Wie optimistisch darf es sein?

Donnerstag, 12 September 2013 – Schönsee Karl W. Schubsky

Ortsfremdes Volk fiel in die Dörfer und Weiler entlang der Grenze ein und wollte den Bewohnern mit der Waffe in der Hand klarmachen, dass sie hier nichts verloren hätten und historisch hier Fremde wären. Dabei beriefen sie sich auf alte Dokumente, von denen selbst der Ur-Großvater von seinem Großvater nie ein Wort der Erwähnung gehört hatte. Beschlossen wurden die Schicksale in weiter Ferne, entweder schon bereits im „Exil" in London oder dann „endgültig" bei den „Preißen", den alten Erbfeinden, also in Potsdam, wo sich kaum bekannte Siegerheroen trafen und neue Grenz- und Einflusszonen auf dem Papier zogen. – Irgendwie erinnert diese Vorgehensweise an die der alten Imperialmächte England, Frankreich, Spanien - oder auch das Deutsche Reich mit dessen Suche nach einem „Platz an der Sonne" – in Afrika, Asien, Amerika. - Die Russen mussten ja nicht nach Übersee. Ihnen standen genügend zu erobern oder zu besetzende Landmassen vor der Haustür zur Verfügung.

 

Wanderbar ohne Grenzen - 125 Jahre FGV und KČT

Montag, 06 Mai 2013

Das „Wanderbar machen" der Mittelgebirgsregionen ist seit nunmehr über 125 Jahren erklärtes Ziel des Fichtelgebirgsvereins und des Klubs Tschechischer Touristen. Beide wurden 1888 gegründet und können auf eine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Menschen in der Region und derer, die diese durchwandern zurückblicken.

Der Fichtelgebirgsverein wurde am 16.12.1888 nach Auflösung der „Sektion Fichtelgebirge" des Alpenvereins in Wunsiedel gegründet. Seine Aufgaben sieht er in der Anlage, Markierung und Pflege von Wanderwegen, dem Errichten von Aussichtstürmen und Unterkunftshäusern. Zudem verschrieb sich der Verein schon bald der Pflege der Kultur, initiierte 1908 das Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel und auch das 1993 eröffnete Volkskundliche Gerätemuseum Arzberg-Bergnersreuth.

 

Berge aus Feuer, Stein und Wasser

Mittwoch, 21 März 2012

Die Region erhält ein weiteres Zugpferd: Am Freitag eröffnet Landrat Simon Wittmann mit der Enthüllung der Informationstafel "Kleiner Kulm" die neue Geotour Vulkane.

Nach Granit und Boden ist es bereits die dritte Geotour im grenzüberschreitenden Geopark Bayern-Böhmen. Die vom Geo-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach und dem Geopark ausgearbeitete Route kostete rund 30 000 Euro und wurde vom bayerischen Umweltministerium großzügig gesponsert. Über 50 gut ausgebildete Geopark-Ranger stehen inzwischen zur Verfügung.

 

Informationszentrum über den „Wald“ in Pilsen

Sonntag, 11 März 2012

Normalerweise findet man eigentlich in Deutschland die tschechischen Informationsbüros für Tourismus. Das Tourismuszentrum in Regen geht in die andere Richtung und zäumt das Pferd quasi von hinten auf

Klein, überschaubar und schon irgendwie anheimelnd stellt sich das Informationszentrum in der Pilsener Martinská 303/9 der tschechischen Öffentlichkeit vor, in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße gelegen, knapp außerhalb des Stadtzentrums, nahe beim Westböhmischen Museum. Einmal den anderen Weg gehen, das wird hier in Pilsen aktiv praktiziert, um auch einmal bei tschechischen Touristen für einen Aufenthalt im Bayerischen Wald zu werben.

 

Neualbenreuth und sein Sibyllenbad in der „Fraisch“

Donnerstag, 23 Februar 2012

Im Grenzgebiet der Oberpfalz liegt an Westböhmen angrenzend der Markt Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad.

Ein regionales Gebiet der besonderen Art ist der nicht mehr existierende Verwaltungsbezirk „Fraisch" in der Oberpfalz mit seinem Zentrum, dem Markt Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Zur „Fraisch" gehören eine Reihe kleinerer Ortschaften und Gehöftansammlungen, verteilt über ein Gebiet, das von der bayerisch-böhmischen Grenze durch die Festlegung der Staatsgrenze im Jahre 1862 endgültig in zwei Teile aufgeteilt worden ist. Der Hausberg ist der Tillenberg oder Dyleň, mit seinen 939 Metern die zweithöchste Erhebung im Oberpfälzer Wald.. Die Bewohner von Neualbenreuth bezeichnen sich selbst, laut 1. Bürgermeister Albert Köstler, als „Egerländer".

 

Schneller mit Zug von Regensburg nach Prag

Freitag, 19 August 2011

"Europa wächst zusammen" mit der Bahn dauert es aber etwas länger. Wer heute von München ins weniger als 400 Kilometer entfernte Prag fahren will, braucht mit dem Regionalzug ALX355 - zurzeit die einzige Direktverbindung - rund sechs Stunden. Leidtragende sind vor allem Städte und Landkreise in Ostbayern, die entlang dieser Strecke liegen. Konkrete Pläne für den Bau einer Schnellzug-Verbindung von München über Regensburg und Pilsen nach Prag gibt es seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt. Die Fahrzeit würde sich auf gut drei Stunden halbieren. Noch weiß keiner so genau, wann das sein wird: 2020, 2025 oder erst 2030? Denn in der Praxis hat sich bisher wenig getan - zumindest auf deutscher Seite. Jetzt wollen Ostbayerns Politiker den Druck erhöhen, damit der Schnellzug von München nach Prag nicht auf dem Abstellgleis endet. Auch Tschechien drängt auf klare Signale aus Berlin.

