Zurück zur Natur, auf in den „Wald“.

Mittwoch, 08 Mai 2013 – Nationalpark Šumava/Böhmerwald Karl W. Schubsky

Grenzüberschreitende Natur erfordert grenzüberschreitenden Naturschutz. Denn wieder einmal zeigt es sich, dass der Natur als solcher staatliche Linienführungen, oder Grenzen, im Grunde genommen total egal sind und es im Grunde genommen nichts gibt, was von ihr nicht irgendwann wieder in Beschlag genommen werden könnte. Die Pflege und Bewahrung der Natur im „Nordwald" als Ganzes teilen sich zwei große Nationalparks in Bayern und Böhmen: der Nationalpark Šumava/Böhmerwald und westlicher gleich anschließend der Naturpark Bayerischer Wald. Alles schön geordnet. Der eigentliche, heimliche Herrscher des gesamten Waldgebirges ist allerdings der „Scolytina", gemeinhin auch als Borkenkäfer bekannt. Wozu er zu verursachen in der Lage ist, darüber hat bereits Karl Klostermann in seinen Veröffentlichungen über den Böhmerwald berichtet. Er ist der unerbittliche Konkurrent der auf Ertrag orientierten Waldbesitzer, die es lieber sehen, wenn sich das Holz in bare Münze umwandelt, als wenn aus ihm – im übertragenen Sinne – nur ein Zerfallsprodukt wird. Dabei bleibt gerne der Umstand unberücksichtigt, dass auf oder aus diesem Zerfall wieder neues und frisches Leben im Wald nachwächst. Und schuldlos sind sie auch nicht daran, denn in höheren Gebirgslagen hat der Mensch „mit ausgedehnten Fichtenreinbeständen optimale Borkenkäferbiotope geschaffen. Hier können sich bei klimatischen Extremen (lange Hitze- oder Trockenperioden, Winter mit viel Schneebruchholz)" Borkenkäfer explosionsartig vermehren.

 

Natur-Inventur Start der Kartierarbeiten im Offenland

Dienstag, 05 Februar 2013

Noch herrscht Winter auf den Wiesen und Feldern an der Donau. Aber schon bald werden die ersten Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Höchste Zeit also, mit den Kartierarbeiten in den Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg, die Teil des europäischen ökologischen Netzwerks „Natura 2000" sind, auch im Offenland zu beginnen. Die Erfassung der Waldlebensräume und Arten der Donauauen durch die Landauer Forstbehörden soll fortgeführt werden. Dies teilten die Regierungen von Niederbayern und Oberbayern gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Landshut und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau bei einem Treffen am 23. Januar 2013 in Neustadt a. d. Donau mit. Das Ingenieurbüro PAN GmbH aus München erhält den Auftrag für die Kartierungsarbeiten.

 

„Deggendorfer Himmelreich“ nun Naturschutzgebiet

Freitag, 11 Januar 2013

Das „Deggendorfer Himmelreich" ist zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Dieses Gebiet auf dem Höhenrücken am westlichen Deggendorfer Stadtrand ist damit das erste Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Niederbayern, das vorrangig dem Schutz von Pilzen dient.

Nach Anfangsschwierigkeiten ging das Inschutznahmeverfahren schnell und reibungslos über die Bühne. Die Stadt Deggendorf, die Bundespolizei und die Regierung von Niederbayern zogen an einem Strang und auch die Bundesimmobilienverwaltung zeigte sich konstruktiv. Ebenso konnten die von Bürgern und Institutionen geäußerten Einwendungen und Wünsche zum Ver-ordnungsentwurf weitgehend berücksichtigt werden.

 

Niederbayern beobachtet Verbreitung gesundheitsschädlicher Raupen

Freitag, 22 Juni 2012

Die niederbayerischen Behörden beobachten die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS) genau. Nachdem die gesundheitsschädlichen Raupen des Falters kürzlich erstmals in der Region auf Parkplätzen an der A 92 (bei Plattling) und der A 3 (bei Offenberg) festgestellt wor-den sind, richten die Gemeinden nun Beratungsstellen ein. Dort können sich die Bürger infor-mieren und melden, wenn sie behaarte Raupen an Bäumen oder Sträuchern sehen sollten. Mel-dungen sind auch bei der Polizei möglich.

