wo sie einmal der Bewachung des Passes von Schirnding und der von Prag nach Nürnberg führenden Handelsstraße diente.

Vor Jahrzehnten hatte die Augsburger Puppenkiste in ihrem Programm den Vierteiler „Bill Bo und seine Bande", oder so ähnlich. Es handelte sich um die Geschichte einer Räuberbande am Rhein, deren Hautmann Bill Bo hieß. Dieser pflegte seinen Miträubern stets seinen Lieblingswunsch zum Ausdruck zu bringen, indem er sagte: „Ich will eine Bursch [Burg], mit Mauern so dick wie du lang!" Kindheitserinnerungen setzen sich irgendwie im Laufe der Jahrzehnte im Unterbewusstsein fest, aber der Anblick der Burg Hohenberg schwemmte diese Erinnerung wieder ins Bewusstsein.

 

Zbiroh in Westböhmen und sein Schloss

Montag, 26 März 2012

Das Schloss Zbiroh liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Pilsen, Ausfahrt 41 „Cerhovice" auf der Autobahn D5 nach Prag. Das Schloss war im Lauf der Zeit Wohnsitz bedeutender Persönlichkeiten wie Karl IV. und Rudolf II. Der weltbekannte Jugendstil-Künstler Alfons Mucha arbeitete hier 20 Jahre.

Der Weg von Pilsen nach Prag führt über Zbiroh – und natürlich geht der umgekehrte Weg auch durch diese Kleinstadt mit knapp 2.500 Einwohnern wieder zurück. - Natürlich ist diese Wegstrecke die alte, heutzutage sparsamere Variante der böhmischen Straßennutzung, ohne „Pickerl". Das Städtchen gehört zu einer großen Reihe von Orten, die wie Perlen auf einer langen Schnur aneinandergereiht sind, die als „Goldene Straße" in die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches eingegangen ist.

 

Informationszentrum über den „Wald“ in Pilsen

Sonntag, 11 März 2012

Normalerweise findet man eigentlich in Deutschland die tschechischen Informationsbüros für Tourismus. Das Tourismuszentrum in Regen geht in die andere Richtung und zäumt das Pferd quasi von hinten auf

Klein, überschaubar und schon irgendwie anheimelnd stellt sich das Informationszentrum in der Pilsener Martinská 303/9 der tschechischen Öffentlichkeit vor, in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße gelegen, knapp außerhalb des Stadtzentrums, nahe beim Westböhmischen Museum. Einmal den anderen Weg gehen, das wird hier in Pilsen aktiv praktiziert, um auch einmal bei tschechischen Touristen für einen Aufenthalt im Bayerischen Wald zu werben.

 

Neualbenreuth und sein Sibyllenbad in der „Fraisch“

Donnerstag, 23 Februar 2012

Im Grenzgebiet der Oberpfalz liegt an Westböhmen angrenzend der Markt Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad.

Ein regionales Gebiet der besonderen Art ist der nicht mehr existierende Verwaltungsbezirk „Fraisch" in der Oberpfalz mit seinem Zentrum, dem Markt Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Zur „Fraisch" gehören eine Reihe kleinerer Ortschaften und Gehöftansammlungen, verteilt über ein Gebiet, das von der bayerisch-böhmischen Grenze durch die Festlegung der Staatsgrenze im Jahre 1862 endgültig in zwei Teile aufgeteilt worden ist. Der Hausberg ist der Tillenberg oder Dyleň, mit seinen 939 Metern die zweithöchste Erhebung im Oberpfälzer Wald.. Die Bewohner von Neualbenreuth bezeichnen sich selbst, laut 1. Bürgermeister Albert Köstler, als „Egerländer".

 

Borovany – viel alte und auch neuere Geschichte

Dienstag, 21 Februar 2012

Borovany ist eine Kleinstadt im Bezirk Budweis mit viel Geschichte, Landschaft und Natur pur, aber auch mit einem Bezug zur neueren Geschichte, die der Lehrpfad „Totalitär trennt" veranschaulicht. Dieser informiert über die Geschichte der Tschechisch-Österreichischen Grenzbefestigungen und Schutzbunker aus den Jahren 1936-1938.