 

Gebrauchsanweisung für Prag

Donnerstag, 18 August 2011

Überteuerte Taxis, falsche Polizisten, Abzocke beim Geldwechseln oder im Lokal: Lange interessierte das Prager Touristenschröpfen vor allem ausländische Medien und die Betroffenen selbst.

Nun haben die Einheimischen das Problem entdeckt. Auf einem neuen Stadtplan warnen junge Prager gleichaltrige Gäste vor den Auswüchsen der Tourismusbranche ihrer Stadt.

 

Asch und Selb kommen sich wieder näher

Freitag, 02 Dezember 2011

Ein Rauschen ging durch den Blätterwald: Die Bahn macht in Oberfranken Richtung Tschechien mobil, denn die Bahnlinie von Hof über Selb nach Asch soll wieder in Betrieb genommen werden. Diese Nachricht wurde nach längerem Warten in die Öffentlichkeit getragen, nachdem die Finanzierung der Bauarbeiten abgeklärt worden ist. Damit wären die beiden Grenzstädte Selb und Asch/Aš durch die reaktivierte Bahnlinie noch besser erreichbar und wo jetzt noch Gras wächst, sollen bald wieder Züge verkehren.

 

Der Tod zog in den Böhmerwald: Es begann in Helmbrechts

Montag, 10 Oktober 2011

Die SS hatte das Reich und die von ihm okkupierten Länder mit einem Netz von Konzentrations- und Arbeitslagern überzogen: Tod durch Arbeit. Als die Front von allen Seiten sich immer mehr zusammenzog, wurde mit der Räumung der Konzentrationslager und ihrer Außenlager begonnen. Dabei wird in drei Phasen unterschieden: „In einer ersten Phase zwischen August 1944 und Mitte Januar 1945 wurden die Lager weitgehend geordnet aufgelöst. Meist wurden die Häftlinge der Außenlager im Stammlager zusammengezogen und ein Teil schon Wochen vor der Auflösung des Lagers abtransportiert."

 

Lebenslanger Traum ist Wirklichkeit geworden

Dienstag, 06 Dezember 2011

Josef Doblinger, geschäftsführender Gesellschafter einer Bauträger- und Projektentwicklungsgesellschaft in Straßkirchen bei Straubing, könnte eigentlich seit Jahren ein gemütliches „Rentnerdasein" mit seiner Lebensgefährtin Sonja führen. Er könnte reisen, sich erholen von verantwortungsvoller und aufreibender Tätigkeit in der Baubranche. Reisen tun die beiden zwar, und das wöchentlich. Gute zwei Stunden dauert die Fahrt zwischen der immer noch zu leistenden Arbeit im heimischen Straßkirchen und dem zweiten Arbeitsplatz im Schlosshotel Bykov, den „Doblinger und Partner" im Jahre 1997 erworben haben und dem sichtlich seine ganze Liebe gehört.

 

Zur Quelle ging der Knabe

Sonntag, 16 Dezember 2012

Was ist in der heutigen Zeit nicht alles möglich, vorausgesetzt selbstverständlich, man nimmt diese Annehmlichkeiten auch in Anspruch. Eine schöne Wanderung im Böhmerwald ist selbst im Winter für Nicht-Langläufer kein Ding der Unmöglichkeit, wenn auch unter erschwerten Umständen. Daher ist es besser, für einen langen Gang zum „Ursprung der Moldau", also an die Quelle von Smetanas Inspiration, wieder auf besseres Wanderwetter zu warten. Aber, bevor der Maja-Kalender abläuft, sollen alle Sensationslüsternen doch noch darauf aufmerksam gemacht werden, was ihnen alles entgehen könnte, falls die düsteren Spekulationen der Weltuntergangskamarilla eintreffen sollten. Natürlich könnte ein „Spazier" an die Quelle der Moldau auch einen kleinen Vorgeschmack davon geben, was wird, wenn dort der Borkenkäfer weiterhin sein Werk ungehindert fortführt.

 

„Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch“

Montag, 24 Oktober 2011

Nicht immer ist der „klassische" Reiseführer der beste Weg, eine Region, ihre Menschen und ihre Besonderheiten ins rechte Licht zu rücken. Davon zeigte sich Hubert Ettl am Freitagabend in der Städtischen Galerie überzeugt. In Form des von ihm herausgegebenen „Bayerischer Wald. Ein ReiseLeseBuch" präsentierte er eine Alternative, die bei ihrer offiziellen Vorstellung viel Beifall erhielt. In Anwesenheit eines Teiles der AutorInnen betonte er, dass man der bisherigen Linie treu geblieben sei. So orientiere sich das Konzept wieder am vielseitigen Zusammenspiel von Texten und Bildern. Zudem solle durch Charme und Ästhetik der Schwarzweißfotografie ein Kontrapunkt zur „bunten Bilderflut" gesetzt werden. Mit Komplimenten sparte auch Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner nicht. Auch wenn es schon viele Bücher über den Bayerischen Wald gebe, sei mit dem neuesten Werk von Hubert Ettl etwas ganz Besonderes entstanden.

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