Der Mini-Zoo Wapiti am Moldaustausee Lipno

Mittwoch, 18 April 2012

Gelegentlich sollen sich manche Eltern doch noch selbst mit der Frage konfrontieren, wie sie ihre Heranwachsenden aus den Stuben locken und ein wenig wieder an die Natur heranführen könnten. Können sie, denn in der kaum noch existenten Ortschaft Pernek, am heutigen Moldaustausse im südböhmischen Böhmerwald gelegen, steht ein Hofanwesen, das Familien diese Möglichkeit bietet. Pernek, das heute nach Oberplan/Horni Planá eingemeindet ist, liegt an der Straße, die von Wallern/Volary nach Krummau/Č. Krumlov entlang des Stausees führt. Hier, aus Richtung Wallern kommend, liegt gleich neben der Straße der „Mini Zoo Wapiti" von Štĕpánka Hanousková J. Maňák, der nach ökologischen Prinzipien betrieben wird und wo ganzen Familien, neben hausgemachten Produkten und Erholung für die Elternteile, mit angereisten Kindern der Zugang zu den hier lebenden Tieren geboten wird. Hier sind Tiere daheim, denen man in der freien Natur kaum ansichtig wird. Dazu eine weite Landschaft mit viel Natur pur.

 

Weltwasserwoche im Oberpfälzer Freilandmuseum

Dienstag, 10 April 2012

Von Montag, den 23. bis Montag, den 30. April, findet im Oberpfälzer Freilandmuseum die „Weltwasserwoche" statt. Bereits zum dreizehnten Mal führen die Wasserwirtschaftsämter Weiden und Regensburg zusammen mit dem Landratsamt Schwandorf und dem Freilandmuseum sowie zahlreichen Oberpfälzer Umweltstationen, Behörden und Umweltverbänden und engagierten Privatpersonen ein Programm für Schulklassen durch, bei dem sich alles um das Thema Wasser dreht. Was vor Jahren mit einem einzigen Tag begann, hat sich seit mehreren Jahren zu einer Aktionswoche mit über 2500 Schülerinnen und Schülern entwickelt. Am 30. April gibt es ein spezielles Angebot für die Gymnasien.

 

An einem Strang ziehen

Montag, 02 April 2012

Natura 2000 ist ein europäisches Naturschutzprojekt - und zwar ein gigantisch großes, weil es von allen Mitgliedsstaaten (mit unterschiedlichen Standards) unterzeichnet und ausgeführt wurde. Das Ziel ist, ganz bestimmte Arten und Lebensräume auf Dauer in einem guten Zustand zu erhalten. Fünf Jahre sind seit der letzten Erhebung ins Land gezogen.

 

Neue Wege beim Boden- und Gewässerschutz in Niederbayern

Mittwoch, 28 März 2012

Die niederbayerischen Behörden mit Zuständigkeiten für den Boden- und Gewässerschutz wollen künftig noch enger zusammenarbeiten und damit noch mehr für die Umwelt tun. Das haben sie heute mit der Unterzeichnung der Landshuter Erklärung in der Regierung von Niederbayern besiegelt. Anlass war eine Tagung zum erfolgreichen Modellprojekt zur Verbesserung des Boden- und Gewässerschutzes rund um den Rottauensee bei Postmünster im Landkreis Rottal-Inn. Das vierjährige Modellprojekt läuft im Herbst aus. Das Ziel ist nun, die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Kommunen und Fachbehörden in ganz Niederbayern weiter zu verbessern – und Vorbild für andere Regionen im Freistaat zu sein.

 

Besuch bei den Artgenossen

Freitag, 16 März 2012

Zweimal sind in diesem Jahr schon Luchse aus der Gehegezone im Nationalpark geflüchtet – jetzt passierte der umgekehrte Fall: Ein freilebender Luchs „besuchte" seine Artgenossen in der Neuschönauer „Gefangenschaft"

Die Tierpfleger im Tierfreigelände des Nationalparkzentrum Lusen staunten nicht schlecht, als sie am Morgen einen Luchs mehr im Gehege zählten. „Normalerweise sind hier im Gehege drei Luchse. Am Dienstagmorgen waren es vier", schildert Dr. Dennis Müller, zuständiger Tierarzt im Nationalpark, die Situation und ergänzt „Gerade ist Ranzzeit bei den Luchsen, da kann es schon vorkommen, dass wildlebende Luchskater mutiger werden."

 

Nationalparkplan in Kraft gesetzt

Freitag, 02 März 2012

Staatsminister Dr. Marcel Huber konnte nach langem Vorlauf den Nationalparkplan in Kraft setzen.

