Das Wasser von der Eger verbindet Menschen und Orte

Sonntag, 10 Mai 2015 – Weißenstadt Karl W. Schubsky

An der „offiziellen" Quelle der Eger im Fichtelgebirge trafen sich bayerische und böhmische Egerländer und feierten gemeinsam. – Christliche Geistliche aus Leitmeritz und Weißenstadt weihten gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Oberfranken und der Tschechischen Republik das Wasser der Eger. – Böhmisches Bier und Buchteln sorgten für die weitere Einstimmung.

 

Wie optimistisch darf es sein?

Donnerstag, 12 September 2013

Ortsfremdes Volk fiel in die Dörfer und Weiler entlang der Grenze ein und wollte den Bewohnern mit der Waffe in der Hand klarmachen, dass sie hier nichts verloren hätten und historisch hier Fremde wären. Dabei beriefen sie sich auf alte Dokumente, von denen selbst der Ur-Großvater von seinem Großvater nie ein Wort der Erwähnung gehört hatte. Beschlossen wurden die Schicksale in weiter Ferne, entweder schon bereits im „Exil" in London oder dann „endgültig" bei den „Preißen", den alten Erbfeinden, also in Potsdam, wo sich kaum bekannte Siegerheroen trafen und neue Grenz- und Einflusszonen auf dem Papier zogen. – Irgendwie erinnert diese Vorgehensweise an die der alten Imperialmächte England, Frankreich, Spanien - oder auch das Deutsche Reich mit dessen Suche nach einem „Platz an der Sonne" – in Afrika, Asien, Amerika. - Die Russen mussten ja nicht nach Übersee. Ihnen standen genügend zu erobern oder zu besetzende Landmassen vor der Haustür zur Verfügung.

 

Manský dvůr, bekannt auch als „Lehnhof“

Dienstag, 19 März 2013

Eine Spurensuche der besonderen Art einmal nicht in den Weiten Westböhmens oder des Böhmerwaldes, sondern im näheren Grenzgebiet des heimeligen Egerlandes zwischen Eger und Marienbad.

Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche „Sondierungsfahrt" für das Bayerische Grenzmuseum Schirnding auf der Suche nach ergänzenden Ausstellungsstücken für eine geplante Ausstellung über den Zoll nach 1945 an der bayerisch-tschechoslowakischen-tschechischen Grenze werden. Die Idee dazu war einem Mitarbeiter der „LZ" in den Sinn gekommen, der von den Nöten des Ausstellungsmachers Rainer Schweigert wusste, relevante Exponate über den Zeitabschnitt sowie die zu behandelnden Staatsorgane vorzeigen zu können.

 

Pec pod Čerchovem im Oberpfälzer Wald/Český les

Sonntag, 16 Dezember 2012

Zwischen Berg und tiefem Tal, abseits der Hauptstraße von Furth i. Wald nach Taus, liegt zu Füßen des Berges Čerchov/Schwarzkopf ein kleiner, abgeschiedener Weiler namens Pec pod Čerchovem, früher auch einmal namens Hochofen, im Südosten des Oberpfälzer Waldes (Český les) in einem von Wäldern umgebenen Seitental des Černý potoks. - Die Nachbarorte von Pec sind Chodov im Norden, Trhanov/Chodenschloß und Pila im Nordosten, Babylon im Westen, Česká Kubice im Südwesten, Dolní Folmava im Süden, Zámeček im Südwesten sowie Capartice im Nordwesten. Acht Kilometer südwestlich liegt die Stadt Domažlice/Taus. Auch vom Grenzübergang Furth i. Wald/Volmava aus ist der kleine Ort sogar fußläufig erreichbar.

 

Der Weg war das Ziel

Dienstag, 20 November 2012

Unterwegs auf den Pfaden und Steigen auf dem tschechischen Teilabschnitt der „Via Nova": Auch für diesen Teil der „Via Nova" ab dem Grenzübergang Buchwald/Bucina bis nach Hartmanice gibt es nette und kompetente Führer und Begleiter, die mit Natur und Landschaft bestens vertraut sind und viele wissenswerte Hintergründe von Geschichte und Kultur der Region im Rahmen einer Wanderung den Teilnehmern vermitteln können.

 

Bierfest in Zwirschen/Svržno

Dienstag, 16 Oktober 2012

Man kann sich kaumt das Erstaunen im Blick des rasenden Reporters der „Landeszeitung" vorstellen, als dieser jüngst auf einer seiner Fahrten durch das westböhmische Grenzgebiet in Richtung Klenci nach Zwirschen, also Svržno, kam und das die ganze Hauptstraße überspannende Riesentransparent mit der Aufschrift „Bierfest" erblickte. Diese Beobachtung machten einen sofortigen Stopp erforderlich, um den Blick genießen zu können und das Zeitdokument nicht nur sofort zu dokumentieren, sondern das Gesehene auch weidlich auszukosten zu können, trotz des wie üblich herrschenden Zeitdrucks.