 

1. ImpulsTour nach Pilsen am 05.11.11

Samstag, 15 Oktober 2011

Das CeBB veranstaltet am Samstag, 05.11.11 die 1. ImpulsTour im Rahmen des neuen Projektes "Impuls 2015!". Kulturakteure sind eingeladen, interessante Facetten von Pilsen, der Kulturhauptstadt Europas 2015, kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und erste Ideen auszutauschen. Programm: Besichtigung des früheren Brauereiareals Světovar (4x4 Culture Factory) und des historischen Südbahnhof als Aktionsort der alternativen Kulturszene, zum Abschluss am Abend das Galakonzert des Festivals "Jazz ohne Grenzen"

 

 

Advent in Pilsen

Freitag, 25 November 2011

Der Advent ist die wohl poetischste Zeit des Jahres, in der wir uns gern an die alten Bräuche unserer Vorfahren erinnern, uns aber auch nicht weniger gern von etwas Neuem bezaubern lassen. Heuer hat der Pilsener Weihnachtsbaum auf dem Platz der Republik, eine 14 m hohe Tanne, erstmals regulierbare LED-Beleuchtung. Bei dieser Premiere am 27.11. um 18 Uhr werden OB Martin Baxa und Bischof F. Radkovský anwesend sein. Zuvor, um 16 Uhr können sich die Besucher des Weihnachtsmarkts u. a. auf die bekannten Pilsener Kinderchöre Javoříčky und Mariella freuen.

 

Asch und Selb kommen sich wieder näher

Freitag, 02 Dezember 2011

Ein Rauschen ging durch den Blätterwald: Die Bahn macht in Oberfranken Richtung Tschechien mobil, denn die Bahnlinie von Hof über Selb nach Asch soll wieder in Betrieb genommen werden. Diese Nachricht wurde nach längerem Warten in die Öffentlichkeit getragen, nachdem die Finanzierung der Bauarbeiten abgeklärt worden ist. Damit wären die beiden Grenzstädte Selb und Asch/Aš durch die reaktivierte Bahnlinie noch besser erreichbar und wo jetzt noch Gras wächst, sollen bald wieder Züge verkehren.

 

Blatna

Dienstag, 23 August 2011

Der 13. August – ein schicksalsträchtiges Datum Deutschland, der Tag des Mauerbaus in Berlin vor 50 Jahren – hat auch für die Bewohner der südböhmischen Stadt Blatna eine besondere Bedeutung. Am 13. August des kommenden Jahres 2012 jährt sich zum zehnten Mal der Tag, an dem die kleine Stadt am Flüsschen Lomnice förmlich im Hochwasser versank. Es dauerte Jahre, bis die großen Schäden an Brücken und Häusern, an Firmengebäuden und Straßen gerade auch im Zentrum beseitigt waren. Mit Hilfe vieler gelang eine große Gemeinschaftsleistung: Das Städtchen ist heute schmucker denn je und immer mehr Touristen, vor allem auch aus Deutschland, entdecken seine beschauliche Schönheit.

 

Die Große Synagoge in Pilsen

Samstag, 29 Oktober 2011

Neulich war es wieder einmal soweit. Eine Fahrt in die „Hauptstadt" stand auf dem Programm. In welche Hauptstadt? Selbstverständlich in die westböhmische, nämlich Pilsen. Es muss ja nicht ständig Prag auf der Tagesordnung stehen. Immerhin ist Pilsen nicht nur die größte Stadt Westböhmens, darüber hinaus bereitet sich die Stadt auch auf die Übernahme des Titels einer „Kulturhauptstadt 2015" vor und wird damit, zumindest auf ein Jahr, Prag den Rang ablaufen. Gerne brüstet sich man in Prag mit diversen „Kleinigkeiten", aber Pilsen hat durchaus einige Vorteile vor der Hauptstadt. - Dabei soll einmal das „Pilsner Urquell" außer acht gelassen.

 

Impressionen aus der Moldaustadt Český Krumlov/Krumau

Sonntag, 18 Dezember 2011

Es war einmal wieder soweit, ein Besuch in der Vltava-Stadt Český Krumlov stand nach langer Zeit auf dem Besuchsprogramm. Dieses Mal als Mitglied einer Reisegesellschaft aus Horní Planá/Oberplan im Rahmen des Seminars „Heimatliche Bräuche zu Advent und Weihnachten", das im dortigen Centrum Adalberta Stiftera abgehalten wurde. Dabei hatte die Reiseleitung die ortskundige Emma Marxová vom Šumavaverein Krmlov übernommen.

 

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