Bereits unmittelbar nach dem Erlass der Verordnung für den Nationalpark Bayerischer Wald 1992 begann die Nationalparkverwaltung den Nationalparkplan auszuarbeiten. Im Nationalparkplan sollten die Vorgaben der Nationalparkverordnung konkretisiert und die mittelfristigen Ziele und Maßnahmen dargestellt werden. Insbesondere sollten Maßnahmen des Borkenkäfermanagements, die Abgrenzung der Naturzonen aber auch die Entwicklung der Bildungsarbeit festgeschrieben werden.

 

Naturschutz in Niederbayern läuft auf Hochtouren

Donnerstag, 23 Februar 2012

Das vergangene Jahr war ein erfolgreiches für den niederbayerischen Naturschutz. Rund 9,4 Millionen Euro Zuschuss von Freistaat, Bund und Europäischer Union sind über die Regierung von Niederbayern in die Region geflossen. Das ist die zweithöchste Summe seit 30 Jahren. Mit dem Geld wurden unter anderem Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und für die Umweltbildung unterstützt.

 

Umweltministerium billigt Studie zum Ausbau einer Talsperre

Donnerstag, 23 Februar 2012

Das Umweltministerium hat die Umweltverträglichkeitsstudie für den geplanten Stausee in Nové Heřminovy bei Bruntál / Freundenthal gebilligt. Die Zustimmung war notwendig, um Projektionsarbeiten fortsetzen zu können. Dies teilte die Verwaltung des Oder-Flussgebiets am Mittwoch mit.

 

Borkenkäfer-Streit

Sonntag, 31 Juli 2011

Böhmerwald-Einwohner protestieren gegen Blockade-Aktion der Öko-Aktivisten

Rund 200 Einwohner des Böhmerwalds haben am Freitagmorgen in der Böhmerwald-Gemeinde Modrava / Mader gegen die Umweltschützer protestiert, die mit ihren Aktionen das Abholzen von Bäumen blockieren, die vom Borkenkäfer befallen sind. Auf mehreren Plakaten mit eindeutiger Botschaft kritisierten sie die Öko-Aktivisten für ihre Blockade-Aktion, um sich andererseits bei den Polizisten und Holzfällern für deren Einsatz zu bedanken. Das sei eine von ihm persönlich organisierte Protestkundgebung, sagte der Gemeindevorsteher von Modrava, Antonín Schubert, vor Journalisten. Zur Unterstützung des Einwohner-Protestes war auch der umstrittene Nationalpark-Direktor Jan Stráský angereist. Die Umweltschützer werfen Stráský vor, mit seiner Politik des radikalen Kahlschlags den flächendeckenden Fichtenbestand in einer Schutzzone des Böhmerwalds zu ruinieren. Der Rodung der vom Borkenkäfer befallenen Bestände könne man auch mit herkömmlichen Methoden begegnen, behaupten die Öko-Aktivisten. Sie verweisen darauf, dass ein Abholzen von Bäumen in einer Schutzzone ungesetzlich sei. Deshalb werden sie ihre Blockade-Aktion weiter fortsetzen, erklärte ihr Sprecher Vratislav Vozník am Freitagmorgen.

Am Donnerstag war es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen den Umweltschützern und der Polizei gekommen, die die Öko-Aktivisten wiederholt aus der Schutzzone entfernen ließ. Am Freitagmorgen ist es bereits zu einigen Handgreiflichkeiten zwischen Umweltschützern und Blockade-Gegnern gekommen.

 

Der Riesen-Bärenklau oder Herkulesstaude

Dienstag, 20 September 2011

Eine grüne Plage für Deutsche und Tschechen breitet sich an vielen Orten beiderseits der Grenze aus und erobert dabei ständig neue Verbreitungsräume. Ihrer ist kaum Herr zu werden und bei Ihrer Bekämpfung helfen nur radikale Mittel.

 

Die grüne Pistole

Freitag, 21 Oktober 2011

Agrar-Subventionen aus Brüssel sollen stark eingeschränkt werden. Das geht aus einem in der vergangenen Woche vorgestellten Bericht der EU-Kommission hervor. Demnach soll ein landwirtschaftlicher Betrieb – egal welcher Größe – nur noch maximal 300.000 Euro (7,4 Millionen Kronen) von der Europäischen Union erhalten. Etwa ein Drittel der bisherigen Direkthilfen sollte nur dann an die Landwirte ausgezahlt werden, wenn sie umweltfreundliche Auflagen erfüllen. Generell soll gelten: Ökobauern müssen finanziell stärker unterstützt werden.

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