 

Der „Lange Marsch“ aus dem Chodenland in die Oberpfalz.

Samstag, 06 Oktober 2012

Es waren ganz exakt die notwendigen Temperaturen, die während der Übergangsphase von Spätsommer in den Frühherbst herrschen, welche die große Zahl von deutschen und tschechischen Teilnehmern an der 20. Equipe-Wanderung zum Friedhof von Klenci pod Cerchovem gelockt hatte, wo sie sich am Ausgangspunkt der bereits traditionellen Veranstaltung, dem „namenlosen" Grab des Pfarrers und Schriftstellers J. S. Baar, zusammenfanden. Eingeladen zur Grenzwanderung hatte der Freundeskreis deutsch-tschechischer Verständigung, organisiert wurde sie wieder einmal von Jürgen Kögler aus Furth i. Wald, dessen Vater sie ins Leben gerufen hat. Der Sohn setzt die Tradition seit einigen Jahren fort. Aus Anlass des 20. Jahrestags dieser großen grenzübergreifenden Veranstaltung hatte Kögler zum Jubiläum am Jindrich Simon-Baar-Gymnasium in Domazlice/Taus einen Wettbewerb zur Gestaltung eines offiziellen Logos ausgeschrieben, an dem 29 Schüler im Alter zwischen elf und 15 Jahren teilnahmen. Sieger wurde Alex Königsmark und die Arbeiten aller am Wettbewerb teilnehmenden Schüler wurden im Further Kolpinghaus den Teilnehmern vorgestellt.

 

„Via Nova“: von Freyung bis zur Landesgrenze

Montag, 13 August 2012

Der Freyunger Stadtteil Kreuzberg liegt auf 800 Metern und bietet einen weiten Panoramablick über die Landschaft, durch die sich die „Via Nova" bis zur tschechischen Grenze schlängelt

Dies ist der Erfahrungsbericht eines eher beobachtenden Wanderers, auf der Suche nach neuen Eindrücken, um dabei Land und Leute einer ihm bisher nur als „Transitregion" bekannten Gegend auch einmal in Augenschein zu nehmen, keiner der eines suchenden Pilgers, was eigentlich auch möglich wäre, nachdem es hier um einen Teil der „Via Nova" handelt.

 

„Via Nova“ - ein europäischer Pilgerweg

Montag, 06 August 2012

Grenzübergreifende Route auf den Spuren von Geschichte, Kultur, Natur und Religion

Zunächst einmal soll vorausgeschickt werden, dass die Natur allen Menschen gegeben worden ist, durch die sie sich seit Jahrtausenden auf Steigen, Pfaden oder Wegen bewegen. So auch in den Wald- und Berggebieten in der Mitte Europas. Vieler dieser Routen, auf denen Missionare, Händler oder Pilger und Wallfahrer gingen, haben bis heute überdauert und werden jetzt zumeist unter ihren Zwecknamen für Touristen benutzt, damit diese die Schönheiten der Landschaft, die Kultur und Bauten der hier niedergelassenen Menschen kennen lernen können oder aber auch traditionell zu geistlichen Zielen pilgerten. Seit dem Jahr 2000 ist eine weitere Route hinzugekommen, die auf alten Wegen Neues anbieten möchte.

 

Ottengrün und Hardeck in der „Fraisch“

Freitag, 22 Juni 2012

Die beiden Orte Ottengrün und Hardeck liegen beinahe nebeneinander in einem Gebiet, in dem die Königreiche Böhmen und Bayern territorial durchmengt waren, sich ihre Bewohner in ihrer egerländischen Sprache und Kultur nicht unterschieden. Heute gehören sowohl das egerische Ottengrün als auch das stiftische Hardeck zur bayerischen Oberpfalz, Marktgemeinde Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth.

 

Wanderungen durch den Böhmerwald

Dienstag, 29 Mai 2012

Ein tschechischer Arzt aus Prag schildert seine Eindrücke und Gedanken während seiner Wanderungen durch das Waldgebiet im Grenzbereich. Historische Begebenheiten aus dem Gebiet zwischen Böhmisch Eisenstein und Moldaustausee werden in lockerer Sprache erzählt. Das Buch lädt dazu ein, an die beschriebenen Orte zu wandern.

Es ist ein schmales und kleines Buch, das der Arzt und Kenner des Böhmerwaldes, Otto Kaskoun, geschrieben hat und in dem er viele seiner Gedanken niederschrieb, die ihm während seiner Streifzüge durch diese atemberaubende Landschaft durch den Kopf gegangen sind. Auf das Buch wurde ich zufällig bei einem Besuch im Adalbert-Stifter-Haus in Oberplan aufmerksam, als ich hier in dessen Literaturauslage herumstöberte. Und als „Grenzgänger" interessiert man sich schließlich dafür, was andere „Kollegen" über ihre Erfahrungen zu berichten wissen, die sie während ihrer langjährigen Fußwanderungen gesammelt haben.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (2)

Freitag, 18 Mai 2012

Der Besuch der „Teufelsmauer", ein weiterer Programmpunkt auf der Agenda des Seminars „Heimatliche Frühlingsbräuche", musste wegen widriger Wetterverhältnisse leider aus dem Programm gestrichen werden, da das schwierige Gelände, durch das der Fußweg dorthin führt, von Regen durchnässt worden war, was eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet hätte. Dieses Risiko wollten die Organisatoren nicht eingehen, da nicht alle Reiseteilnehmer gut zu Fuß waren. Daher ging die Fahrt ohne Unterbrechung weiter, vorbei an Friedberg/Frymburg am südlichen Ufer des Lipno, wo das kürzlich zu Wasser gelassene neue Flaggschiff der Stauseeflotte im Hafen vor Anker lag.

 

Auf historischen Spuren in Südböhmen (1)

Freitag, 18 Mai 2012

Anfangs hatte der Wettergott noch ein wenig Mitleid mit den Seminarteilnehmern, die sich von Oberplan aus zu einer nachmittäglichen Busfahrt in Richtung Hohenfurth/Vyšší Brod auf den Weg machten, wo sie sich über die Geschichte des Klosters und seinen Einfluss auf die Region einen Einblick verschaffen wollten. Kaum vor der Klosterpforte in Hohenfurth aber angekommen, meinte er es schon nicht mehr so gut und es begann ein leichter Regenschauer, der aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch tat. - Das alte Kloster an der Moldau war das erste Etappenziel im Rahmen einer Exkursion, die, vom Adalbert-Stifter-Zentrum in Oberplan ausgehend, unter der Leitung von Horst Löffler stattfand, und zu einem Seminar mit dem Titel „Heimatliche Frühlingsbräuche" gehörte, veranstaltet von der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Dr. Zusana Finger, in Kooperation mit der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.

 

Burg Hohenberg an der Eger

Montag, 26 März 2012

Die Hohenberger Burg ist eine uralte Festung an der bayerisch-böhmischen Grenze, wo sie einmal der Bewachung des Passes von Schirnding und der von Prag nach Nürnberg führenden Handelsstraße diente.

Vor Jahrzehnten hatte die Augsburger Puppenkiste in ihrem Programm den Vierteiler „Bill Bo und seine Bande", oder so ähnlich. Es handelte sich um die Geschichte einer Räuberbande am Rhein, deren Hautmann Bill Bo hieß. Dieser pflegte seinen Miträubern stets seinen Lieblingswunsch zum Ausdruck zu bringen, indem er sagte: „Ich will eine Bursch [Burg], mit Mauern so dick wie du lang!" Kindheitserinnerungen setzen sich irgendwie im Laufe der Jahrzehnte im Unterbewusstsein fest, aber der Anblick der Burg Hohenberg schwemmte diese Erinnerung wieder ins Bewusstsein.

 

Zbiroh in Westböhmen und sein Schloss

Montag, 26 März 2012

Das Schloss Zbiroh liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Pilsen, Ausfahrt 41 „Cerhovice" auf der Autobahn D5 nach Prag. Das Schloss war im Lauf der Zeit Wohnsitz bedeutender Persönlichkeiten wie Karl IV. und Rudolf II. Der weltbekannte Jugendstil-Künstler Alfons Mucha arbeitete hier 20 Jahre.

Der Weg von Pilsen nach Prag führt über Zbiroh – und natürlich geht der umgekehrte Weg auch durch diese Kleinstadt mit knapp 2.500 Einwohnern wieder zurück. - Natürlich ist diese Wegstrecke die alte, heutzutage sparsamere Variante der böhmischen Straßennutzung, ohne „Pickerl". Das Städtchen gehört zu einer großen Reihe von Orten, die wie Perlen auf einer langen Schnur aneinandergereiht sind, die als „Goldene Straße" in die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches eingegangen ist.

 

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